Corona-Entscheidungen: Überall anders und überall gleich

Planungen für die Zukunft sind heutzutage ein wenig Kaffeesudleserei. Aber: Was steht da?

Wenn man sich die internationelen Nachrichtensendungen anschaut oder anhört, dann könnte man den Eindruck gewinnen, dass überall die größten Versager an der Regierung sind und überall die Auskenner in den Oppositionen sitzen. In den verschiedensten Staaten versuchen die Regierungen mit unterschiedlichsten Maßnahmen dem Corona-Virus beizukommen und überall gelingt das nicht. Und überall wissen die Oppositionellen und vor allem diejenigen, die glauben mit Demonstrationen dem Virus beizukommen, was eigentlich zu tun wäre. Nach dieser Logik wären aber die Wähler/-innen die allergrößten Deppen, weil sie überall auf der Welt offenbar genau die Falschen wählen.

Die Wahrheit ist aus meiner Sicht eine andere, aber eine, die über unser Vorstellungsvermögen hinausgeht. Wir glauben seit Generationen, dass die Menschheit die Krone der Schöpfung wäre. Wir sollten einmal darüber nachdenken, ob wir nicht eher die Dornenkrone sind. Aber das ist nicht mein heutiges Thema. Wir glauben auch, dass es für alles eine nachvollziehbare, leichte und logische Erklärung geben muss und sind deshalb oft Opfer von Verschwörungstheorien.

Ein winzig kleines Virus, das uns mit ständigen Mutationen ärgert und in die Defensive zwingt, soll da unser Gegner sein? Noch dazu einer, den wir weder sehen, noch greifen, noch hören, noch riechen können? Geht gar nicht! Das übersteigt ein wenig unser Vorstellungsvermögen. Andererseits übersteigt offenbar auch die Tatsache unsere Vorstellungen, dass wir (zumindest ein paar von uns) es geschafft haben, in kürzester Zeit ein Gegenmittel (sprich: Impfung) zu schaffen. Das kann unmöglich, so die Meinung einiger, mit rechten Dingen zugegangen sein.

Bei allem Verständnis für unterschiedliche Meinungen, aber was jemand dazu treibt mehr Angst vor einem mittlerweile milliardenfach erprobten Medikament zu haben, als vor einer mittlerweile allseits bekannten – und oft auch schwer verlaufenden – Krankheit, übersteigt wiederum mein Vorstellungsvermögen. Dass die Entdeckung eines Medikaments bei einigen statt Dankbarkeit Wut erzeugt, verstehe ich nicht nur nicht ganz, sondern überhaupt nicht. Aber ich muss ja nicht alles verstehen.

Wenn man über die unmittelbare Zukunft nachdenkt und an Planungen arbeitet, dann liest man überall auf der Welt ein wenig im Kaffeesud. Nachdem es so viele machen, mache ich es einfach auch.

Soeben erhalte ich die neuesten Ziffern für Wiener Neudorf. Zusätzliche 41 positive Fälle über Nacht hatten wir noch nie. Gleichzeitig 272 Erkrankte in unserer Gemeinde auch noch nicht.

Trotzdem erscheint es so, als würde der Corona-Spuk doch bald abflachen. Eine Durchimpfungsrate von ca. 80 % ist zwar kein Rekordwert, aber doch einer, der zur Hoffnung Anlass gibt. Es gibt auch in unserem Ort weniger schwere Fälle, weniger Mitbürger, die ins Spital kommen und auch bei der Corona-Sterbeziffer ist seit Wochen erfreulicherweise nichts dazu gekommen.

Es ist zwar ein wenig Kaffeesudleserei, wie oben erwähnt, aber ich denke, in knapp einem Monat können wir wieder Veranstaltungen zulassen. Die nächsten 4 Wochen werden wir wohl noch durchtauchen müssen, aber beginnend mit der nächsten ABO-Veranstaltung am 26. Februar wollen wir das Veranstaltungsjahr 2022 in Wiener Neudorf so richtig beginnen.

Von 18. März bis 3. April soll dann im Alten Rathaus das Caprice-Festival folgen. Ich gehe heuer auch vom Georgs-Umzug am 23. April aus, plane auch die 1.Mai-Feier und natürlich – mit 2jähriger Verspätung – die 50. Wiener Neudorfer Woche vom 18. bis zum 25. Juni, die auch im Zeichen des 100-Jahr-Jubiläums unseres Bundeslandes stehen wird.

Schauen wir mal, ob ich meinen Kaffeesud halbwegs richtig verstanden habe. Obwohl: Diejenigen, die mich kennen, wissen, dass ich eine andere Quelle haben muss, weil weder meine Frau noch ich Kaffee trinken und wir deshalb keinen Sud haben können. Aber das muss ich ja nicht unbedingt ausplaudern.

