Kategorie-Archiv: Wiener Neudorf allgemein

Große europäische Auszeichnung für Wiener Neudorf

Bereits zum zweiten Mal hat Wiener Neudorf den begehrten Climate-Star-Preis gewonnen. Mit dem Climate Star werden die besten Klimaschutz-Projekte aus dem über 2.000 Mitglieder umfassenden Klimabündnis-Netzwerk in 27 Ländern Europas vor den Vorhang geholt. Prämiert wurden heuer am 8. Mai bei einer feierlichen Gala in Wiener Neustadt die 16 innovativsten Projekte und Einreichungen aus acht Gewinnerländern (Kroatien, Spanien, Luxemburg, Schweiz, Deutschland, Ungarn, Holland und Österreich).

Dass Wiener Neudorf sensationell zum zweiten Mal zu diesem illustren Kreis der allerbesten Städte und Gemeinden Europas gehört, die enorm und überdurchschnittlich viel gegen die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels tun, ist ein sichtbarer Beweis über die Orts- und Staatsgrenzen hinweg, dass wir uns auf einem richtigen Weg befinden.

Hervorgehoben wurden unsere Bepflanzungs- und Entsiegelungsmaßnahmen, das insgesamte Aufblühen unseres Ortes, unsere Verkehrs- und Mobilitätskonzepte, unsere vorausschauende Raum- und restriktive Bebauungsplanung, unser funktionierendes Rad- und Fußwegkonzept, die Schaffung von klimagerechten Plätzen und die insgesamte vorbildhafte Bemühung zur ständigen Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität der Bevölkerung sowie viele andere klimafitte Überlegungen. Besonders beeindruckt hat die Jury, dass es uns gelungen ist, mitten im Zentrum eine stark befahrene Landesstraße (B17) um einen Fahrstreifen zu reduzieren und als grünen Retentionsraum zu gestalten. (Anm.: Wobei der Rückbau der B17 noch nicht abgeschlossen ist.)

Wiener Neudorf dient derzeit in vielen Bereichen als Vorbildgemeinde. Unsere Maßnahmen werden mittlerweile auch bei etlichen Fachvorträgen als Best-Practice-Beispiele verwendet und immer wieder darf ich Delegationen anderer Gemeinden und Regionen bei uns begrüßen, die sich vor Ort persönlich ein Bild von unserer Arbeit machen.

Ich muss zugeben, dass es mich schon einigermaßen stolz macht, bei dieser Entwicklung maßgebend dabei sein zu dürfen. Aber ohne die ausgesucht besten Fachleute, die uns dabei unterstützen, ohne das so einzigartige Engagement der Gemeindeverwaltung und der Gemeindebediensteten und ohne die Mitarbeit und das Mitdenken der positiven Kräfte im Gemeinderat, wäre dieses Ergebnis nicht möglich. Deshalb freut es mich ganz besonders, dass mich gestern eine große Abordnung davon zur Preisverleihung begleitet hat.

Aber natürlich ist mir schon bewusst, dass nicht alle Wiener Neudorfer/-innen und nicht alle Fraktionen im Gemeinderat diese Entwicklung so positiv sehen. Dessen ungeachtet scheinen wir uns auf einem guten und richtigen Weg zu befinden.

Bitte: gemeinde@wiener-neudorf.gv.at

Ich höre, dass immer wieder gefragt wird, warum die Gemeinde oder der Bürgermeister nicht bei der einen oder anderen Diskussion in privaten Foren Stellung nimmt.

Ich darf mich diesbezüglich wiederholen. Weder die offizielle Gemeinde noch ich als Bürgermeister verfolgen ständig Beiträge oder Diskussionen in privaten Medien. Dazu fehlt uns ganz einfach die Zeit. Berücksichtigen Sie bitte, dass auch die Facebook-Seite „Wiener Neudorf“ eine privat – und nicht von der Gemeinde – betriebene Seite ist. Wenn es Fragen, Unklarheiten oder Erklärungswünsche gibt, dann bitte wenden Sie sich direkt an das Gemeindeamt Wiener Neudorf, am besten an unsere Mail-Adresse: gemeinde@wiener-neudorf.gv.at .

Diese Mails werden täglich an die richtige Stelle zur Beantwortung weitergeleitet, entweder an die jeweilige Fachabteilung oder an mich persönlich.

Sie können aber auch um einen telefonischen Rückruf ersuchen oder einen persönlichen Termin (gerne auch in meiner wöchentlichen Sprechstunde) wahrnehmen.

Lindheimplatz: 1. Bauernmarkt am Samstag

Am kommenden Samstag findet am neu gestalten Lindheimplatz (vormals: Bahnhofsplatz/Badner-Bahn-Station) der Bauernmarkt statt, der in Folge jeden 2. und 4. Samstag im Monat abgehalten wird.

Leider sind die beiden Kioske (Kebab und Café) aufgrund von Lieferverzögerung, die Glasportale betreffend, nicht rechtzeitig zu diesem Termin fertig. Die Eröffnung dieser beiden Geschäfte wird mit ein paar Wochen Verspätung erfolgen.

Eröffnung des Kahrteich-Geländes

Heute wird die Kahrteich-Saison 2025 eröffnet. Das Gelände wurde von den Mitarbeitern des Wirtschaftshofes wieder toll hergerichtet. Vielen Dank an dieser Stelle auch an unseren Tauchclub. Vor allem Obmann Roland Krammer kümmert sich darum, dass die Tiefenbelüftungsanlage (Tibean) reibungslos funktioniert. Der Kahrteich (benannt nach einem früheren Kaufmann, der sein damaliges Geschäft am Rande des Teiches betrieb) hat keinen Zu- und Abfluss. Der Wasserstand wird ausschließlich durch Grundwasser und Regen bestimmt. Ohne die Belüftungsanlage würde der Teich sprichwörtlich „verkommen“.

