Kategorie-Archiv: Wiener Neudorf allgemein

Hat das FPÖ-Skandalvideo Auswirkungen auf die Koalition in Wiener Neudorf?

Vor 1.530 Tagen wurde die Zusammenarbeit beschlossen. Für insgesamt 1.825 Tage.

Ich habe die turbulenten Stunden der österreichischen Innenpolitik während einer Baltikumreise – von der ich soeben zurückgekommen bin – über die sozialen Medien zeitnahe mitbekommen. Nachdem jetzt etliche Koalitionen mit der FPÖ auf Landes- und Gemeindeebene diskutiert bzw. vorzeitig beendet wurden bzw. werden, erging auch an mich die Frage, wie ich den Weitergang der Koalition zwischen ÖVP, UFO und FPÖ in Wiener Neudorf sehe.

Bevor ich diese Frage beantworte eine persönliche Bemerkung: Was mich erschüttert und genauso überrascht ist, dass diese entlarvende obskure und korrupte Weltanschauung des Herrn Strache jetzt irgendwie als „bsoffene G’schicht“ und „hereingelegte Aktion“ verniedlicht wird und dieser alleinige FPÖ-Skandal plötzlich auf andere Parteien und Personen überschwappt. Natürlich wird auf einem Nebenschauplatz interessant sein, wer die Auftraggeber waren und warum das Video so viele Monate unter Verschluss gehalten wurde. Aber das wirklich Wichtige sind die dokumentierte Wortwahl und das Demokratieverständnis eines FPÖ-Spitzenpolitikers. Aber plötzlich soll der Herr Kurz an allem Schuld sein oder die SPÖ dahinterstehen. Die Bundes-FPÖ begreift sich offenbar sowieso wie immer nur als Opfer und trommelt eine recht eigenwillige Verteidigungsstrategie. Die Liste JETZT weiß natürlich, dass sie bei der kommenden Wahl keine Chance hat und bemüht sich mit einem Misstrauensantrag gegen den Bundeskanzler um eine letzte Wahrnehmung.

Gott sei Dank haben wir einen Bundespräsidenten, der mit Souveränität, Übersicht, Unaufgeregtheit und richtigen Worten versucht – gemeinsam mit dem Bundeskanzler – die aufgewühlte und schwierige Situation zu beruhigen. Aus meiner Wahrnehmung wurden auch seit Samstag vormittag bis heute richtige Entscheidungen getroffen. Dass das nicht alle so sehen, wird wohl so sein. Möglicherweise gäbe es noch richtigere Entscheidungen, aber ich bin – mit Ausnahme einer Handvoll Menschen- wie alle anderen Österreicher nicht so hautnah am Geschehen dabei, dass ich mir darüber eine absolut objektive Meinung zutraue. Ich hoffe als Staatsbürger, dass die Nationalräte am kommenden Montag bei ihrer nächsten Sitzung nicht Österreich in eine Krise und Instabilität bringen. Obwohl ich glaube, dass manche von ihnen damit kalkulieren, dass ihrer Partei Chaos, Tumult und Racheaktionen Stimmen bringen könnten. Ich kann nur hoffen, dass den Nationalräten das Ansehen Österreichs wichtiger ist als parteipolitische Agitation. Aber besser als unser Bundespräsident kann das sowieso niemand ausdrücken. Hoffentlich haben seine Worte diejenigen verstanden, an die sie eigentlich gerichtet wurden.

Noch kurz ein Gedankenexperiment: Wir könnten jetzt auch einen Bundespräsident Hofer haben. Und dann erscheint dieses Video. Und dann? Jetzt ist Ihre Fantasie gefordert.

Zu Wiener Neudorf: Es wird sich an der guten Zusammenarbeit zwischen ÖVP, UFO und FPÖ nichts ändern. Wir lassen uns da von der Bundespolitik nicht beeinflussen. Wir haben uns auch nicht beeinflussen lassen, als wir diese vor über 4 Jahren eingingen und wir werden sie – wie versprochen – zumindest bis zur kommenden Gemeinderatswahl im Jänner 2020 weiterführen. Was wurde ich davor gewarnt, dass eine 3-er-Koalition nicht funktionieren könne. Mit den richtigen „Playern“ funktioniert jede Koalition, mit den falschen auch eine 2-er-Partnerschaft nicht – wie die Bundespolitik von Mal zu Mal beweist.

Die FPÖ Wiener Neudorf ist durch ihre Repräsentanten in den letzten Jahren durch Sacharbeit, Teamgeist und Loyalität aufgefallen. Es gab in Wiener Neudorf von keiner Seite der Koalitionsgruppierungen ideologisch motivierte Auffälligkeiten, Wünsche oder Anträge. Wir haben uns zu einer Koalition einzig und alleine zum Wohlergehen unseres Ortes zusammengefunden. Daran arbeiten wir konzentriert seit über vier Jahren und daran wird sich auch durch dieses widerwärtige Video nichts ändern. Die Weltanschauung des Herrn Strache (zu dem ich sowieso immer eine allseits bekannte – nunmehr filmisch bestätige – Meinung hatte und habe) war niemals Thema in unserer Zusammenarbeit und wäre es auch nie geworden. In diesem Sinne ist das Ibiza-Video für Herrn Strache belastend, aber nicht für meine Zusammenarbeit mit der FPÖ Wiener Neudorf, allen voran GfGR Bgm-Stv. Robert Stania.

