Corona-Virus: Bitte bleiben Sie vorsichtig!

Das Corona-Virus: Nach wie vor immer und überall!

Es ist natürlich verständlich: Es ist Sommer. Wir wollen diese schönen Wochen endlich wieder in vollen Zügen genießen und endlich wieder unbeschwert unter Leuten sein. Darüber hinaus wird die Corona-Krise auch medial durch andere ersetzt und – aus vielen persönlichen Empfindungen – übertroffen: Ukraine-Krieg, Klimawandel, Energiekrise, Inflation, Naturkatastrophen.

Dessen ungeachtet steigen die Corona-Fälle seit einiger Zeit wieder gefährlich an – auch in Wiener Neudorf. Der Abwärtstrend ist gebrochen. Aktuell halten wir wieder bei 125 positiven Fällen – Tendenz steigend. Die Stationen in den Krankenhäusern füllen sich wieder mit Corona-Patienten. Manche Spitäler klagen bereits wieder wegen Überlastungen. Glücklicherweise gehen, im Gegensatz zu früher, nur mehr ganz wenige Fälle tödlich aus. Das hat einerseits mit der gut funktionierenden Impfung und andererseits mit der mittlerweile vorhandenen Durchseuchungsrate zu tun. Insgesamt scheinen wir in unserer Gesamtheit besser geschützt, aber das ändert nichts an der Empfindsamkeit und Verletzbarkeit von vielen einzelnen.

Ich ersuche Sie vorsichtig zu bleiben und das Virus nicht aus den Augen zu verlieren. Reden Sie mit Ihrem Arzt über den geeigneten Zeitpunkt einer Auffrischungsimpfung und seien Sie sich bewusst, dass bei der Begegnung vieler Menschen mit Sicherheit eines mit dabei ist: Das Corona-Virus. Wie sehr es sich in Ihr Leben und in Ihre Gesundheit einmischen kann, hängt zu einem hohen Prozentsatz auch von Ihnen und von Ihrem Verhalten ab.

Eumigweg wird fertiggestellt: Straßensperre

Sehr kurzfristig wird eine große Fräsmaschine frei und wir können die Straßenbauarbeiten am Eumigweg zwischen der Schloßmühlgasse und Eumigweg 30 früher fertigstellen als geplant. Wir nützen damit auch ein vorausgesagtes regenfreies Zeitfenster.

Dazu ist es allerdings notwendig, den Straßenbereich komplett zu sperren. Und zwar bereits morgen Donnerstag, den 21. Juli ganztags, um den alten Straßenbelag abzufräsen. Danach wird es zwischen Montag, den 25. Juli und Mittwoch, den 3. August aufgrund von Asphaltierungsarbeiten zu tageweisen Sperren kommen.

Die neue Grüngestaltung entlang der Straße und die Neugestaltung der Müllinsel erfolgt im Anschluss.

Ich ersuche die unmittelbar betroffenen Anrainer, aber auch jene der Friedens- und Mitterfeldsiedlung, die diesen Bereich für die Zu- und Abfahrten benützen, um Verständnis. Abgesehen von der notwendigen Erneuerung der jahrzehntealten Kanal- und Wasserleitung, wird ein in die Jahre gekommener Straßen- und Wegebereich ein richtiges Schmuckstück werden.

Für den Zeitraum der Sperre wird es für die Ein- und Ausfahrt aus der Friedens- und Mitterfeldsiedlung zu einer Umleitung über die Hauptstraße und den Europaplatz über die Schloßmühlgasse kommen.

Gasgebrechen führte zu Stau auf der B17

Exakt um 11:03 Uhr wurde gestern Montag die Feuerwehr alarmiert: Gasaustritt- bzw. Gasgebrechen Wiener Neudorf Bahnstraße 1 (Herzfelderhof).

Bei Bauarbeiten wurde ein nicht ausreichend gekennzeichnetes Gasrohr beschädigt, was zu einem Gasaustritt führte. Es war bald klar, dass Teile der B17 gesperrt werden mussten, einerseits um den nötigen Sicherheitsabstand zu gewährleisten und andererseits, um die Sanierungsarbeiten rasch in die Wege leiten zu können.