Bitte beachten Sie auch, dass sich die Fischerstege im Privatbesitz einzelner Fischer befinden und nicht benützt oder betreten werden dürfen.

Ich wünsche Ihnen viele schöne Stunden in unseren Erholungsgelände.

Arbeits-Klausur für Wiener Neudorf

Am vergangenen Sonntag trafen sich die Gemeinderäte und weitere Funktionäre der „Bürgermeisterliste Herbert Janschka“ zu einer Tagesklausur, um die nächsten Schritte zu besprechen, die in Wiener Neudorf notwendig sein werden. Die Hiobsbotschaften über das Bundesbudget in den letzten Wochen haben auch Auswirkungen auf die Gemeindebudgets, weil vor allem auch die Kommunen aufgefordert sind, einen Beitrag zur Konsolidierung zu leisten.

Das bedeutet große und einschneidende Maßnahmen sowohl noch für das heurige Jahr, aber vor allem für die kommenden Jahre. Wir haben schon in den letzten Jahren Sparmaßnahmen in der Gemeindeverwaltung gesetzt. Es werden weitere folgen müssen, aber es wird zusätzlich nicht ohne gewisse Gebührenerhöhungen und gravierende Einschnitte bei bislang praktizierten Gewohnheiten gehen.

Zusätzlich muss Österreich aufgrund der bekannten Gegebenheiten nachrüsten und mehr in die Sicherheit investieren. Auch das wird nicht gehen, ohne dass die Gemeinden dies finanziell zu spüren bekommen werden.

Deshalb galt es zu überlegen, welche Ausgaben gekürzt werden können, welche Projekte verkleinert, verschoben oder auch in Frage gestellt werden können. Noch geht es Wiener Neudorf viel besser als anderen Gemeinden, aber damit das so bleibt, muss sich vieles ändern. Aber auch weil es uns finanziell besser geht, müssen wir vergleichsweise weitaus höhere Beiträge für die Spitäler, die Sozialhilfe et cetera leisten. Das fordert derzeit unsere finanziellen Möglichkeiten über alle Maßen.

Wir haben aber auch diskutiert und Beschlüsse gefasst, wie wir unsere interne, aber auch die externe Kommunikation mit der Bevölkerung verbessern können und werden. Nicht nur die Gemeinde, auch wir müssen als politische Bewegung mit dieser schnelllebigen Zeit und den so rasanten technischen Weiterentwicklungen Schritt halten und uns anpassen.

Samstag: St.Georgs-Umzug

Seit 23 Jahren organisiert die Marktgemeinde Wiener Neudorf wieder den traditionellen St. Georgs-Umzug. Mit viel historischen Informationen unseres Gemeindearchivs, ergänzt durch Aktuelles, wandern wir auch heuer wieder gemeinsam mit unserem ehemaligen Archivleiter Univ.Prof. HR Dr. Peter Csendes durch den Ort.

Die Runde beginnt dieses Mal vor dem Archiv beim Migazzi-Haus am Schloßmühlplatz. Nach fünf spannenden Haltepunkten und spontanen Stopps kehren wir dorthin zurück, wo Verpflegung und musikalische Unterhaltung vom MV Lyra auf uns warten. Die thematischen Schwerpunkte sind heuer die „Überländgründe“ von Wiener Neudorf – 90 Jahre Griesfeldsiedlung – 80 Jahre Kriegsende. Mit dem Musikverein Lyra genießen wir am Schluss das Beisammensein. Für Speis und Trank wird gesorgt. Zu jeder Station und deren Veränderung im Wandel der Zeit gibt es wieder jede Menge Interessantes zu erzählen.

Treffpunkt und Start: 14 Uhr, Gemeindearchiv, Schloßmühlplatz 1
1. Halt: Lindenweg: Geschichte der Griesfeldsiedlung 1935–1941 

2. Halt: Laxenburger Straße: Das Griesfeld und seine Entwicklung 

3 . Halt: IZ-Süd Straße 3:  NS-Zeit und Flugmotorenwerk.
4 . Halt: Gemeindeteich:  Die Ziegelindustrie
5. Halt: Ricoweg: Ortsränder und Feuerwehr – und zurück zum Schloßmühlplatz (ca. 16:30 / 17:00 Uhr)

Woher kommt eigentlich die Tradition des St. Georgs-Umzugs?

Jedes Jahr im Frühjahr (immer um den Gedenktag des Heiligen Georg – 23. April) wurden im Mittelalter die Ortsgrenzen beschritten, um zu kontrollieren, ob nicht irgendeine Nachbargemeinde die Grenzsteine illegal versetzt und die Ortsgrenzen damit verändert hat. Dabei wurden vor allem den Kindern diese Grenzsteine gezeigt. Jeweils ein Kind wurde mit seinem Hinterteil daran gerieben mit den Worten, „Hier ist die Grenze, vergiss sie nicht!“ Heute machen wir das selbstverständlich ein wenig anders. Die Ortsgrenzen sind vermessen und digitalisiert und nicht einfach einseitig veränderbar. Wir zeigen die historischen Spuren, die sich durch den Ort ziehen. Das ist besonders für neu zugezogene Wiener Neudorfer interessant (aber auch für alle historisch Interessierten) – denn wir leben in einer Gemeinde mit einer bemerkenswerten Geschichte.