Archiv für den Monat: Mai 2022

Falschinformationen im letzten SPÖ-Blatt

Das Halten von Haustieren ist durch einen vom Gemeinderat beschlossenen Mietvertrag seit 2018 klar geregelt. Das gilt beim Einzug in eine Wohnung als auch danach.

In der letzten Ausgabe des Wiener Neudorfer SPÖ-Blattes „Konkret“ stehen wieder einige Falschinformationen. Unter anderem wird behauptet, dass das Halten von Haustieren in Gemeindewohnungen von mir unerwünscht wäre. Diesbezüglich wird mir eigenmächtiges und ungerechtes Verhalten unterstellt. Es wird ein Beispiel erwähnt, dass eine Bürgerin eine Gemeindewohnung deshalb nicht bekommen hätte, weil sie einen Hund hätte und mit diesem in die Wohnung einziehen wollte.

Das ist unrichtig. Und das weiß die SPÖ auch. Warum sie es dennoch schreibt, weiß ich nicht. Aber ich kann es mir denken.

Richtig ist, dass die besagte Bürgerin mit einem sogenannten Listenhund (Kampfhund) in die Wohnung einziehen wollte. Das ist allerdings nicht möglich, aber nicht, weil ich das partout nicht möchte, sondern weil der Gemeinderat dies in seiner Sitzung am 29. Jänner 2018 (im Beisein der SPÖ-Fraktion) beschlossen hat. Und selbstverständlich muss sich ein Bürgermeister und die Gemeindeverwaltung an Beschlüsse des Gemeinderates halten. Der betreffende Passus, der seither in jedem Mietvertrag steht, lautet:

„Jegliche Tierhaltung ist ohne Zustimmung des Vermieters (Anm: Gemeinde) verboten, es sei denn es handelt sich um artgerecht in Behältnissen gehaltene wohnungsübliche Kleintiere, wie zB Hamster, Schildkröten oder Wellensittiche, nicht aber Hunde, Katzen, Schlangen, Spinnen oder Echsen.“

Die in Wiener Neudorf allerdings geübte Praxis ist die, dass für das Halten von Katzen die Zustimmung erfolgt, soferne es keine Beschwerden der Nachbarn gibt. Bei Hunden ist das Einvernehmen mit den Nachbarn herzustellen, soferne es sich um keine Listenhunde (Kampfhunde) handelt. Das Halten von Listenhunden (Kampfhunden) ist in Gemeindewohnungen generell verboten. Da die besagte Bürgerin mit einem Listenhund (Kampfhund) in die Wohnung einziehen wollte, war eine Vergabe aus diesem Grund – gemäß aufrechtem Gemeinderatsbeschluss – nicht möglich.

Selbstverständlich ist der komplette Sachverhalt der Wiener Neudorfer SPÖ-Fraktion bekannt, zumal der „Wohnungsvergabe-Ausschuss“ von einer SPÖ-Gemeinderätin geleitet wird.

Alles Süße zum Muttertag

Gemeinderäte unserer Fraktion haben vor sich vor den Einkaufszentren in Wiener Neudorf bei den Müttern für ihren unermüdlichen Einsatz bedankt und mit einer kleinen Süßigkeit alles Gute zum Muttertag gewünscht.

Dieser Gedenktag hat in den USA seinen Ursprung und hat innerhalb kürzester Zeit einen wahren Siegeslauf über unseren Planeten genommen. Ann Marie Reeves Jarvis war eine Bürgerrechtlerin, die sich gerade im Sezessionskrieg 1861 bis 1865 sehr um den Frieden bemühte. Sie starb am 9. Mai 1905, einem Dienstag. Ihre Tochter, Ann Marie Jarvis ließ ihrer Mutter zu Ehren anlässlich ihres zweiten Todestages eine Messe lesen, allerdings am 12. Mai 1907, einem Sonntag – dem zweiten Sonntag im Mai. Nach der Predigt des Pfarrers verteilte Ann Jarvis 500 Nelken, die Lieblingsblumen ihrer Mutter und beschloss ab sofort an jedem 2. Mai-Sonntag dieses Ritual zu wiederholen.

Die Idee eines „Muttertages“ wurde von den allermeisten Ländern übernommen und der überwiegende Teil davon begeht diesen Ehrentag aufgrund der oben beschriebenen Geschichte am 2. Mai-Sonntag, so auch wir in Österreich – initiiert durch die Begründerin der Frauenbewegung, Marianne Hainisch, der Mutter des damaligen Bundespräsidenten Michael Hainisch.

