Archiv für den Monat: September 2014

Sehr durchsichtige SPÖ-Polemik

NOEN_36_2014

Quelle: NÖN 36/2014

Die Mödlinger SPÖ regt sich bei der NÖN auf, weil es während des Tunnelfestes eine Umleitung des Verkehrs über den Schulweg gab. Wir haben unser Tunnelfest exakt zu dieser Tageszeit geplant, Sonntag mittag, in der nahezu kein Verkehr über die B17 anfällt und damit auch nahezu kein Verkehr umgeleitet werden muss. Da es einen Autoverkehr von Mödling kommend über die B17 (Badner-Bahn-Kreuzung) nach Süden gibt, ist es wohl einsichtig, dass dieser Verkehr über die direkte Route (Schulweg – Schillerstraße) zur B17 (Bereich außerhalb unseres Festes) geführt wurde. Die Alternative wäre gewesen, dass wir den Verkehr von Mödling kommend wie gehabt zur Badner-Bahn-Kreuzung geführt, dann aber – weil die B17 in diesem Teil nicht befahrbar war – in der Gegend herumgeschickt hätten. Hätten wir das gemacht, hätte sich die Mödlinger SPÖ mit Recht aufregen können.

Eigentlich schon traurig. SPÖ-Bgm. Wöhrleitner hat mit allen Mitteln versucht, unser Tunnelfest zu verhindern (für ein Interview mit N1TV war er aber dann doch ein paar Minuten vor Ort). Weil ihm die Verhinderung nicht gelang, müssen ihm nun die Mödlinger Genossen zu Hilfe eilen und ihn medial unterstützen.

Was sollen denn eigentlich wir Wiener Neudorfer machen? Ein Großteil der Mödlinger fährt nahezu täglich durch unseren Ort auf die B17, auf die B11, auf die A2 … Wir könnten uns jetzt auch mit gesenktem Daumen für ein Gruppenfoto zusammenstellen. Und das täglich! Wir tun es deshalb nicht, weil wir damit das Verkehrsproblem der Region nicht ansatzweise lösen. Mit dem B17-Tunnel im übrigen schon. Wenn das kommt, was die SPÖ Wiener Neudorf möchte, nämlich die B17 so unattraktiv zu machen, dass sich ein Teil des heutigen B17-Verkehrs sowieso andere Wege sucht – nämlich über Ortsgebiete – dann wird der Schulweg und andere Straßen aber ordentlich belastet. Schon komisch, dass die SPÖ Mödling gegen dieses Projekt der SPÖ Wiener Neudorf nichts zu meckern hat.

Pfarrer Florian: Sein letzter Arbeitstag in Wiener Neudorf

IMG_3213

Einen derartigen Besuch der Heiligen Messe wie am letzten Sonntag hätte unser Pfarrer wohl gerne öfter gehabt. Bis zum letzten Stehplatz war unsere Kirche Maria Schnee gefüllt, um Mag. Florian Sobocan bei seinem letzten offiziellen Gottesdienst in Wiener Neudorf dabei zu sein. Und mehr als 20 Ministranten war eine schöne Begleitung bei seinem letzten Arbeitstag bei uns.

Ich erinnere mich noch gerne an die Anfangszeit von Pfarrer Florian in Wiener Neudorf zurück, als er mit seiner Gitarre in die Kirche einzog und irgendwann während der Messe einfach zu diesem Musikinstrument griff und die musikalische Begleitung selbst übernahm. Diese unkonventionelle Art hat mich sehr berührt und vereinnahmt. Während meiner Bürgermeisterzeit war ich in ständigem Kontakt mit unserem Pfarrer und es hat sich in diesen Jahren eine gewisse Freundschaft zwischen uns beiden entwickelt, für die ich sehr dankbar bin.

Sehr sehr oft haben wir uns anlässlich von Begräbnisfeierlichkeiten am Friedhof getroffen. Was mir diesbezüglich Mag. Sobocan beigebracht hat ist, dass der Mittelpunkt des Zusammenlebens nicht der Abschied sein sollte, sondern die Zeit davor. Es geht nicht vorrangig um die Trauer über die Sekunde des Abschieds, sondern um die Dankbarkeit und die Freude, einen Menschen gut und besser kennengelernt haben zu dürfen. Natürlich tut jeder Abschied weh und ist jeder Abschied schmerzvoll und ist umso tiefer und unfassbarer, je näher uns ein Mensch stand, den wir verloren haben. Und natürlich gibt es einen haushohen Unterschied zwischen dem Tod eines bekannten, befreundeten oder geliebten Menschen und dem einfachen Abschiednehmen. So bleibt bei mir weniger die Traurigkeit darüber, dass Pfarrer Florian nun nach Hochwolkersdorf übersiedelt als mehr die Freude und Dankbarkeit darüber, dass er fünfzehn Jahre lang unser Pfarrer und Schäfer gewesen war und ich eines seiner Schafe (hoffentlich ein weißes). Bei mir bleibt die Erinnerung an einen Pfarrer, bei dem ich das Gefühl habe, dass er Wiener Neudorf sehr sehr gut getan hat und an den wir uns noch lange mit guten Gedanken zurückerinnern werden.

Und besonders sein liebevoller amikaler Umgang mit den Ministranten, den Kindern und Jugendlichen in unserer Pfarre, denen er für mich jederzeit das Gefühl gab, sie voll und ganz ernst zu nehmen, wird mit zum Erbe gehören, die uns Pfarrer Florian geschenkt hat.

images

Lieber Flo, danke für Deine Zeit, danke für Deine Freundschaft, danke für die wichtigen Gespräche! Wir sehen uns  – in Hochwolkersdorf.