
Eine neueste Umfrage belegt, dass jede 5. Rechnung zu spät bezahlt wird und gerade auch staatliche Institutionen, wie Bund, Länder oder Gemeinden offene Rechnungen gerne liegen lassen.
Dazu möchte ich Folgendes festhalten: Die Firmen, mit denen die Gemeinde Wiener Neudorf zusammenarbeitet, wissen, dass wir eine äußerst verlässliche und rasche Zahlerin sind. Wir haben die internen Abläufe so abgestimmt, dass Rechnungen unmittelbar in die Fachabteilungen zur Kontrolle und Freigabe gelangen, dann sofort in die Buchhaltung und innerhalb kürzester Zeit zu mir oder anderen Anordnungsbefugten (kommt auf den Rechnungsbetrag an) zur Überweisung. Wenn es absolut notwendig sein sollte, dann schaffen wir es auch, dass ein Rechnungsbetrag auch am selben Tag des Rechnungseinganges am Konto unseres Partners aufscheint.
Wir haben in meiner gesamten Bürgermeisterzeit – im Gegensatz zu früheren Jahren – immer einen Guthabensstand am Girokonto und das in einer so ausreichenden Höhe, dass wir offene Rechnungen immer möglichst kurzfristig bezahlen können, ohne ins Minus zu kommen. Ich hasse es Überziehungszinsen zu zahlen, sowohl am Privat- als auch am Geschäftskonto. Das ist zwar eine gute Einnahmequelle für jedes Bankinstitut, aber an diesem guten Ertrag für Banken beteilige ich mich weder privat noch geschäftlich.
Da wir grundsätzlich Rechnungen immer mit Skontoabzug (dort, wo es möglich ist) überweisen, bringt ein Minusbetrag am Girokonto nichts, wenn ich mir zwar einerseits 2 – 3 % Skonto vom Rechnungsbetrag abziehen kann, aber andererseits 7, 8 oder mehr Prozente an Überziehungszinsen an eine Bank bezahlt werden müssen.
Bei unserem jährlichen 50-Millionen-Budget können gut und gerne Rechnungen in Höhe von mehr als 15 Millionen mit Skontoabzug überwiesen werden. Das ist eine Menge Geld und summiert sich in einer Legislaturperiode zu einem schönen 7-stelligen Betrag, den wir gut gebrauchen können.