Eine Straße und eine Brücke: Zwei Problemfelder in Wiener Neudorf

Selbst nach über 16 Jahren Bürgermeistertätigkeit gibt es Überraschungen und Themen, mit denen ich nicht gerechnet hätte.

Vor kurzem wurden wir verständigt, dass bei der Straßengestaltung in der Martonygasse vor über 20 Jahren möglicherweise Asbestteile in den Asphalt eingearbeitet wurden. Warum dies gerade damals und gerade dort geschah, offenbar als bisher bekanntes Einzelereignis in unserer Gemeinde, ist zur Zeit nicht feststellbar und noch in Untersuchung. Jedenfalls ist das solange kein gesundheitliches Problem, solange die Asbestfasern nicht freigesetzt und beispielsweise auf unbefestigten Straßen oder Spielplätzen verwendet wurden. Da die Martonygasse eher gering befahrbar ist und de facto kein Schwerverkehr dort stattfindet, gibt es auch keinen besonderen Abrieb, der die Fasern freisetzen könnte.

Dessen ungeachtet haben wir gestern an drei Stellen eine mehrstündige Boden-Luft-Untersuchung in Abstimmung mit dem Amt der NÖ Landesregierung durchführen lassen. Das Ergebnis wird innerhalb der kommenden 10 Tage vorliegen. Die Anrainer wurden und werden von mir diesbezüglich laufend umgehend informiert und selbstverständlich wird die Gemeinde auch umfassend berichten.

Zweites Thema: Holzelemente der etwa 30 Jahre alten Fußgänger- und Radfahrerbrücke über den Mödlingbach zwischen dem Restaurant Monaco und dem Platz um das Alte Rathaus wurden gemäß Untersuchungsbericht von einer Ameisenart über die Wintermonate regelrecht zerfressen. Die Brücke musste deshalb aus Sicherheitsgründen kurzfristig gesperrt werden. Derzeit werden Absicherungsmaßnahmen durchgeführt. Anfang kommender Woche werden wir einen Belastungstest durchführen und danach entscheiden, ob und in welcher Form die Brücke wieder freigegeben werden kann. Während der Arbeiten kann es auch zu tageweisen Sperren des Gehweges unter der B17 kommen.

9 Gedanken zu „Eine Straße und eine Brücke: Zwei Problemfelder in Wiener Neudorf

  1. Tierfreundin

    „Gehweg unter der B17“ ist leider nicht korrekt. Ich werde da regelmäßig von Rad-Rasern fast über den Haufen gefahren. Das Problem ist seit Jahren bekannt und noch immer ungelöst.

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    1. Gerald

      Na geh, hat sich noch immer keine polizei Spezialtruppe gedunden die dort regelmäßig auf der lauer liegt? Echt blöd… Bin dort auch regelmäßig aber auf mich haben es diese bösen Radfahrer offenbar nicht abgesehen, Sie müssen das unheil magisch anziehen

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      1. Tierfreundin

        Ah ja, Probleme wegzureden und dabei Fremde nebenbei des Lügens zu bezichtigen ist äußerst konstruktiv.

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    2. Herbert Janschka Artikelautor

      Liebe Tierfreundin, die Unterführung wurde als Gehweg wurde vor 30 Jahren vom Land NÖ genehmigt. Aufgrund der Enge und der Situation des Mödlingbaches war keine breitere Unterführung möglich, die auch das Radfahren gestattet hätte. Leider ist es so (das wissen wir), dass sich manche Radfahrer leider nicht an das Verbot halten – und Fußgänger gefährden. So wie es eben egoistische Autofahrer und Fußgänger gibt, gibt es halt auch egoistische Radfahrer.

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  2. Hubert Gr.

    „von einer ameisenart über die wintermonate zerfressen…“klingt unglaublich und unglaubwürdig, sorry, eher vermutlich nie wirklich kontrolliert und schleißig gewartet…

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    1. Herbert Janschka Artikelautor

      Ich nehme zur Kenntnis, dass Sie es besser wissen als die Fachleute, die die Brücke jetzt untersucht haben und diejenigen, die die Brücke periodisch kontrolliert haben – zuletzt im letzten Herbst. Irgendwie schade, dass die Gemeinde nicht auf Sie als ausgesprochenen „Brückenfachmann“ schon früher aufmerksam geworden ist. Da hätten wir uns womöglich einiges erspart.

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      1. Hubert Gr.

        Als langjähriger MA in einer Tischlerei/Zimmerei kann man mir Erfahrungen im Holzbau nicht absprechen… Dass innerhalb nur weniger Wintermonate eine Holzkonstruktion von ameisen derart zerfressen wird unn dann aufgrund von Gefahr in Verzug zu sperren ist, das halte ich echt für unwahrscheinlich… wär mir in mehr als 25 jahren Berufserfahrung noch nie untergekommen dass ein holztragwek in 6 Monaten so arg zerstört wird… Üblicherweise geht das über jahre…

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        1. Hubert Gr.

          Kleiner Nachtrag: ja, solche Viecher mag es geben, und sie nisten sich vorrangig in feuchtem bereits schadhaften tragwerken ein,… Egal wie man das dreht und wendet, macht für die Gemeinde alles andere als einen schlanken fuss…

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          1. Herbert Janschka Artikelautor

            Ich schrieb bereits, dass ich zur Kenntnis nehme, dass Sie mehr Ahnung als die Fachleute haben, die die Brücke laufend überwacht haben – zuletzt im letzten Herbst – und die Fachfirma, die jetzt die Expertise geliefert hat. Offensichtlich sind das – entgegen Ihrer Person – alles unfähige Laien. Und ich schrieb bereits, dass es schade ist, dass wir Sie als ausgewiesenen Brückenfachmann nicht schon früher kontaktiert haben. Aber das ist bei Personen, die sich hinter der Anonymität verstecken, nicht besonders leicht.

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