Kategorie-Archiv: Wiener Neudorf allgemein

Die neuen gelben Linien

Im Jahr 1994 (mit Übergangsfrist bis 2003) wurden die gelben Bodenmarkierungen in Österreich weitestgehend abgeschafft, in Wiener Neudorf zur Gänze. Seit dem Inkrafttreten der 23. StVO-Novelle gibt es sie wieder. Zur Beseitigung des Schilderwaldes sind sie ein geeignetes Mittel, bei den Autofahrern aber sind sie teilweise unbekannt. 

  • Durchgehende gelbe Linien bedeuten, dass das Halten und das Parken dort verboten ist. Bei unterbrochenen Linien darf man halten oder eine Ladetätigkeit ausführen, nicht aber parken.
  • Die Linien befinden sich am Fahrbahnrand oder auf dem Randstein, nahe dem Fahrbahnrand.

Wir haben sie dort angebracht, wo das Parken (bzw. Halten) aufgrund der Fahrbahnbreite eigentlich sowieso nicht erlaubt ist, aber dies dadurch noch sichtbarer wird.

Einwohnerstatistik Wiener Neudorf

In Wiener Neudorf leben derzeit 11.938 Personen, davon 9.638 mit Haupt- und 2.300 mit Nebenwohnsitz. 6.197 (52 %) sind weiblich, 5.741 (48 %) männlich.

Detailliert nach Alter:

1 – 10 Jahre: 921 Personen (436 weiblich, 485 männlich)

11 – 20 Jahre: 1.008 Personen (463 weiblich, 545 männlich)

21 – 30 Jahre: 1.348 Personen (662 weiblich, 686 männlich)

31 – 40 Jahre: 1.580 Personen (807 weiblich, 773 männlich)

41 – 50 Jahre: 1.695 Personen (838 weiblich, 857 männlich)

51 – 60 Jahre: 1.941 Personen (1.020 weiblich, 921 männlich)

61 – 70 Jahre: 1.526 Personen (832 weiblich, 694 männlich)

71 – 80 Jahre: 1.156 Personen (683 weiblich, 473 männlich)

81 – 90 Jahre: 692 Personen (408 weiblich, 284 männlich)

über 90 Jahre: 71 Personen (48 weiblich, 23 männlich)

Der stärkste Jahrgang bei den Damen ist 1964 mit 108 Personen, bei den Herren 1968 mit 116 Personen.

84 % der in Wiener Neudorf lebenden Menschen haben eine österreichische Staatsbürgerschaft, 16 % eine ausländische. Das ist in etwa auch der gesamtösterreichische Wert.

Geldmittel von Seiten des Bundes gibt es für Gemeinden nur für hauptgemeldete Personen – für Nebenwohnsitzer gibt es kein Geld. Dabei gibt es Sprünge. Wir fallen in die Förderung von Gemeinden zwischen 5.001 und 10.000 Einwohner/-innen. Hätten wir mehr als 10.000 Einwohner/-innen würden wir ca. € 1,5 Millionen pro Jahr mehr bekommen. Würde sich also nur jede/r Fünfte der Nebenwohnsitzer bei uns hauptmelden, hätten wir dieses Ziel erreicht.

Unser Friedhof ist keine Hundewiese

Eigentlich schade und traurig, dass ich diesen Blogbeitrag schreiben muss, weil es eigentlich klar sein sollte, dass ein Friedhof keine Hundewiese ist.

Wir registrieren in letzter Zeit, dass vor allem der neu erweiterte Bereich unseres Friedhofes, auf dem Naturbegräbnisse stattfinden (siehe Bild oben), von einigen Hundebesitzern als Auslaufbereich für ihre Vierbeiner zweckentfremdet wird.

Das ist der Grund, warum bei beiden Eingängen nun explizit darauf hingewiesen wird, dass im gesamten Friedhofsgebiet ein Hundeverbot besteht. Ich selbst hatte viele Jahre Hunde und zähle mich zu den „Hundenarren“, aber es wäre mir nie eingefallen, auf einem Friedhof „äußerl zu gehen“. Ich denke, es sollte verkraftbar und verständlich sein, dass es Bereiche gibt, zu denen Hunde keinen Zutritt haben – natürlich mit der Ausnahme von Assistenzhunden. Ein Friedhof ist so ein Bereich.

