
Im Grunde geht uns die Mödlinger Politik nichts an und ich habe auch normalerweise keine Kompetenz, diese zu kommentieren oder mich einzubringen – und würde das auch normalerweise nicht tun. Aber das von der Mödlinger Stadtregierung geplante (und angeblich bereits ausgemachte) Parkraumkonzept trifft auch die Nachbargemeinden Wiener Neudorf, Maria Enzersdorf und Hinterbrühl. In diesem Sinne habe ich mich (siehe oben) zu einem gemeinsamen Abstimmungsgespräch mit dem Hinterbrühler Bürgermeister Mag. Erich Moser, der Maria-Enzersdorfer Vizebürgermeisterin Michaela Haidvogel (in Vertretung des urlaubenden Bürgermeisters DI Hans Zeiner) und der Landtagsabgeordneten Mag. Marlene Zeidler-Beck getroffen.
Was ist in Mödling geplant? Neben den bestehenden gebührenpflichtigen blauen Kurzparkzonen in der Innenstadt soll das komplette restliche Stadtgebiet zur sogenannten Grünen Zone werden – also Parken nur gegen Bezahlung ermöglichen. Für Anrainer und Einpendler sind darüber hinaus Parkpickerl in der Höhe von jährlich € 120,- bis € 365,- geplant. Mödling versucht damit dem bestehenden Parkdruck in einigen Ortsteilen Herr zu werden.
Im Grunde ist dieses Ansinnen natürlich verständlich. Da auch das kurz- und längerfristige Wohnen von Menschen etwas kostet, ist es logisch nachvollziehbar, dass auch das Abstellen von Fahrzeugen nicht kostenfrei sein kann. Es ist aber unakzeptabel, dass das völlig überraschend und unabgesprochen mit uns Nachbargemeinden passiert, weil dann in Wohngebieten an Ortsgrenzen natürlich in Nachbargemeinden geparkt werden – und das Problem einfach dorthin verlagert wird. Wir können und werden aber ganz sicher nicht der Gratisparkplatz für die Bezirkshauptstadt werden.
Es ist schade, dass die neue Mödlinger Stadtregierung die jahrelang gut funktionierende Gesprächsbasis und das gelebte Miteinander in diesem Fall zur Seite gelegt hat und etwas mit „Teufel-Komm-Raus“ durchpeitschen möchte – auch auf dem Rücken von uns Nachbargemeinden.
So haben wir drei betroffene Nachbargemeinden es – umgekehrt – übernommen, der Mödlinger Bürgermeisterin Silvia Drechsler ein Gesprächsangebot zu unterbreiten und haben einige für uns gemeinsam mögliche Termine angeboten. Wir hoffen, dass diese – unsere – Gesprächsbereitschaft angenommen wird. Ich bin diesbezüglich mit Bgmin. Drechsler auch in einem Mail-Kontakt und gehe deshalb davon aus, dass es verspätet aber doch zu diesbezüglichen Gesprächen kommen wird.
Mittlerweile regt sich auch in Mödling selbst Widerstand, verständlicherweise auch von Wirtschaftsbetrieben, die existenzbedrohende Umsatzeinbrüche befürchten. Mittels prall gefüllten Unterschriftslisten wird versucht, die Mödlinger Stadtregierung zu einem Nach- und Umdenken zu bewegen.
Die letzten Worte sind bei diesem Thema also noch nicht gesprochen!





