Zwei Wiener Neudorfer Ärzte gehen in Pension. Wie geht es weiter?

Die beiden praktischen Kassenärzte Dr. Krenn (Ordination Parkstraße) und Dr. Kolomaznik (Ordination Reisenbauer-Ring) werden im Laufe des September ihren Ruhestand antreten. Die Gesundheitskassa (ÖGK) wurde zeitgerecht davon informiert und hat die beiden Ordinationen zur Nachfolge ausgeschrieben. Nachdem wir in Wiener Neudorf wieder Kassenärzte (und keine Wahlärzte) haben möchten, ist es Kompetenz und Angelegenheit der ÖGK Nachfolger zu suchen und mit geeigneten Persönlichkeiten Kassenverträge abzuschließen.

Dr. Krenn und Dr. Kolomaznik betreuen seit Jahren Tausende Patienten und es ist mehr als nur verständlich, dass eine große Unsicherheit besteht, wie es mit den Praxen weitergeht, zumal (wie die Patienten wissen) das Interesse überschau ist – aus welchen Gründen auch immer. Nicht wenige haben deshalb Angst, in wenigen Monaten ohne Hausarzt zu sein – oder sich an eine andere Ordination wenden zu müssen.

Ich darf aber nunmehr Entwarnung geben. Für beide Ordinationen gibt es konkrete Bewerbungen und ich durfte auch bereits mit den jungen Ärzten Gespräche führen, die sehr vielversprechend verlaufen sind.

Es schaut also gut aus, dass – eventuell mit einer kurzen Unterbrechung von wenigen Wochen – die Ordinationen weitergeführt werden. Wenngleich – auch eventuell – an einem anderen Standort in Wiener Neudorf. Das alles wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Jetzt stehen einmal im Laufe der nächsten Wochen Gespräche der bewerbenden Ärzte mit der ÖGK an. Sollten diese positiv verlaufen, wovon ich ausgehe, dann werden die nächsten Schritte überlegt und gesetzt.

Sobald es konkrete Neuigkeiten zu diesem Thema gibt, werde ich Sie umgehend über meinen Blog – und natürlich auch über weitere Medien der Gemeinde darüber informieren.

11 Gedanken zu „Zwei Wiener Neudorfer Ärzte gehen in Pension. Wie geht es weiter?

  1. Elisabeth Kaupil

    Wieder ein Allgemeinmediziner am Reisenbauerting wäre für ältere, nicht so mobile, Personen ein Segen.

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  2. Max

    Danke auch von mir für eure Bemühungen. Wie läuft das dann ab? Gibt es da Regelungen? Werden die Patientenakten an den neuen Arzt weitergegeben mit meiner Zustimmung? Wäre mühsam für beide Seiten, wenn ich alles nochmal bringen und erklären muss. Bei direkter Übernahme kann sich der/die Nachfolger:in schon davor ein wenig einlesen.

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    1. Herbert Janschka

      Tut mir leid, aber da bin ich als Bürgermeister überfragt. Ich weiß nicht, wie eine Ordinationsübergabe abläuft, ob es da datenschutzrechtliche Komponenten gibt, die einzuhalten oder zu berücksichtigen sind. Aber jetzt hoffen wir einmal gemeinsam, dass das alles mit der ÖGK so gut klappt, wie es derzeit aussieht – und dass die Nachfolge gesichert ist.

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  3. Stefan Kohoutek

    Danke für die Bemühungen – und dass die Gemeinde nach den ersten Enttäuschungen (ich habe gehört, einmal gab es auf die Ausschreibungsrunde 19 „Interessenten“, aber keiner kam zum Gespräch) wirklich konsequent drangeblieben ist! Natürlich brauchen wir Nachfolger für die beiden Ärzte, die in Pension gehen, denn Dr. Stadter-Halper und Dr. Nouri könnten den ganzen Ort unmöglich alleine stemmen!

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    1. Herbert Janschka

      Lieber Stefan, das mit den 19 „Interessenten“ kann ich nicht bestätigen. Das ist eher eine Falschinformation.

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  4. Tom

    Top Information, Danke.
    @Max, die Patientenkartei wird so weit mir bekannt vom alten an den neuen Arzt Quasi verkauft.

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    1. Max

      Hab mich informiert. Die ÖGK hat mich an „ELGA“ verwiesen, die ja die Patientenakten, Befunde und Medikamente speichern. Aber nur dann wenn der/die jeweilige Arzt/Ärzte/Krankenhäuser mit ELGA zusammenarbeiten. Das läuft seit 2014 aber viele Ärzte wollten das nicht und haben ihre Patienten informiert, dass sie Einspruch erheben können und das dann gelöscht wird. Wenn diese beiden Äzte die jetzt in Pension gehen, dass nicht gemacht haben, dann kann ich lt. Auskunft den Hausarzt fragen bzw. einwilligen, alles an den Neuen weiterzugeben. Wenn doch, können die Nachfolger esdirekt aus ELGA importieren. Ich zB bin bei ELGA (unwissend, weil ich das 2014 nicht mitbekommen habe). Kann mich dort mit meiner ID Austria einloggen und sehe einige Befunde und meine Medikamente. Die Befunde die ich nicht sehe, sind die Ärzte die ELGA ablehnen. Es gibt dann auch noch „DAME“ Datennetz Medizin. Am besten die beiden Hausärzte fragen wie die das handhaben. Vielleicht verfassen sie ja auch ein Infoblatt darüber- wäre effizient.

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    2. Sibylle

      Tom das ist eine absolute Fehlinformation! Ärzte dürfen Patientenakten nicht ohne Weiteres an einen Nachfolger weitergeben. Die Patienten müssen ihre Zustimmung geben, bevor ihre Akten an den neuen Arzt übergeben werden.

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  5. Peter Pilz

    Peter
    15.09.2025
    Es währe sehr wünschenswert und vor allem wichtig für viele nicht mehr so mobile ältere Menschen die am Reisenbauer-Ring wohnen, das die Ordination von Dr. Kolomaznik nach Übernahme durch einen anderen Arzt vor Ort bestehen bleibt.

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