Warum wird jetzt so viel gebaut?

In Wiener Neudorf ist regelrecht ein Bauboom ausgebrochen. Da und dort Baustellen. Was ist da los? Diese Frage erhalte ich in den letzten Wochen oft.

Die Antwort ist recht einfach. Wir hatten in Wiener Neudorf eine jahrelange Bausperre, vor allem für größere Bauvorhaben. Die Begründung lag vor allem im hohen Verkehrsaufkommen und in der notwendigen Erstellung eines Generalverkehrsplans. Dieser hat eindeutig bewiesen, dass die wichtigsten Kreuzungen überlastet sind und neuer Verkehr fast nicht mehr möglich ist. Dazu war es notwendig, das noch vorhandene Bauland genau zu untersuchen und die bestehenden Bebauungsmöglichkeiten deutlich zurückzunehmen und den Bauwerbern zusätzlich Mobilitätskonzepte abzuverlangen, die beweisen und garantieren, dass der Autoverkehr eingedämmt und der öffentliche Verkehr gefördert wird. Dazu gehört, dass die neuen Mieter bzw. Eigentümer der Wohnungen für mehrere Jahre die Jahreskarten für Öffis bezahlt bekommen u.s.w.

Diese Verhandlungen waren nicht leicht, weil die Bauwerber verständlicherweise nicht eingesehen haben, dass das von ihnen teuer erworbene Bauland nicht mehr so verbaut werden kann, wie ursprünglich vorgesehen. Als wir uns letztlich vor etwas mehr als einem Jahr mit allen geeinigt hatten und die Gemeinderatsbeschlüsse fassen konnten, begannen alle nahezu gleichzeitig mit der Neuplanung und nachfolgend mit den Bautätigkeiten.

Natürlich ist mir bewusst, dass die Wohnungs- und Mietpreise höher angesetzt werden müssen, wenn nicht so viele Wohnungen gebaut werden dürfen, wie ursprünglich geplant. Aber wir können in Wiener Neudorf einfach keine ungezügelte Verbauung mehr zulassen. Und Wiener Neudorf ist mittlerweile aufgrund seiner Lage und Entwicklung zu einer hochpreisigen Gemeinde geworden.

4 Gedanken zu „Warum wird jetzt so viel gebaut?

  1. Bellak

    Eigentlich sehr ungefähr. Warum bekommen Leute, die neu zuziehen eine gratis Jahreskarte? Und gleich für mehrere Jahre?
    Bei dem teilweise desolaten Zustand der zu Stosszeiten bereits jetzt hoffnungslos überfüllten Garnituren der Lokalbahn und der nicht wind- oder wettergeschützten Station, wird man jedoch kaum jemanden zum Umstieg bewegen können. Bin 13 Jahre öffentlich gependelt. Es hat sich nie was geändert.

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    1. Herbert Janschka

      Sie bekommen Unterstützungen für den öffentlichen Verkehr zum jeweiligen Arbeitsplatz. Wenn es um die BadnerBahn geht: Die Garnituren werden in den nächsten Jahren ausgetauscht, Kapazitäten sind noch vorhanden, können im Zweifelsfall auch erweitert werden. Auch die Zeiten werden überarbeitet und ausgeweitet.

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  2. Walter

    was wird eigentlich am Anfang der Schillerstraße gebaut?
    ein Arbeiter dort erklärte mir 2 Kellergeschosse und darüber ein 6 stöckiges Wohnhaus
    stimmt das?

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