Archiv für den Monat: Mai 2026

Kampf dem Zigarettenstummel-Wegwerfen

Ich habe mich jahrelang gegen die Vorstellung von diesbezüglichen Strafen gewehrt. Seit Jahren weisen wir immer wieder darauf hin, dass Zigarettenstummeln nicht einfach achtlos weggeworfen werden dürfen, sondern entsorgt gehören. Es wurden Personen angesprochen, die das machen. Es wurde in diversen Medien immer wieder darauf hingewiesen, auch in diesem Blog. Ich habe manchmal das Gefühl, dass sich einige überhaupt nichts dabei denken und dass das Wegwerfen von Zigarettenstummeln für viele zum Rauchvorgang einfach dazugehört.

Wir versuchen Wiener Neudorf schön zu machen, investieren viel Geld in die Pflege unserer Straßen, Wege und Grünanlagen. Aber wir haben nun wieder bei der Aufräumaktion gesehen, dass das größte Verschmutzungs- und Umweltproblem die achtlos weggeworfenen Zigarettenstummeln sind.

Zigarettenstummel sind hochgiftiger Sondermüll, der aus Plastik (Celluloseacetat) und hunderten Schadstoffen besteht. Eine einzige Kippe kann bis zu 60 Liter Grundwasser (!!!!!) vergiften, weshalb sie eine immense Gefahr für Umwelt, Gewässer und Tiere darstellen. 

Wichtige Fakten zu Zigarettenstummeln:

  • Giftcocktail: Sie enthalten bis zu 7000 Chemikalien, darunter Blei, Arsen, Nikotin und Chrom.
  • Umweltverschmutzung: Sie sind der häufigste Plastikmüll weltweit, der in der Natur landet.
  • Vergifting: Tiere, vor allem Vögel und Fische, verwechseln sie mit Futter.
  • Entsorgung: Tschickstummel gehören in den Restmüll, niemals in die Umwelt, in Grünbeete oder die Kanalisation.

Ich habe deshalb die Ausschuss-Vorsitzende unseres Grünpflege-Ausschusses dringend ersucht, mit ihren Ausschuss-Mitgliedern darüber zu beraten und Maßnahmen zu überlegen, die auch eine Bestrafung beinhalten können. Schade, dass es offenbar nicht anders geht.

Wasserknappheit: Bei uns „noch“ kein Thema!

Der Klimawandel führt aufgrund der immer geringer werdenden Niederschläge zu einem niedrigeren Grundwasserspiegel. Dem gegenüber steht ein steigender Verbrauch von Trinkwasser. Die Prognosen bis 2050 gehen in unserer Region von 15 % weniger verfügbarem Grundwasser bei einer über 30 %igen Steigerung des Verbrauches aus. Das ist eine Entwicklung, die uns natürlich Sorgen bereiten muss – und auf die wir uns auch vorzubereiten haben.

Während bereits jetzt viele Gemeinden – auch in Niederösterreich – Maßnahmen hinsichtlich einer Wasserknappheit ergreifen müssen, ist dies bei uns noch kein Thema. In anderen Gemeinden müssen Bürgermeister bereits das Gartengießen einschränken bzw. eine Befüllungsstrategie für Pools erstellen. Davon sind wir glücklicherweise noch entfernt. Dessen ungeachtet müssen auch wir uns dieses Themas annehmen und einen Eventualplan erstellen.

Während uns „noch“ ein täglichen Wasserverbrauch von ca. 130 Liter pro Person zur Verfügung steht (davon mehr als die Hälfte für Toilettspülungen und Hygiene), gibt es weltweit Regionen die mit 10 % davon auskommen müssen.

Wir werden uns auch bei uns mit der Wertigkeit dieses wichtigsten aller Lebensmittel beschäftigen müssen. Denn ohne Zugang zu Trinkwasser sind wir nicht lebensfähig. Für 1 € bekommt man derzeit nahezu 500 Liter reinstes Wasser – frei Haus geliefert. Bei einer derartigen Okkasion denkt man weniger an einen sorgsamen Umgang als beispielsweise beim viel unwichtigeren Öl oder Benzin.