Da wir nicht wissen, wer von den zahlreichen Müttern in Wiener Neudorf welche Lieblingsblume hat, haben wir uns für ein süßen Geschenk entschieden, das den allermeisten schmeckt.

Allen Müttern einen wunderschönen Muttertag.

MR Dr. Norbert Stadter 1952 – 2022

Dr. Norbert Stadter (m) bei der Verleihung des Ehrenrings der Marktgemeinde Wiener Neudorf mit seinem Jugendfreund und Laudator GfGR Erhard Gredler (l) im Festsaal des Freizeitzentrums am 8. November 2019.

Völlig unerwartet ist der jahrzehntelange frühere Wiener Neudorfer Gemeindearzt Medizinalrat Dr. Norbert Stadter Anfang Mai knapp vor seinem 70. Geburtstag verstorben. Generationen von Patienten sind in seiner Praxis in der Hauptstraße, die er von seinem Vater übernommen und an seine Tochter weitergegeben hat, aus- und eingegangen.

Persönlich bin ich (wie viele Männer) ein äußerst schlechter Patient, weil ich erst immer dann um ärztlichen Rat rufe, wenn die Schmerzen unerträglich werden oder mir meine Frau die Entscheidung abnimmt, ob ich um Hilfe telefonieren soll oder nicht. Norbert hat das natürlich gewusst und war immer sofort zur Stelle oder hat aus der Distanz umgehend die richtige Diagnose gestellt.

Dr. Norbert Stadter war in seiner Art eine sehr einzigartige Persönlichkeit. Seine Klienten werden wohl wissen, was ich damit meine. Ich habe ihn in den Jahrzehnten, in denen wir uns kannten, sehr sehr herzlich erlebt, aber auch manchmal schroff und schrullig. Geschätzt habe ich immer seine direkte und ehrliche Art, seine unverdeckte und manchmal auch unverblümte Offenheit. Für mich war Norbert immer das, was man landläufig als „Original“ bezeichnet.

Jahrzehntelang war der Reitsport sein Ausgleich, in den letzten Jahren immer mehr das Golfen. Über beides konnte er sich stundenlang unterhalten.

Mir – und sicher auch den anderen Bürgermeistern, die er als Gemeindearzt in allen Gesundheitsfragen beraten hat – war er immer eine wichtige wertvolle Unterstützung und ein guter Ratgeber. Für seine Leistungen für Wiener Neudorf hat er vor etwas mehr als 2 Jahren den Ehrenring der Gemeinde erhalten und ist u.a. auch vom Gesundheitsministerium und von der Freiwilligen Feuerwehr ausgezeichnet worden.

Von unserer Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bekam Dr. Norbert Stadter die Ernennungsurkunde zum Medizinalrat überreicht.

Wir verabschieden MR Dr. Norbert Stadter am kommenden Mittwoch, den 11. Mai um 14.30 Uhr am Ortsfriedhof von Wiener Neudorf. Unser aller Anteilnahme gilt seiner Frau Andrea, seinen Kindern und Enkelkindern und seiner gesamten weiteren Familie.

Ukrainehilfe Wiener Neudorf: Wir brauchen wieder Ihre Unterstützung!

Derzeit haben knapp 50 ukrainische Kriegsflüchtlinge Schutz in gemeindeeigenen und privaten Unterkünften in Wiener Neudorf gefunden. Es geht allen den Umständen entsprechend halbwegs gut. Gemeinsam mit den Unterkunftsgebern versuchen wir diese Personengruppe bestmöglich zu unterstützen. Das Allerwichtigste ist, Kenntnisse der deutsche Sprache zu erwerben, denn für manche von ihnen (beispielsweise aus dem nahezu komplett zerstörten Mariupol) wird es für lange Zeit kein Heimkommen geben – wenn überhaupt.

Ich wende mich heute mit einem speziellen Aufruf an Sie. Wir benötigen Frauengewand speziell in den Konfektionsgrößen 44-46 (weil diese in den üblichen Sammlungen kaum vorkommen) in gutem und gereinigtem Zustand. Von der Unter- bis zur Oberwäsche wird alles benötigt.

Ebenfalls gesucht werden verkehrstüchtige Fahrräder in jeder Größe für Kinder und Erwachsene.

Wenn Sie diese speziellen Waren entbehren können, ersuche ich Sie um Abgabe im Abfallwirtschaftszentrum Hauptstraße 65-67 zu den Öffnungszeiten (Montag bis Donnerstag 7:00 bis 12:00 Uhr und 13:00 bis 15:00 Uhr, Freitag 7:00 bis 12:00 Uhr und 15:00 bis 18:00 Uhr, Samstag 8:00 bis 12:00 Uhr).