Wir wollen in Wiener Neudorf ein besseres Miteinander aufbauen, eine Art „Nachbarschaftshilfe“.
Dazu suchen wir Menschen, die sich in ihrer Freizeit sozial und ehrenamtlich engagieren wollen. Hierbei geht es um Besorgungen und Erledigungen für ältere Menschen, Spaziergänge mit gehbehinderten Personen, um Vorlesen und Spielen mit Besuchern der Tagesbetreuung, Kümmern um betagte ältere Mitmenschen und vieles mehr.
Es ist egal, ob Sie sporadisch und unregelmäßig Zeit haben oder lieber regelmäßig zu bestimmten Stunden an bestimmten Tagen. Wenn Sie mithilfen möchten und interessiert sind, dann würde es mich freuen, wenn Sie am kommenden Mittwoch, den 12. April um 18.30 Uhr in den Sitzungssaal des Gemeindeamtes (Europaplatz 2) kommen. Dort wollen wir einander Kennenlernen und besprechen, wie wir gemeinsam diese Aktion entwickeln wollen und werden.
Gläubige, aber auch atheistische Menschen feiern zu Ostern das Fest der Auferstehung Jesu. Bei uns fällt zu Ostern das Fest nach dem sogenannten „gebundenen Lunarkalender“ immer auf den Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond – also frühestens auf den 22. März und spätestens auf den 25. April. Heuer liegen wir also ziemlich exakt in der Mitte dieser Zeitspanne.
In den verschiedenen Ländern wird Ostern unterschiedlich begangen. So ist es vor allem in unseren deutschsprachigen Ländern und in den Niederlanden üblich, dass bunt bemalte Hühnereier und Süßigkeiten vom Osterhasen versteckt werden. Die erste schriftliche Erwähnung des Osterhasen resultiert aus dem 17. Jahrhundert, exakt aus dem Jahr 1682. In einer Dissertation eines angehenden Arztes wird ein westfälischer Brauch geschildert, wonach ein Oster-Hase Eier legen und diese in Gärten verstecken würde. Die Kinder würden diese dann zum Gaudium der Erwachsenen eifrig suchen. In dieser Dissertation des Johannes Richler wird diese Fabel als Beispiel erwähnt, wie man Kindern und Einfältigen eine eigentlich völlig unglaubliche Geschichte leicht aufbinden und als Wahrheit vermitteln kann.
Als dann im 19. Jahrhundert die industrielle Verwendung von billigem Rübenzucker erkannt wurde – das plötzlich auch die Produktion von erschwinglicheren Schokoladenhasen und -eiern möglichte -, begann sich die Geschichte vom Osterhasen rasch zu verbreiten.
Wir wollen in Wiener Neudorf die Tradition des Eier-Versteckens aufrecht erhalten und haben den Osterhasen gebeten, am kommenden Montag Nachmittag im Klostergarten tätig zu werden. Ab 14.00 Uhr beginnt dort das fröhliche Eiersuchen mit einem kleinen Spielefest. Und wenn wir Glück haben, dann werden die Kinder den Osterhasen sogar zu Gesicht bekommen.
(Anstelle des „Marienhofes“ (Bahnstraße 6) kommt der neue BILLA-Markt.)
Bereits vor Jahren hat der Rewe-Konzern das Grundstück des „Marienhofes“ gekauft, um zu einem späteren Zeitpunkt dieses Areal für einen Neubau des BILLA-Marktes Reisenbauer-Ring zu nützen. Und dieser Zeitpunkt ist jetzt gekommen. Natürlich ist es schade, dass ein zwar älteres, aber optisch sehr ansprechendes Gebäude weichen muss, aber es ist Liegenschaftseigentümern bei uns grundsätzlich erlaubt, ihren Besitz zu veräußern. Und, weil ich das bereits gefragt wurde: Nein, ich weiß nicht, warum die Vorbesitzer ihre Liegenschaft verkauft haben – und das geht mich eigentlich auch überhaupt nichts an. Und: Auch „nein“: Die Gemeinde hat von dem Verkauf der Liegenschaft im Vorfeld nichts gewusst, so wie wir nie von Verkäufen von Wohnungen und Häusern im Vorfeld informiert werden (müssen).
Die Arbeiten am Abbruch des Marienhofes haben in diesen Tagen begonnen. Der Plan ist, auf dem neu angekauften Grundstück, ergänzt um einen Teil des bisherigen Parkplatzes, ein neues Einkaufslokal zu errichten. Es sind ein Gründach und eine Photovoltaikanlage vorgesehen. Während der Bauphase bleibt der jetzige BILLA-Markt (im obigen Bild links) durchgehend geöffnet und wird nach Fertigstellung des neuen Gebäudes abgerissen. Auf dieser Fläche werden dann die durch den Neubau wegfallenden Parkplätze ersetzt. Und selbstverständlich müssen auf dem neuen Parkplatz ausreichend Bäume gepflanzt werden. Die Anzahl der bisherigen Parkplätze wird allerdings nicht erhöht. Die Geschäftslokale des Kaffeehauses, des China-Restaurants und des Jagd- und Sportgeschäftes bleiben erhalten. Es wird auch eine direkte neue Geh- und Radwegverbindung zwischen der Bahnstraße und dem Reisenbauer-Ring geben.