Einladung zu meiner Lesung

Ich darf hiemit alle Interessierten zu meiner nächsten literarischen Lesung aus eigenen Werkn in die Räumlichkeiten des P.E.N.-Club einladen.

Montag, den 27. Mai 2019 um 18:30 Uhr – 1010 Wien, Bankgasse 8 bei freiem Eintritt.

Ich würde mich sehr freuen, gerade Sie/Dich zu sehen.

Klosterteich in neuem Glanz


Ein Hoch auf die Mitarbeiter unseres Wirtschaftshofes, die sich nach dem Rathauspark nun um die Gestaltung des Klosterparks kümmern. Der Klosterteich (früheres Schwimmbecken zu Zeiten der Schwestern vom guten Hirten) wurde vom alten Schilf befreit und die Uferbereiche wurden ausgeholzt.

Der Reiher, den ich ein paar Tage vorher noch vor dem Schilfbereich fotografieren konnte, wird sich durch den Rückschnitt nicht ganz auskennen, aber auch er wird die Anlage sicher demnächst wieder gerne besuchen.


Da der Zaun rund um den Klostergartenspielplatz oft niedergetreten wurde, hat unser Wirtschaftshof in Kooperation mit der Fa. Brix-Zaun für eine solide und massive Umzäunung gesorgt, die sicherlich noch dazu viel schöner aussieht als bisher und viel besser ins Gesamtbild passt:

Besuch bei unserer Wasserenthärtungsanlage

ÖVP-Gemeinderätin Irene Orchard und ich müssen zugeben, dass wir uns eine Naturfilteranlage ganz anders vorgestellt haben.

Weil sich viele angeblich weicheres Wasser gewünscht haben, hat unser Wasserlieferant eine Enthärtungsanlage beim Brunnen in Wienerherberg errichtet. Das bisherige Wasser war zwar für unseren Körper besser und gesünder, aber nicht so gut geeignet für Maschinen, Fliesen und Armaturen. Ab jetzt wird es weniger Kalkränder geben. Das war, so wurde uns gesagt, den Befragten wichtiger.

Eine Abordnung aus Wiener Neudorf hat die Einladung angenommen, die „Naturfilteranlage“ zu besichtigen. Ich muss zugeben, ich habe mir eine Naturfilteranlage völlig anders vorgestellt. Auf meine Frage, warum diese Anlage „Naturfilteranlage“ heißt, wurde mir geantwortet: Weil es gut klingt. Aha!

Einige Impressionen ohne Worte:



Blühende Hauptstraße


Die Neugestaltung der Hauptstraße wird mir gegenüber durchwegs gelobt. Ich denke, es ist auch schwer, keinen Gefallen an unserer wichtigsten Ortsstraße zu finden. Nicht zu unrecht trägt die Hauptstraße diesen Namen und wir wollen ihr mit unseren Gestaltungsideen gerecht werden. Ich freue mich schon darauf, wenn das Gemeindeamt und der Vorplatz fertig sind und bin schon gespannt, wie dann die Reaktionen ausfallen.

Präsentation der neuen Lärmschutzwände


Knapp 250 Interessierte waren am Montag im Freizeitzentrum, um sich über die Errichtung der neuen Lärmschutzwände (bis zu 13 Meter Höhe) zu informieren. Diese werden hochabsorbierend ausgeführt und keine zusätzliche Belastung für Biedermannsdorf auf der anderen Seite bedeuten. Am Schluss gab es großen Applaus, viele zufriedene Gesichter und die berechtigte Hoffnung, dass es für Hunderte Familien endlich leiser wird. 442 Ein- und Mehrfamilienhäuser sind vom Autobahnlärm teilweise bis massiv betroffen. Für alle wird es eine Verbesserung geben.


Man muss sich das vor Augen führen: Der überwiegende Teil des Gebietes zwischen der Autobahn und der B17 dürfte heute gar nicht mehr zum Wohngebiet erklärt werden, so gravierend sind die derzeitigen Lärmbelastungen in Wiener Neudorf. Spätestens in zwei Jahren sollte es zu deutlich wahrnehmbaren Verbesserungen kommen. Dafür ist aber die höchste Lärmschutzwand notwendig, die je in Österreich errichtet wurde, mit 7,5 Meter hohen Seitenteilen am Eumigweg und der Hauptstraße. Die obere Grafik erläutert, dass es überall auf den grün eingefärbten Bereichen leiser wird. Dort wo es derzeit besonders laut ist, wird es deutlich leiser werden, dort, wo es heute ein wenig laut ist, wird es trotzdem leiser und dort, wo der Lärm kaum wahrnehmbar ist, wird er in Hinkunft überhaupt nicht mehr zu hören sein.

Nach Jahren des ergebnislosen Verhandelns und Dutzenden oft heftig geführten Gesprächen nun der Durchbruch mit der ASFINAG, bei der Info-Veranstaltung vertreten durch DI Karl Zeilinger (Projektleiter Lärmschutz, 2.v.l), DI Gerlinde Mattanovich (Abteilungsleiterin Netzplanung, 3.v.r.), DI Dietmar Schalko (Gruppenleiter, 2.v.r)) und Gerald Mühl (Projektleiter, r.).

Groß war verständlicherweise das Interesse, wie die Auswirkungen auf die eigene Liegenschaft sein werden.