Wasserknappheit: Bei uns „noch“ kein Thema!

Der Klimawandel führt aufgrund der immer geringer werdenden Niederschläge zu einem niedrigeren Grundwasserspiegel. Dem gegenüber steht ein steigender Verbrauch von Trinkwasser. Die Prognosen bis 2050 gehen in unserer Region von 15 % weniger verfügbarem Grundwasser bei einer über 30 %igen Steigerung des Verbrauches aus. Das ist eine Entwicklung, die uns natürlich Sorgen bereiten muss – und auf die wir uns auch vorzubereiten haben.

Während bereits jetzt viele Gemeinden – auch in Niederösterreich – Maßnahmen hinsichtlich einer Wasserknappheit ergreifen müssen, ist dies bei uns noch kein Thema. In anderen Gemeinden müssen Bürgermeister bereits das Gartengießen einschränken bzw. eine Befüllungsstrategie für Pools erstellen. Davon sind wir glücklicherweise noch entfernt. Dessen ungeachtet müssen auch wir uns dieses Themas annehmen und einen Eventualplan erstellen.

Während uns „noch“ ein täglichen Wasserverbrauch von ca. 130 Liter pro Person zur Verfügung steht (davon mehr als die Hälfte für Toilettspülungen und Hygiene), gibt es weltweit Regionen die mit 10 % davon auskommen müssen.

Wir werden uns auch bei uns mit der Wertigkeit dieses wichtigsten aller Lebensmittel beschäftigen müssen. Denn ohne Zugang zu Trinkwasser sind wir nicht lebensfähig. Für 1 € bekommt man derzeit nahezu 500 Liter reinstes Wasser – frei Haus geliefert. Bei einer derartigen Okkasion denkt man weniger an einen sorgsamen Umgang als beispielsweise beim viel unwichtigeren Öl oder Benzin.

2 Gedanken zu „Wasserknappheit: Bei uns „noch“ kein Thema!

  1. Peter

    Als ich im Gespräch mit einer älteren Dame den ausbleibenden Niederschlag thematisierte, war sie fast empört und sprach von Horror Wetterberichten die nur Angst machen wollen…
    Soviel zur Wahrnehmung mancher Menschen zur Klimaproblematik.
    LG
    Peter Kristen

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  2. Stefan Kohoutek

    Wichtig wäre für die Gemeinde, dass Boden nicht mehr so leichtfertig und stark versiegelt wird! Und sollten betonierte Plätze nicht mehr benötigt werden, müssen sie wieder „entsiegelt“ werden! Wo Wasser auf Naturboden fällt, versickert es vor Ort und hilft dem Grundwasserspiegel, wo es auf Asphalt kommt, rinnt es in die Kanalisation ab und nützt uns nichts.

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