(Der derzeitige BILLA-Markt am Reisenbauer-Ring (gelb) wird später abgerissen. Die anderen Lokale (Kaffeehaus, China-Restaurant, Jagd- und Sportgeschäft (braun) bleiben erhalten.)
Die derzeit offenbar verbreiteten Gerüchte, dass das neue Gebäude zwei- oder mehrstöckig werden und eine Tiefgarage notwendig sein soll, sind – wie so viele Gerüchte und Verschwörungstheorien – blanker Unsinn.
Ein exakter Bauphasen-Zeitplan mit einem vorgesehenen Eröffnungstermin des neuen BILLA-Marktes liegt der Gemeinde (noch) nicht vor.
Als wir vor einigen Jahren begonnen haben, am Ostermontag im Klosterpark in Wiener Neudorf das „Osternestsuchen“ – kombiniert mit Kinderattraktionen – einzuführen, haben wir nicht geahnt, dass sich diese Aktion zu einem derartigen Publikumsmagnet entwickelt.
Zwischen 14 und 16 Uhr können die Kinder die vom Osterhasen versteckten Eier nach bestimmten Kriterien suchen. Wird das „richtige“ Ei gefunden, dann gibt es dafür ein Geschenk.
Daneben bauen wir eine Hüpfburg auf und bieten Spiele und Kinderschminken an. Und sollte jemand Hunger oder Durst haben, dann werden wir auch diesbezüglich Abhilfe schaffen.
Mit dem Wetter sollten wir Glück haben, denn der kurze Wintereinbruch sollte spätestens am Karfreitag vorbei sein.
Das Geschenk des Bezirksfeuerwehrkommandos an die Kameraden: Der Auftritt von Alex Kristan
Das vergangene Wochenende stand in Wiener Neudorf ganz im Zeichen des Dankes für die Arbeit und des Engagements der Freiwilligen Feuerwehren des Bezirks. Jedes Jahr findet der Bezirksfeuerwehrtag in einer anderen Gemeinde unseres Bezirks statt, heuer war Wiener Neudorf (Festsaal des Freizeitzentrums) an der Reihe. Und wenn wir etwas ausrichten, dann machen wir das bekanntlich mit einer hervorragenden Planung und mit einer Organisation, die „alle Stücke spielt“ und nichts dem Zufall überlässt. In diesem Sinne gebührt den Mitarbeitern des Freizeitzentrums und der örtlichen Feuerwehr mein ganz großer Applaus.
Bezirkskommandant Ing. Michael Bruckmüller und sein Stellvertreter Christian Giwiser führten durch die Veranstaltungen des Wochenendes
Am Freitag Abend wurden zahlreiche Feuerwehrfrauen und -männer aller Wehren unseres Bezirks im Rahmen eines Festaktes vor den Vorhang gebeten, um ihnen für Ihr jahre- und jahrzehntelanges Engagement zu danken. Wir leben in einer Zeit, in der die Oberflächlichkeit, der Egoismus und die mangelnde Solidarität immer mehr in den Vordergrund rücken. Da tut es gut, dass es Organisationen wie die der Feuerwehren gibt, in der sich engagierte Personen freiwillig und unentgeltlich bereit erklären für unser aller Sicherheit da zu sein und ihre Zeit – und im Eventualfall sogar ihre Gesundheit – für andere zu opfern. Es war damit für mich eine Selbstverständlichkeit, dass die Gemeinde Wiener Neudorf alles daran setzt, um dieses Festwochenende bestmöglich zu unterstützen.
Alex Kristan (mit Ehrenurkunde zum Bezirksfeuerwehrkomödianten ernannt), Bezirkskommandant Michael Bruckmüller, Bgm. Herbert Janschka, Kommandant-Stv. Christian GiwiserStanding Ovations nach dem Auftritt von Alex Kristan
Am Sonntag kam es dann zu einem erstmaligen Ereignis, das längst überfällig war. Über 500 eingeladene Gäste, verdiente Feuerwehrleute des Bezirks mit ihren Partnern, wurden zu einer Matinee in den Festsaal unseres Freizeitzentrums eingeladen. Dem Bezirksfeuerwehrkommando ist es gelungen für den Vormittag einen Künstler zu engagieren, der es normalerweise gewohnt ist, Abends aufzutreten, den bekannten Kabarettisten Alex Kristan. 80 Minuten lang sorgte er dafür, dass durchgehend gelacht wurde und kein Auge trocken blieb. Es war knapp vor Mittag als diese fulminante Show mit Standing Ovations zu Ende ging.