Vize-Bgm. DI Norman Pigisch

Da ich mir einen Urlaubstag genommen habe, war ich nicht erreichbar. Aber für solche Tage und solche Fälle hat ein Bürgermeister einen Vize. Vize-Bgm. DI Norman Pigisch war in wenigen Minuten zur Stelle und hat gemeinsam mit der Polizei und der Feuerwehr die Situation versucht zu klären. In der Zwischenzeit hat sich rund um die betreffende Stelle ein Stau entwickelt, der in alle Fahrrichtungen zurückreichte. Einige Autofahrer waren darüber hinaus uneinsichtig und fuhren, ohne Rücksicht auf die Gefährdungen anderer, selbst Gegenfahrbahnen entlang. DI Pigisch ist in seinem Brotberuf Verkehrsplaner und konnte so sehr rasch eine entsprechende Umleitungsvariante ausarbeiten.

Man weiß um die Gefährlichkeit von Gasaustritten und die unmittelbaren Folgen. Glücklicherweise ist nichts weiter passiert. Auch die Wiener Netze waren mit ihrem Bautrupp in kürzester Zeit vor Ort. In einer letztlich gut koordinierten Zusammenarbeit konnte der Schaden rasch behoben und der Verkehr ab 15:30 Uhr wieder in der normalen Führung freigegeben werden.

Kann sein, dass es ein wenig stinken wird!

Der Klärschlamm der Kläranlage Mödling muss abtransportiert werden.

Seitens der Kläranlage Mödling (die in Wiener Neudorf östlich der A2 steht – erreichbar über den Eumigweg und die Autobahnbrücke), wurden wir verständigt, dass es ab heute Dienstag – voraussichtlich bis Mitte nächster Woche – zu Klärschlammabtransporten kommt.

Aufgrund der Baustelle entlang der A2 ist es nicht möglich, wie in den vergangenen Jahren direkt über die Autobahn abzufahren. Aus diesem Grund müssen diese LKW-Abtransporte heuer leider durch das Ortsgebiet erfolgen. Dadurch kann es zu Geruchsbelästigungen kommen. Der Schlamm ist allerdings ordentlich getrocknet und das derzeitige und für die nächsten Tage angekündigte Wetter ist für diese Arbeit einigermaßen ideal, sodass diese Geruchsbelästigungen eher geringfügig ausfallen werden.

Wie arg wird es wirklich?

Morgen beginnen die Wartungsarbeiten – und dann?

Wenn wir die Welt drei Jahre zurückdrehen, in die Vor-Corona-Zeit, in die Vor-Inflations-Zeit, in die Vor-Energiekrisen-Zeit, in die Vor-Ukrainekriegs-Zeit, da war unser aller Leben weitestgehend in Ordnung. Nur wussten es nicht alle. Viele vermeinten, uns ginge es schlecht und es müsste uns besser gehen. Heute würden wir vieles darum geben, wenn sich die Gegebenheiten des Jahres 2019 einfach nur weitergezogen hätten. Aber das wussten wir vor drei Jahren ja noch nicht. Hätten wir gewusst, was kommt, dann wären wir damals insgesamt zufriedener gewesen und hätten weniger geraunzt.

Ich weiß nicht, wie es uns in drei Jahren ergehen wird. Vielleicht hätten wir im Jahr 2025 gerne die heutigen Probleme, weil sich diese dann möglicherweise enorm vergrößert haben werden. Möglicherweise wünschen wir uns dann die eher noch verträglichen Entbehrungen der Jahre 2020 und 2021 zurück. Aber vielleicht wird auch das Gegenteil passiert sein. Vielleicht ist 2025 längst wieder Friede in der Ukraine. Vielleicht fließt wieder Gas zu halbwegs vernünftigen Preisen durch Nord-Stream-1? Vielleicht hat sich die Inflation bis dahin wieder beruhigt? Vielleicht haben wir das verdammte Virus dann endlich endgültig ausgerottet?

Aber wichtiger und naheliegender für uns ist die Frage, wie es in den nächsten Monaten werden wird. Naheliegend ist, dass Herr Putin die ab morgen beginnenden Wartungsarbeiten der Gas-Pipeline dazu nutzen wird, uns den Gashahn für längere Zeit abzudrehen – natürlich mit höchstwahrscheinlich erfundenen Begründungen. Er kann unmöglich ein Interesse daran haben, dass wir unsere Gasspeicher vor dem Winter befüllen und damit von seiner Gas-Politik unabhängiger werden. Zumal es strategisch gelungen ist, den Gasinhalt durch den russischen Gazprom-Konzern zu vermarkten, auch wenn Gasspeicher der Republik Österreich gehören. Und das Gas aus österreichischen Speichern wird derzeit an den geliefert bzw. vermarktet, der am meisten zahlt, wie derzeit im Zweifelsfall ins Ausland.

