
Vor acht Monaten waren wir mit der Grobplanung fertig. Seither läuft es ein wenig zäh. Aber so ist es, wenn man ins Detail geht. Einerseits sind immer etwa 10 Personen terminlich zu koordinieren, andererseits braucht es immer wieder Fachleute für besondere Sachgebiete.
Grob gesagt hat der geplante B17-Tunnel im Ortsgebiet von Wiener Neudorf sehr viele „Knackpunkte“, die es zu lösen galt und gilt. Da gibt es mit der BadnerBahn eine Eisenbahnlinie, die während der gesamten Umbauzeit aufrecht erhalten werden muss. Dann gibt es den Mödlingbach, unter den der Tunnel durch muss. Auch der Autoverkehr muss während der knapp 3-jährigen Bauzeit – zwar eingeschränkt, aber doch – flüssig bleiben. Dann gibt es noch den Hauptkanal, der von Mödling kommend genau die Hauptkreuzung bei der BadnerBahn-Station Wiener Neudorf quert und über den Eumigweg Richtung Kläranlage führt. Und natürlich spielen auch die Kosten eine Rolle und so müssen auch Einsparungspotentiale diskutiert werden.
All das haben wir de facto gelöst. Es gibt auch bereits einen Bauzeitenplan und eine ungefähre Grobkostenschätzung. Jetzt müssen vor allem noch die Sicherheitsfragen geklärt werden. Welche Lüftungseinrichtungen müssen wo situiert werden und was genau muss ablaufen, wenn im Tunnel ein Unfall – oder noch schlimmer: ein Feuer – passiert. Wo können die Notausstiege geplant werden, um Menschen im Eventualfall sicher ins Freie zu führen. Welche zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen müssen angedacht werden, um die Durchfahrt durch den Tunnel so sicher wie möglich zu machen.
Bis Ende September 2019 wollen wir alle Fragen geklärt und eine ziemlich genaue Kostenschätzung – auch hinsichtlich der anfallenden jährlichen Folgekosten – berechnet haben. Im Oktober werden alle Unterlagen an den zuständigen Landesrat, DI Ludwig Schleritzko, übermittelt. Und dann werden die finanziellen Verhandlungen beginnen, wer welchen Anteil zu übernehmen bereit ist.
Wir sehen bereits die Ziellinie, aber wir sind noch nicht dort.
Wir sind heute in jedem Fall weiter als Anfang 2005, als nach dem Bürgermeisterwechsel von mir zu Christian Wöhrleitner dieser den Prozess für alle überraschend gestoppt hat. Sehr schade, denn eigentlich war damals eine Fertigstellung in den Jahren 2012/2013 geplant.