Landesrat besucht Gemeindebücherei

Unsere neue Gemeindebücherei in der Hauptstraße wird in den letzten Monaten immer als Best-Practice-Beispiel genannt. Natürlich freuen wir uns, dass die Neugestaltung derart gut ankommt. Nachdem er so viel Gutes darüber gehört hat, hat der derzeitige Niederösterreichische Finanzlandesrat DI Ludwig Schleritzko (ÖVP) gebeten, die Bücherei besuchen zu dürfen.

Ich kenne Landesrat Schleritzko (e.v.l.) seit einigen Jahren durch seine damaligen Funktion als Verkehrslandesrat sehr gut. Gemeinsam haben wir das B17-Tunnelprojekt bis ins Detail mit unseren Stäben und Fachleuten in zahlreichen Sitzungen erarbeitet. Dann kam es in Niederösterreich zur Koalition von ÖVP und FPÖ und Udo Landbauer (FPÖ) übernahm das Ressort und musste aufgrund des allgemeinen Spardrucks die fast fertigen Planungsarbeiten beenden.

Meine Verbindung zu Landesrat Schleritzko ist nach wie vor gut und so durfte ich ihn am vergangenen Donnerstag gemeinsam mit den zuständigen Kolleginnen und Kollegen durch unsere Bücherei führen.

Alt-Vizebürgermeister Franz Weiss 1938 – 2025

Der frühere SPÖ-Vizebürgermeister Franz Weiss ist am 1. August nach langer, schwerer Krankheit verstorben. Franz Weiss war jahrzehntelang Mitglied der SPÖ Wiener Neudorf und vertrat die Fraktion 20 Jahre lang von 1975 bis 1995 im Gemeinderat. Als Baufachmann verantwortete er das Baureferat als geschäftsführender Gemeinderat. Von 1992 bis 1995 bekleidete er zusätzlich das Amt des Vize-Bürgermeisters unter dem damaligen Bürgermeister Heinz Hofbauer.

Franz Weiss und ich waren, besonders in den letzten Jahren, gut miteinander verbunden und tauschten uns immer wieder gerne über die Neugestaltung Wiener Neudorfs aus, die er sehr lobte und mir immer wieder Ratschläge gab. Die immer weiter fortschreitende Krankheit Morbus Parkinson beeinträchtigte sein Leben in den letzten Jahren zusehends und er zog sich deshalb weitestgehend aus dem gesellschaftlichen Leben zurück. Dessen ungeachtet blieb Franz Weiss ein überzeugter Wiener Neudorfer, dessen letzter großer Wunsch es war, in seiner Wohnung in seiner geliebten Heimatgemeinde sterben zu dürfen. Durch die von mir immer wieder bewunderte selbstlose Aufopferung hat ihm seine Frau Gaby diesen Wunsch letztlich erfüllen können.

Die Trauerfeier mit einer katholischen Einsegnung findet am Montag, den 11. August um 11:00 Uhr am Friedhof in Wiener Neudorf statt. Bis dahin hängt vor dem Gemeindeamt zu Ehren unseres früheren Vize-Bürgermeisters die schwarze Fahne.

Mein Ferienspiel-Highlight: Schokoladenfabrik Zotter!

Vor einigen Jahren habe ich mir überlegt, im Rahmen des Ferienspiels einen sogenannten „Bürgermeisterausflug“ ins Leben zu rufen. Die Kinder können während des Ferienspiels im Rahmen einer Kinder-Gemeinderatssitzung besprechen und beschließen, wohin der nächstjährige Ausflug gehen soll. Im letzten Jahr wurde mit sehr großer Mehrheit bestimmt, dass der Ausflug heuer nach Bergl in die Steiermark zur Erlebniswelt Zotter – natürlich inklusive Besuch der Schokoladenfabrik – gehen soll.

Es war ein großartiges Erlebnis – hoffentlich nicht nur für mich. Die Möglichkeit bis zu 300 Schokoladenproben zu verkosten haben wir alle genossen – und das ohne Magenverstimmung. Bevor wir in einen halbstündigen Wolkenbruch geraten sind, haben wir noch den vorhandenen großen Spielplatz und den Tiergarten besucht.

Am kommenden Mittwoch besuchen die Kids Vormittag das Gemeindeamt und dabei werden wir wieder im Rahmen einer Kindergemeinderatssitzung beschließen, wohin der Bürgermeisterausflug 2026 gehen wird.