Wir hören die beschwichtigenden Worte, dass für die kommende Heizperiode die Gaslieferungen an Privathaushalte in jedem Fall nicht gefährdet sein sollen. Gut, das eine oder andere Grad möge zurückgedreht, Möbel sollen von vor den Radiatoren weggestellt und die Radiatoren selbst gut entlüftet werden. Was mit den privaten enorm steigen werdenden Gasrechnungen passiert, die sich finanzschwache Haushalte dann nicht leisten werden können, wird noch diskutiert. Schau ma mal, dann sehen wir schon!

Wir hören auch, dass im Zweifelsfall Gaslieferungen an Unternehmen gestoppt werden – natürlich nur an nicht systemrelevante. Welche das sind, ist unbekannt. Falls es so weit kommt, dann werden auch etliche Firmen aus Wiener Neudorf betroffen sein. Dass das wieder zur Kurzarbeit und im Extremfall zu Kündigungen und – hoffentlich nicht- Insolvenzen führen kann, liegt auf der Hand. Die Auswirkungen auf das Gemeindebudget sind nicht einzuordnen.

Jede/r, der mich kennt weiß, dass ich ein sehr optimistischer Mensch bin, aber ich befürchte, die Situation nach dem Sommer wird arg, möglicherweise sehr arg. Bund, Länder und Gemeinden sollten eine abgestimmte Vorgehensweise überlegen und entwickeln. Wir sollten uns gemeinsam auf Szenarien vorbereiten, auch wenn sie dann (hoffentlich) gar nicht eintreten. Ich weiß nicht, ob es Überlegungen dazu gibt. Die Gemeinden werden diesbezüglich außen vor und allein gelassen, auch wenn es letztlich die Gemeindeverwaltungen sind, die dann vieles zu bewältigen und umzusetzen haben. So werden wir uns in Absprache und Austausch mit anderen Gemeinden bestmöglich darauf vorbereiten, soweit wir uns darauf vorbereiten können. Und wir werden weiter darauf warten, dass uns der Bund ins Boot holt und an seinen Überlegungen teilhaben lässt.

Aber nachdem sämtliche ernst zu nehmenden Experten uns auf eine neue Corona-Welle im Herbst vorbereiten, wollen wir alle einen halbwegs sorgenfreien Sommer durchleben. Da passen derzeit diese negativen Störthemen wie Gasengpass, Inflation, Klimakrise, Ukraine-Krieg oder Virusmutation überhaupt nicht ins Konzept. Während in anderen Ländern längst am Problem gearbeitet wird, diskutieren wir in altbewährter österreichischer Mentalität in aller Ruhe, wer an der Ursache Schuld hat und welche Partei in den letzten Jahrzehnten die russlandfreundlichere Politik gemacht hat, die uns in diese prekäre Situation gebracht hat. Als ob uns das jetzt einen Zentimeter weiterbringen würde.

Wir steuern – ich hoffe, ich irre mich – wahrscheinlich auf ganz schwierige Zeiten zu. Statt diesem kindlichen und kleinlichen politischen Hick-Hack auf Bundesebene, sollten sich die positiven Kräfte endlich „auf ein Packl hauen“ und gemeinsam darangehen, uns bestmöglich durch die nächsten Monate zu navigieren.

Die wichtigsten Beschlüsse der Gemeinderatssitzung vom 4. Juli 2022

Welche Gemeinderäte anwesend waren, wer wie abgestimmt hat und wie die Diskussionen verlaufen sind, sehen Sie unter folgender Adresse von Neudorf-TV: https://youtu.be/WeUWQVqvMAo

Mehrheitlich – mit den Stimmen von Gemeinderäten der Liste ÖVP und des UFO – wurde der Nachtragsvoranschlag beschlossen. Aufgrund der durch den Ukraine-Krieg deutlich gestiegenen Baukosten mussten ein paar Projekte (Erweiterung Friedhof, Neugestaltung Kreisverkehr Reisenbauer-Ring, Bahnhofsgebäude ..) auf das nächste Jahr verschoben werden. Sämtliche bereits begonnenen Projekte können – trotz Preissteigerungen – planmäßig heuer zu Ende gebracht werden. Auch etliche andere Budgetposten mussten korrigiert und angepasst werden.

