Archiv für den Monat: August 2014

Ein Spaziergang durchs „Waldl“

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Eigentlich vermutet man kaum, dass es in Wiener Neudorf eine kleine Aulandschaft gibt. Abseits  des Straßenlärms, der vielen Betriebe und des stadtähnlichen Tagesablaufes hat sich eine gewisse Ruhe und Zeitlosigkeit entlang des Mödlingbaches zwischen dem Migazzihaus und der Autobahn erhalten. Vieler meiner „auswärtigen“ Freunde habe ich schon dort hingeführt und alle waren überrascht und hätten eine derartige Wildnis nie und nimmer vermutet. Wann immer ich die Zeit dafür finde, spaziere ich gerne über die Autobahnbrücke am Ende des Eumigwegs über die Felder nach Biedermannsdorf und dann über die Hubertuskapelle entlang des „Waldls“ zum Migazzihaus. Schon meine leider verstorbenen Hunde Tim und Simba haben das Waldl geliebt.

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Wir müssen sehr  auf dieses Kleinod aufpassen und alle Modernisierungs- und Gestaltungsversuche in diesem Bereich fernhalten. Immer wieder spreche ich auch mit Wiener Neudorfern, die diesen Bereich unseres Ortes gar nicht kennen.

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Viele sind dann auch dankbar, dass ich sie auf diesen schönsten Teil von Wiener Neudorf hingewiesen habe. Vielleicht treffen wir uns ja bald im Waldl.

Tunnelfest (Demo) – Die Vorbereitungen laufen

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Viele werden sich noch erinnern können. Exakt vor 12 Jahren habe ich, damals noch in meiner Funktion als Bürgermeister, an einem Sonntag Vormittag die B17 komplett sperren lassen und ein kleines Fest veranstaltet. Es war dies der Beginn der Masterplan-Verhandlungen zur Verkehrsberuhigung in Wiener Neudorf. Die 17-Unterführung war eines der Themen, das wir (Gemeinde, Land, diverse Fachleute, Vertreter von Betrieben und Großgrundbesitzern) letztlich über 2 Jahre verhandelt haben. Knapp vor der Gemeinderatswahl 2005 hatten wir die allermeisten Punkte fertig diskutiert. Unter anderem stand fest, dass es zur Untertunnelung der B17 keine andere wirksame Alternative gibt.

Nach der Wahl im März 2005 unterstützte der ÖVP-Ableger Stimme für Wiener Neudorf (Dr. Mattulik) den SPÖ-Kandidaten Wöhrleitner, der damit neuer Bürgermeister wurde und die Ergebnisse des Masterplanverfahrens für Null und Nichtig erklärte. Schade für Wiener Neudorf.

In den letzten 10 Jahren hat sich die Verkehrssituation in Wiener Neudorf weiter verschlechtert. Ich bleibe dabei, dass an der B17-Unterführung kein Weg (und auch keine Straße) vorbeiführt. Mein Team der Fraktion „Herbert Janschka/ÖVP/Unabhängige“ und ich haben in den letzten Monaten wieder intensive Gespräche aufgenommen und werden, ein positives Ergebnis bei der nächsten Gemeinderatswahl im März 2015 vorausgesetzt, dieses Thema wieder angehen.

Als ersten Schritt werden wir am Sonntag, den 31. August in der Zeit von 11.30 Uhr bis 13.30 Uhr die B17 im Abschnitt (BadnerBahn-Kreuzung bis Höhe Fa. Auner) vom Autoverkehr befreien. In dieser Zeit wollen wir eine Demo in Form eines gemeinsamen Picknicks durchführen.

Ich hoffe, dass viele Wiener Neudorfer die Möglichkeit nutzen, um sich ein paar Stunden gefahrlos auf der B17 aufzuhalten. Wenn uns die Unterführung gelingt und wir damit über 60 % des Verkehrs unter die Erde bringen, dann kann die B17 wieder zu einer Art Ortsstraße werden und es können die durch die B17 getrennten Ortsteile wieder ein wenig „zusammenwachsen“.

Nähere Details zu unserem Fest folgen.

Zur Erinnerung ein paar Fotos vom „B17-Fest 2002“

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