Kategorie-Archiv: Wiener Neudorf allgemein

Corona: Leider weitere Veranstaltungs-Absagen in Wiener Neudorf!

Der Schulbeginn, wie hier in der Vorschulklasse, fand heuer plangemäß statt – wenn auch mit Abstand und Maske.

Bundeskanzler Sebastian Kurz hofft auf einen halbwegs corona-freien Sommer 2021, Gesundheitsminister Rudolf Anschober sogar auf ein brauchbares Medikament bis Jänner 2021. Wir werden sehen. In jedem Fall stehen uns mit dem kommenden Herbst und Winter zwei schwierige Jahreszeiten bevor.

Auch der heutige Schulbeginn in unserer Volksschule war anders als in den vergangenen Jahren. Nur ein Elternteil – und der mit Maske – durfte bei den knapp 90 Erstklässlern in der Schulaula dabei sein.

Wir versuchen in Wiener Neudorf das gesellschaftliche Leben, so weit es uns möglich ist, aufrecht zu erhalten. Dessen ungeachtet wird es in den nächsten Monaten viele gewohnte Veranstaltungen nicht geben. Die Gesundheit steht über allem und wir werden alles daran setzen, dass in Wiener Neudorf kein Cluster entsteht.

Die Orts-SPÖ hat bereits sämtliche Events abgesagt. Auch die Orts-ÖVP muss das Weißwurstfest, Kunst & Schmankerl und auch den traditionellen Neujahrsempfang am Drei-Königs-Tag ersatzlos streichen. Auch sämtliche Gemeindeweihnachtsfeiern (Pensionisten, Mitarbeiter …) wurden bereits gestrichen, genauso wie der Adventmarkt im Klosterareal oder der Ball der Neudorfer. Leider, leider, leider.

Mit viel Mühe und notwendigen Maßnahmen werden wir aber das Kultur-Abo (inkl. Neujahrskonzert) aufrecht erhalten können. Und auch das Caprice Festival im Alten Rathaus wird es von Ende Februar bis Ende März 2021 geben. Das haben wir heute beschlossen.

Einladung zur Gemeinderatssitzung

Am Montag ist nicht nur Schulbeginn, sondern es wird auch für die Gemeinderäte nach den Sommerwochen wieder ernst. Die nächste öffentliche Gemeinderatssitzung mit wichtigen Tagesordnungspunkten steht an.

Der allerwichtigste Punkt wird der NVA (Nachtragsvoranschlag) sein. Durch die Auswirkungen des Corona-Virus wurde das Budget – wie bei allen Gemeinden – ordentlich durcheinandergewirbelt und musste komplett überarbeitet werden.

Da wir im Sitzungssaal des Gemeindeamtes die Abstandsregeln nicht einhalten können, tagen wir wieder im Festsaal des Freizeitzentrums. Wenn es Sie interessiert, dann seien Sie als Zuschauer dabei. Neudorf-TV wird den öffentlichen Teil der Sitzung wie gewohnt aufnehmen und in voller Länge ins Netz stellen.

90 Jahre Margarethe “Gaby” Stur

Alles Gute “Gaby” Stur – auf dem Bild mit ihren beiden Söhnen Andreas (l.) und Michael (r.), dahinter GPO GfGR Erhard Gredler und mit dem nötigen Abstand Gaby und Herbert Janschka

Sie ist wohl eine der schillerndsten und bekanntesten Persönlichkeiten in Wiener Neudorf. Als jahrzehntelange Lehrerin und schließlich Direktorin unserer Volksschule (die nach ihrem Mann Hans benannt ist) gingen ganze Generationen von Schüler/-innen direkt oder am Rande durch ihre Hände.

Margarethe Stur, die wir alle eigentlich nur unter ihrem Spitznamen “Gaby” kennen, war eine begnadete Schauspielerin und unterhielt jahrzehntelang alljährlich ihr Publikum. Eine unserer örtlichen Theatergruppen trägt noch heute ihren Namen, das “Gaby-Stur-Ensemble”. Unvergessen ihre Auftritte im Genossenschaftshaus, im Volksheim und auch im Hof der Alten Volksschule in der Parkstraße, wo sie auch einige Jahre gewohnt hat. Und natürlich im Festsaal des Migazzihauses, wo sie die Stücke für “Dinner für crime” auch selbst (mit)geschrieben hat.

Noch bis vor wenigen Jahren hat sie für das Programm des ÖVP-Faschingsausklanges gesorgt und mit ihrem Ensemble für unvergessliche Stunden gesorgt. Vor ca. 2 Jahren musste sie aus gesundheitlichen Gründen die Schauspielerei aufgeben, aber ihr Ensemble spielt unter ihrem Namen und in ihrem Sinn weiter.