9 Gedanken zu „Corona-Entscheidungen: Überall anders und überall gleich

  1. Fredl

    Heute 312 aktuelle Fälle. a) Es sollte etwas getan werden bzgl. Kindergärten und Schulen b) Das Neujahrskonzert war eine Fehlentscheidung.

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    1. Gerald Neuwirth

      Ja da geb ich Fredl Recht.
      Es soll etwas getan werden und zwar impfen der Erwachsenen. Dann wird es in den Schulen und Kindergärten auch leichter.

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    2. Herbert Janschka Artikelautor

      Lieber Fredl, was in Kindergärten und Schulen bei Corona-Fällen getan werden muss, ist Bundes- bzw. Landessache. Gemeinde haben diesbezüglich ein Informations-, aber kein Entscheidungsrecht. Diesbezüglich entscheidet immer die Bezirkshauptmannschaft aufgrund der geltenden Bundes-Verordnungen und Vorgaben der zuständigen Ministerien.

      Das Neujahrskonzert fand vor genau 14 Tagen unter ganz besonders (durch die Gemeinde als Veranstalter) verschärften Maßnahmen statt – im übrigen wie alle Neujahrskonzerte der NÖ Tonkünstler. Aufgrund des Contract-Tracings wissen wir, dass kein einziger Fall mit irgendjemand zu hat, der das Neujahrskonzert besucht hat. Zumindest was Corona betrifft war das Neujahrskonzert damit mit nachweisbarer Sicherheit keine Fehlentscheidung. Würden alle Veranstaltungen, Zusammenkünfte und Ansammlungen so diszipliniert stattfinden wie unser Neujahrskonzert, dann hätten wir mit derartigen Events niemals Probleme.

      Im übrigen sind es heute bereits 336 Fälle.

      Wie Gerald Neuwirth aus meiner Sicht und Wahrnehmung richtig anführt, würde eine Erhöhung der Impfquote auch dem Kindergarten- und Schulbetrieb zugute kommen. Aber natürlich wirken Neuimpfungen erst mittelfristig. Ich kann da auch nur meine Wahrnehmung schreiben: Aus meiner Sicht tun die Pädagogen und Betreuer (weiblich und männlich) wirklich alles, um die Betriebe aufrecht zu halten. Dass Kinder das Virus in die Bildungs- und Betreuungseinrichtungen mitbringen und dort verbreiten, ist leider eine Tatsache.

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      1. Fredl

        Das Neujahrskonzert war trotzdem ein Risiko. Die Ungeimpften sind leider unbelehrbar. Leider aber bekommen viele die Omikron Variante auch mit 2 oder 3 Impfungen. Ich weiß das die Pädagogen und Betreuer ihr Bestes tun, finde aber man sollte eine Art Lockdown für Schulen und Kindergarten machen- Umsetzung ist schwer, das weiß ich. Die Zahlen steigen und steigen- noch vor einigen Wochen gabs in WR ca 30 Fälle. Wir sind alle schon so fertig mit den Nerven.

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  2. EinAndererNeudorfer

    Die kleinen ÖVP Dilettanten verbreiten schon wieder Panik.
    In Wiener Neudorf ist in den letzten 3 Jahren eine Person an oder mit Corona verstorben.

    Unser Mindestabstand zu ÖVP Mitgliedern beträgt mittlerweile 10 Meter.
    (X) Nie wieder ÖVP

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      1. EinAndererNeudorfer

        Mir sind keine 16 pathologische Gutachten bekannt die dies bestätigen.
        16 Menschen sind in den letzten 3 Jahren also angeblich an oder mit Corona verstorben?

        Der übliche ÖVP Schwachsinn eben. Weg mit dieser Partei und zwar so schnell wie möglich. Die größte Bedrohung für Österreich der letzten Jahrzehnte.
        Sämtliche ÖVP Politiker gehören meiner Meinung nach mittlerweile hinter Gitter!

        (X) Nie wieder ÖVP

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  3. Stefan Kohoutek

    Ich denke mir, mit den Lockerungen sollte man warten, bis die Infektionszahlen wieder deutlich absinken. Omikron mag zwar für Geimpfte relativ harmlos sein, aber wenn jetzt – auf noch hohem Niveau – 2G im Handel und der Gastro fällt und die Maskenpflicht in den Schulen aufgehoben wird, könnten die Auswirkungen volle Sch… sein. Wenn die Zahlen da noch hoch sind, haben wir die nächste „Wand“!! Dann sind wiederum ganze Schulen zu und Firmen haben teilweise leere Abteilungen! Natürlich sollen die Erleichterungen kommen, aber ich denke, dass der März, in dem es hoffentlich wärmer ist, ein besserer Zeitpunkt dafür ist. Jedenfalls muss ein klar niedrigeres Infektionsniveau sichtbar sein!!

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