Einstimmig wurden Subventionen an 20 Vereine bzw. Organisationen im Gesamtbetrag von ca. € 82.000,- beschlossen.

Mehrheitlich – gegen die Zustimmung der SPÖ – wurde für die Fertigstellung der Außenanlage rund um den Herzfelderhof und für den Kirchenvorplatz ein Gesamtbetrag in Höhe von ca. € 165.000,- (für Baumaßnahmen, 2 Sitzbrunnen, Trinkbrunnen, Sitzgelegenheiten, Handläufe, Fahnenmasten, Leuchten, Poller, Fahrradbügeln etc.) freigegeben.

Einstimmig wurde beschlossen, den bestehenden Radweg entlang der B17 vom Kahrteich bis zur südlichen Ortsgrenze (IZ NÖ-Süd Straße 2c) weiter zu bauen. Die Aufträge im Bestbieterverfahren erhielten die Fa. Streit Bau GmbH. (Straßenbauarbeiten € 166.235,-) und die Fa. Intelli Group GmbH. (öffentliche Beleuchtung € 69.837,-). Danach anschließend baut die Gemeinde Guntramsdorf den Radweg Richtung Süden weiter.

Einstimmig wurde die Neugestaltung der Grillparzergasse und der Schloßmühlgasse (zwischen Grillparzergasse und Nestroyweg) inkl. Kanal- und Wasserleitungssanierung beschossen. Im Rahmen eines Bestbieterverfahrens erhielten folgende Unternehmungen die Auftrage: zieritz&partner ZT GmbH. (komplette Bauaufsicht € 69.849,-) und DI Winkler & Co GmbH (Straßenbau, Kanal, Wasserleitung € 1,700.480,-).

Einstimmig wurden neue bzw. ergänzende Benützungsvereinbarungen mit dem Eisstockclub, dem EUMIG-Museumsverein, dem Kegelverein, der Fahrschule, dem Tischtennisverein und der Padel4Fun GmbH. abgeschlossen, in denen u.a. Laufzeiten, Pachtzahlungen und Benützungszeiten geregelt sind.

Einstimmig wurde die Veröffentlichung des Energieberichtes für das Jahr 2021 für sämtliche Einrichtungen der Gemeinde beschlossen. Der Energiebericht wird einerseits dem Protokoll zur allgemeinen Einsicht beigelegt und andererseits auf der HomePage der Gemeinde veröffentlicht.

Einstimmig wurde die Entwicklung einer Wiener Neudorf App beschlossen, die als Ergänzung zur Neudorf-Card für Dienstleistungen der Abfallwirtschaft, des Gemeindeteiches, der Taxibenützung, der Ticketbuchung für Veranstaltungen sowie für Benachrichtigungen und Informationen geplant ist. Beauftragt wurden die Firmen hello again GmbH (Initialisierung € 12.500,-) und Asut GmbH. (technische Ausrollung € 19.710,-). Die monatlichen Service- und Betreuungskosten durch die Fa. hello again GmbH betragen € 1.100,-.

Einstimmig wurde beschlossen, insgesamt 1.200 Portionen Grippeimpfstoff für Wiener Neudorfer/-innen ab dem 60. Lebensjahr, für Gemeindebedienstete, Mitglieder der Feuerwehr, 6-14jährige Schüler/-innen und für sonstige Wiener Neudorfer/-innen, deren Haushaltseinkommen nicht höher ist, als das eines Mindestpensionisten, zu beschaffen. Dafür stehen € 30.000,- zur Verfügung.

Einstimmig wurde beschlossen, das Angebot des Landes NÖ. anzunehmen, folgende Projekte mit nicht-rückzahlbaren Landesförderungen zu unterstützen: € 90.000,- für Geh- und Radweg Bahnstraße, € 44.935,- für die Erneuerung der Wasserleitung Lindenweg, € 5.600,- für das Projekt bewegter Schulweg, € 6.700,- für das Projekt Mobilitätsmappe Wiener Neudorf und € 11.900,- für das Fußgängerleitsystem Wiener Neudorf.

Im vertraulichen nicht-öffentlichen Teil wurden Personal- und Wohnungsangelegenheiten sowie Auszahlungen aus dem Sozialfonds beschlossen.