86 % der Kindergartengebühren zahlt die Gemeinde

Weil derzeit viel über Gemeindegebühren diskutiert wird, eine kurze Erläuterung zu den Kindergartengebühren: Wiener Neudorf hat drei sogenannte „Landeskindergärten“. Wie bei allen Landeskindergärten zahlt bis auf die Standort- und Gruppenleiterinnen (Pädagoginnen) alles die jeweilige Standortgemeinde, also: Errichtung, Instandhaltung, Sanierungen, Zu- und Umbauten und Erhaltung des Betriebes sowie die Kosten des zusätzlichen Personals (Helferinnen, Reinigungskräfte etc.). Warum es dann „Landeskindergarten“ heißt, weiß eigentlich niemand so genau.

Unter dem Strich kostet der Betrieb der 3 Landeskindergärten die Gemeinde ca. € 2,8 Millionen pro Jahr. