Archiv für den Monat: Juli 2024

Bis Sonntag: Abstimmen für Wiener Neudorf

Ich freue mich, bekanntgeben zu dürfen, dass wir auch 2024 abermals beim jährlichen VCÖ-Mobilitätspreis nominiert sind. Dazu gibt es neben der Bewertung durch eine Fachjury auch ein sogenanntes „Publikums-Voting“, wofür wir Ihre Unterstützung brauchen.

Mehr als 380 Projekte wurden österreichweit eingereicht. Beide – von der Marktgemeinde Wiener Neudorf eingereichte – Projekte haben es in ihren Kategorien unter die 5 bestbewerteten geschafft. Allein das ist nach dem Hauptgewinn im letzten Jahr bereits wieder ein großer Erfolg. Daraus werden nun pro Kategorie die jeweils drei besten Einreichungen ermittelt.

Bitte voten Sie mit und helfen uns, damit wir auch heuer wieder „aufs Stockerlkommen.

Die Abstimmung läuft noch bis kommenden Sonntag, den 21. Juli.

Schön war’s

Ausgemacht ist, dass Gaby und ich unseren beiden Enkeltöchtern Elisabeth und Anna alle Jahre eine Landeshauptstadt mit all ihren wichtigsten Sehenswürdigkeiten zeigen. Heuer war in den letzten 6 Tagen Salzburg an der Reihe. Ich denke, wir haben das Allerwichtigste besichtigt und hatten ausgesprochenes Glück mit den Wetter. Aber gleich nach unserem gestrigen letzten Abstecher nach „Gut Aiderbichl“ in Henndorf am Wallersee kam am frühen Nachmittag der Umschwung. Und die Gewitterfront samt Starkregen und Hagel hat uns dann auf unserer abenteuerlichen Rückfahrt bis nach Wiener Neudorf begleitet.

Das Wichtigste habe ich in der letzten Woche von Salzburg aus telefonisch bzw. elektronisch erledigen können, aber einiges wartet ab kommenden Montag noch auf Besprechungen, Abklärungen und Entscheidungen.

Neues Tempolimit über Autobahnbrücke

Nachdem nun auch der Radweg auf der Biedermannsdorfer Seite fertiggestellt ist, konnte ich mit Bürgermeister-Kollegen Hans Wimmer auch hinsichtlich einer Temporeduktion über die A2-Brücke zwischen der Wiener Neudorfer Hauptstraße und der Biedermannsdorfer Ortsstraße eine Einigung erzielen.

Schon bislang galt sowohl auf der Haupt- als auch auf der Ortsstraße Tempo 40, auf dem kurzen Zwischenstück über die A2-Brücke Tempo 70. Das bedeutete, dass auf dem kurzen Stück Gas gegeben und kurz danach wieder abgebremst wurde – für die naheliegenden Wohngebiete eine Lärm- und Abgasbelastung. Sinnvoll wäre natürlich gewesen, eine durchgängige 40 km/h-Zone zu schaffen, aber nachdem es sich bei dem kurzen Teilstück um eine Art Freilandstraße handelt, haben wir uns auf Tempo 50 geeinigt. Die zuständige Behörde, die BH Mödling, hat unserem gemeinsamen Ansuchen stattgegeben.

Der Lindheimplatz nimmt Formen an

Wir liegen mit dem Umbau des früheren Bahnhofplatzes zum Lindheimplatz voll im Zeitplan. Spätestens Anfang Dezember sollen die gröbsten Arbeiten abgeschlossen sein. Der alte Kebap-Stand wurde in den letzten Tagen abgerissen und wird am Ende auf der vorderen Platte eine neue Bleibe finden. Langsam erkennt man auch die Größe, die der neue Platz im geographischen Zentrum von Wiener Neudorf haben und unser Ortsbild enorm verschönern wird. Ab den nächsten Tagen wird die bisherige Einbindung des Eumigweges in die Hauptstraße nach Osten (zum Haus „Wyhnalek“ – Bild rechts) verschwenkt.

Auf der rückwärtigen Platte ist ein kleines Kaffeehaus mit anschließendem Spielplatz geplant. Rechts zwischen den beiden Platten entsteht ein begehbares temporäres Wasserspiel, das auch befahrbar sein wird, um dort gelegentlich auch kleine Märkte zu ermöglichen. Darüber hinaus und dazwischen wird es Grünflächen geben und im nördlichen Bereich einen Parkplatz.

Die Trafik ist bekanntlich überraschend und auf eigenen Wunsch vom Bahnhofgebäude auf die andere Hauptstraßenseite übersiedelt. In den eigentlich für die Trafik geplanten Räumlichkeiten des Bahnhofgebäudes bahnt sich eine Überraschung und eine sehr gute neue Lösung an, über die ich leider noch nicht berichten darf, weil die diesbezüglichen Gespräche noch laufen.

Ebenfalls erkennbar ist bereits der neue verbreiterte Geh- und Radweg zwischen dem Bahnhofgebäude und der Hauptstraße, der bislang für Fußgänger und Radfahrer eine unbequeme und manchmal auch gefährliche Engstelle war.

So wird der fertige Platz letztlich aussehen:

Mein Gott, wir haben nur ein Spiel verloren …

Ein Land liegt im kollektiven Trauerzustand. 1:2 gegen die Türkei im Achtelfinale der Fußball-EM, noch dazu als deutlich bessere Mannschaft! Natürlich ist das skurril, ungerecht und traurig – und natürlich wäre es richtiger gewesen, erst im Viertel- oder im Halbfinale auszuscheiden, am besten gegen eine stärkere Mannschaft und nicht gegen eine offensichtlich unterlegenere. Aber eigentlich ist nichts passiert und eigentlich ist es „wurscht“. Oder?

Wichtig war die Türken 1683 überraschend – denn damals waren unsere Altvorderen das deutlich unterlegenere Team – vor Wien geschlagen zu haben. Das war für unser heutiges gewohntes (religions)freies, liberales und demokratisches Leben ein ganz wichtiger und entscheidender Meilenstein. Ob das gestrige Ergebnis für die Türken zu einer tatsächlichen Verbesserung ihres Lebens führen wird, wird sich weisen. Wichtiger ist es, die eigentlich wichtigen uns belastenden Probleme zu schlagen und in den Griff zu bekommen, als 11 Männer einer anderen Nation auf einem Fußballplatz. Aber natürlich ist es schade, dass wir nicht ins Viertelfinale aufgestiegen sind und deshalb der Marktwert von ein paar österreichischen Fußballern nicht gesteigert werden konnte. Und natürlich ist es schade, dass Marco Arnautovic seine Bestmarke für Teameinsätze nicht mehr steigern kann. Allerdings: Wir sind erst unlängst Speerwurf-Europameister/in geworden. Ich war ebenso live dabei und habe mich irrsinnig mit und über Victoria Hudson gefreut, aber für mein heutiges Leben am 3. Juli 2024, meine Zufriedenheit und meine Gesundheit ist das eher bedeutungslos.

Außerdem: Ich bin mir fast sicher, dass sich die Franzosen in einigen Monaten wünschen würden, sie hätten im Achtelfinale lieber gegen Belgien verloren als in derselben Woche ihr Land an die Rechtspopulisten.

Wir haben nur ein Spiel verloren und es scheint mir als gäbe es Wichtigeres in den nächsten Monaten zu gewinnen. Dass wir uns ab heute wieder mehr darauf konzentrieren und den Fokus legen können, gibt Hoffnung, dass es uns nicht genauso geht wie den Franzosen.