Danach war es den Kameraden der Feuerwehr Wiener Neudorf und den Mitarbeitern unserer Gemeindeküche zu verdanken, dass Vertreter aller Feuerwehren unseres Bezirks bis zum Abend ausgelassen feiern, essen und trinken konnten.
Nicht alle konnten mitfeiern, denn in jeder Feuerwehr waren zu unserer Sicherheit das gesamte Wochenende über Bereitschaftstrupps eingeteilt, die im Eventualfall in ausreichender Stärke ausrücken hätten können.
Ich bedanke mich beim Bezirkskommando, dass es die Einladung, denn heurigen Bezirksfeuerwehrtag in Wiener Neudorf auszurichten, angenommen hat, bei allen, die an der Organisation beteiligt waren und bei Löschmeister Lukas Derkits (Pressestelle des Bezirksfeuerwehrkommandos Mödling) für die Zurverfügungstellung der Fotos.
Am allermeisten gilt mein Dank aber denjenigen, die bereit sind 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag, für unsere Sicherheit zu sorgen – freiwillig, unentgeltlich, uneigennützig, solidarisch. Eigentlich müssten wir alle Monate so ein Dankes-Fest ausrichten.
Karl Valentin (eigentlich: Valentin Ludwig Frey) wurde 1882 in München geboren und ist 1948 verstorben. Eigentlich war sein Leben vorgezeichnet, als er nach dem Tod seines Vaters die Speditionsfirma „Falk & Frey“ übernahm, die allerdings sehr bald bankrott ging. So musste er anderweitig Geld verdienen und machte sein Hobby, das Schreiben und Aufführen von humoristischen Texten, zu seinem neuen Beruf. Valentin entwickelte seine ihm eigene groteske Körpersprache und seine ihm eigene sprachspielerische Selbstironie. 1911 lernte er Elisabeth Wellano kennen, die als „Liesl Karlstadt“ seine kongeniale Bühnenpartnerin werden sollte. Er schrieb Sketche am laufenden Band, richtete sich ein eigenes Filmstudio ein und wirkte in über 40 Kurzfilmen, die großteils nach seinen Skizzen gedreht wurden. Er inszenierte aber auch Bühnenprogramme. Die sehr enge Beziehung und das gemeinsame Arbeiten mit Bert Brecht beeinflusste die Arbeit beider. Valentin avancierte zu einer humoristischen Größe, die weit über München hinausstrahlte.
1934 eröffnete Valentin das „Panoptikum für Nonsens“, das er leider bald danach wieder schließen musste und wodurch er alle seine Ersparnisse verlor. Dem Nazi-Regime, von dem er sich zwar nicht vereinnahmen ließ, stand er naiv-skeptisch gegenüber. Legendär sein Sketch, in dem er meinte, es wäre ein Glück, dass der Führer „Hitler“ und nicht „Kräuter“ hieße, denn sonst müsste ganz Deutschland ständig mit „Heil Kräuter“ grüßen.
Während der Krieges geriet Valentin immer mehr in Vergessenheit. In seinen letzten beiden Lebensjahren trat er, nach Jahren der Trennung, wieder gemeinsam mit Liesl Karlstadt auf – allerdings mit mäßigem Erfolg. Der völlig unterernährte Karl Valentin starb am Rosenmontag (9. Februar 1948) auf eine völlig skurrile Art und Weise an einer Lungenentzündung. Er wurde nach einem Auftritt irrtümlich in der unbeheizten Garderobe eines Kleinkunsttheaters vergessen und eingesperrt und überlebte die Nacht in den eiskalten Räumlichkeiten nicht. Erst viele Jahre später wurde der einsam Begrabene wiederentdeckt und gilt heute als einer der größten Komiker und Humoristen des 20. Jahrhunderts.
Max Mayerhofer, Mara Koppitsch und David Czifer (auch bekannt durch das Lastkrafttheater) eröffnen im Gedenken an den 75. Todestag von Karl Valentin am kommenden Mittwoch um 19.00 Uhr im Alten Rathaus „Valentins Panoptikum“ wieder. Uns erwartet ein unvergesslicher Abend mit einem Potpourri von lebendigen Kurzgeschichten, Nonsens-Couplets, vertrackten Szenen und Sketches von Karl Valentin.
Erleben Sie die Vielschichtigkeit der Sprache, die Absurdität des Lebens und das Blödeln auf allerhöchstem sprachlichen Niveau.
Tickets ab € 13,- erhalten Sie im Bürgerservice des Gemeindeamtes oder online unter https://tickets.wiener-neudorf.gv.at oder an der Abendkasse.
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