
Ich schreibe diesen Beitrag sehr sehr ungern, weil es in meinem Blog weniger um mich als Person, als um die Situation von Wiener Neudorf geht. Aber ich habe erkennen müssen, dass wenn der Notarzt- und weitere Einsatzwägen vor dem Haus eines Bürgermeisters stehen, dies nicht unbeobachtet passieren kann. Weil ich immer wieder darauf angesprochen werde und offenbar auch eigenartige Gerüchte die Runde machen, dieser Beitrag.
Kurz gesagt: Durch das Einschreiten meines beruflichen und privaten Umfelds hatte ich das seltene Glück, vor und nicht nach einem Schlaganfall ins Spital zu kommen. Ich bedanke mich bei allen, die entgegen meinem Wunsch richtig reagiert haben, bei den Rettungskräften des Roten Kreuzes und den befassten Abteilungen des Krankenhauses Mödling. Ich habe seit Jahrzehnten einen sehr niedrigen Puls, der dieses Mal einfach noch niedriger – und dadurch zu niedrig – geworden ist. Gemeinsam mit bekannten Herzrhythmusstörungen und einem enormen Herzflimmern war die Situation gegeben, dass – laienhaft ausgedrückt – mein an sich völlig gesundes Herz kurz abgeschaltet und durch einen Stromstoß wieder „resettet“ werden musste. Das ist ein Vorgang, der sich ärger anhört als er in Wirklichkeit ist. Nunmehr bin ich Blutverdünnungsmittel-Patient, was mit einigen wenigen Einschränkungen verbunden ist, mit denen es sich jedoch dennoch recht gut leben lässt.
Gemeinsam mit der Herzabteilung des Krankenhauses Wiener Neustadt wurde danach beschlossen, dass ich den an sich schon vorbereiteten Herzschrittmacher (noch) nicht bekommen muss, auch weil ich dafür noch zu jung bin. Schön, dass es noch Dinge gibt, für die ich in meinem Alter noch zu jung bin. Mir wurde ein sogenannter LOOP-Recorder implantiert, durch den ich permanent mit dem Krankenhaus in Verbindung stehe und wodurch ich – eigentlich mein Herz – permanent überprüft werde. Sollten Komplikationen im Anmarsch sein, dann werde ich umgehend informiert was zu tun ist.
Ich habe überhaupt keine Beeinträchtigungen dadurch. Mir geht es hervorragend. Ich werde mich jedoch in den nächsten Tagen – wie ärztlich angeraten – etwas schonen und ab Mitte Oktober wieder voll einsatzfähig sein, sowohl beruflich als auch sportlich – und überhaupt.