Nunmehr hat sie im Rahmen ihrer Familie beim Weingut Hacker ihren 90. Geburtstag gefeiert. Schön, dass ich mit meiner Frau und dem Gemeindeparteiobmann GfGR Erhard Gredler dabei sein durfte.

Ich wünsche “Gaby” Stur, die nach wie vor ihren Humor nicht verloren hat und die ohne ihr gewinnendes Lächeln auf ihren Lippen nicht vorstellbar ist, alles Gute und noch weitere halbwegs gesunde Jahre. Jetzt fehlt ja nicht mehr allzu viel auf das große Ziel, das sie sich gesetzt hat: 100 Jahre alt zu werden.

Kulturabo: Wir sind ausverkauft!

Machen wir es – oder machen wir es nicht? Trauen wir uns drüber – oder nicht? Das sind in Zeiten von COVID 19 die Fragen, die sich jeder Veranstalter (und damit auch jede Gemeinde) stellt, bevor in diesen Tagen etwas geplant wird.

So haben wir auch beim Kulturabonnement 2020/2021 lange überlegt, ob wir es eine Saison ausfallen lassen sollen und wenn nicht, wie wir die Veranstaltungen “corona-gemäß” überhaupt schaffen können. Die Regeln im Frühjahr haben noch besagt, dass in den normalerweise für ca. 500 Zuschauer zugelassenen Festsaal im Freizeitzentrum nur max. 180 Personen eintreten dürfen. Da haben wir sogar überlegt, zwei gleiche Veranstaltungen hintereinander (Nachmittags- und Abendvorstellung) anzubieten. Dann wurden die Regeln etwas gelockert und nunmehr dürfen 340 Zuschauer mit einem ausgeklügelten Sitzplan und ausreichend Abstand eingelassen werden.

Das ist in etwa die Zahl der bisherigen Abonnenten und so haben wir beschlossen diese Variante zu wählen – ohne die Möglichkeit einer zusätzlichen Abendkassa. Das Ergebnis: Wir sind restlos ausverkauft. Alle Abo-Karten sind vorreserviert. Wir haben auch bereits eine Warteliste, falls jemand doch sein/ihr Abo wieder zurückgibt. Das betrifft im übrigen auch das Neujahrskonzert der NÖ Tonkünstler. Auch das ist eine ausschließliche Veranstaltung im Rahmen des Kulturabos.

Es wird keine Pausen geben. Problematisch ist auch der Ein- und Ausgangsbereich. Diesbezüglich müssen wir die Räumlichkeiten so gestalten, dass es zu keinem Zusammendrängen kommt.

Noch einmal die 9 Veranstaltungen zum Preis von € 134,- im einzelnen, die jeweils am Samstag um 19.30 Uhr beginnen:

19. September 2020 – Gitarissima – Wiener Gitarrenquintett

24. Oktober 2020 – Theaterstück “Meine Rosarote Hochzeit”

14. November 2020 – Quo Vahid – Music Meets Magic

19. Dezember 2020 – Andy Lee Lang – American Christmas Show

22. Jänner 2021 – Neujahrskonzert der NÖ Tonkünstler

20. Februar 2021 – Kernölamazonen – Liederliebesreisen

13. März 2021 – Dolls & Guy: Operetten und Musicals

17. April 2021 – The Longfield Gospel Workshop

29. Mai 2021 – Werner Auer – L.O.V.E.

Wir setzen auf Bewässerungssäcke

Gerade frisch gepflanzte Bäume (wie beispielsweise hier in der Friedhofstraße) müssen feucht gehalten werden. Bis zu 50 Liter Wasser pro Baum sind in heißen Monaten sogar mehrmals wöchentlich notwendig um ein sicheres Anwachsen zu garantieren. Wir haben mit den Gärtnern, die die Bäume liefern und pflanzen, eine ein- bis zweijährige Anwuchspflege vereinbart. Das bedeutet, dass falls ein Baum in dieser Zeit abstirbt, muss er auf Kosten des Gärtnerbetriebes ersetzt werden. Das ist natürlich nur eine finanzielle Absicherung für die Gemeinde und liegt in niemandes Interesse.

Da wir gerade in den letzten Jahren viele neue Bäume gepflanzt haben, ist die Anwuchsbewässerung sehr zeitintensiv. Vor wenigen Jahren haben wir deshalb vermehrt auf Bewässerungssäcke umgestellt. Diese Säcke, haben eine Füllmenge von 50 oder 100 Litern Wasser und kleine Öffnungen an der Unterseite lassen kontrolliert das Wasser langsam ablaufen. So ist der Ballen der Pflanze, der empfindlichste Teil nach der Pflanzung, immer schön feucht und Wurzeln können sich in den Wurzelraum ausbreiten.

Nicht zu vergessen ist natürlich, dass nur dauerhafter Regen auch wirklich bis zum Wurzelballen vordringt.

Es ist auch Absicht, dass die Säcke nicht immer nachgefüllt werden und tagelang absichtlich leer gehalten werden. Ständige Feuchtigkeit würde zu einem Pilzbefall führen. Darüber hinaus sollen die Wurzeln lernen, tiefer zu wachsen, um sich die Feuchtigkeit vom Bodeninneren zu holen. Würden wir ständig bewässern, dann blieben die Wurzeln an der Oberfläche, was auch die Standfestigkeit der Bäume gefährden würde.

Von vielen bemerkt wird das Einrollen der Blätter und dabei geglaubt, dass der Baum beim Eingehen wäre. Das ist so nicht richtig. Es handelt sich dabei um eine Schutzfunktion. Wenn es einem Baum nachhaltig an Feuchtigkeit fehlt, dann wechselt er in einen Krisenmodus. Dabei wird zuerst die Weitergabe der zu wenig vorhandenen Feuchtigkeit an die Blätter unterbunden, weil dieser Teil für einen Baum der unwichtigste und unnötigste ist. Bei wieder ausreichend vorhandener Feuchtigkeit entfaltet sich das Blätterwerk sofort wieder.

Corona-Virus: Bleiben Sie vorsichtig!

Wie alle Kindereinrichtungen steht auch unsere Volksschule unter besonderer Beobachtung. Sollte es notwendig sein, dann können wir sofort reagieren.

Die Bevölkerung da und dort wird unvorsichtiger. Wir haben das Virus ein wenig aus unserem Leben verdrängt. Das ist zu einem Teil auch gut und richtig, dass wir zu einem halbwegs normalen Leben zurückkehren (wollen), aber zum anderen Teil auch gefährlich. Die Fallzahlen steigen. Die Reisewarnungen werden mehr. Die bundesweiten, aber auch örtlichen Krisenstäbe werden wieder auf Bereitschaft gesetzt. Auch in Wiener Neudorf.

Die Situation ist bei weitem in Österreich nicht (auch nicht in Wiener Neudorf) besorgniserregend, aber nur dann, wenn wir vorsichtig und umsichtig bleiben. Und das ausnahmslos. Ich führe immer wieder Gespräche (allerdings nur mit den wenigen Uneinsichtigen) die einen Nasen-Mund-Schutz kategorisch ablehnen. Mir ist schon klar, dass ein derartiger Schutz nicht sich selbst, aber andere schützt. Und in einer Gesellschaft und einer Gemeinschaft gilt es auch Rücksicht auf andere zu nehmen und nicht nur den eigenen Vorteil und das eigene Wohlwollen im Sinn zu haben. Dass das einigen komplett egal ist, irritiert mich ein wenig. Aber dass es in einer 10.000-Seelen-Gemeinde auch eine Handvoll Verschwörungstheoretiker und Menschen gibt, die in Richtung Staatsverweigerung tendieren, liegt leider im durchschnittlichen Trend.

19 Covid-Fälle hatten wir bislang in Wiener Neudorf, derzeit einen aktuell positiven. 16 Personen sind wieder gesundet, zwei Herren sind leider an dem Virus verstorben.

Gerade in den Kindereinrichtungen werden wir ab September besondere Vorkehrungen treffen, die bei Notwendigkeit umgehend ein- und umgesetzt werden. Ich bitte die Eltern schon heute dafür um Verständnis. Wir werden alles tun, damit Wiener Neudorf keinen Cluster bekommt und wir Gruppen, Klassen oder ganze Einrichtungen sperren müssen.

So wird auch der erste Schultag für die einzelnen Klassen zeitlich gestaffelt beginnen. Diesbezüglich erhalten die Eltern Post von der Schuldirektion. Ich bitte auch um Verständnis, dass die Eltern heuer ihre Kinder nicht in das Schulgebäude begleiten können. Es wäre einfach unmöglich, die gebotenen Abstandsregeln einzuhalten. Wir werden Fotografen vor Ort haben, um dieses wichtige Ereignis Ihrer Kinder für Sie zu dokumentieren.

Auch sonst kann es sein, dass wir über Nacht in Schule, Horten, Kindergärten oder Krabbelstube neue Maßnahmen setzen müssen. Wenn wir das tun, dann um die Kinder, die Pädagogen und natürlich in weiterer Folge auch die Eltern und Großeltern zu schützen.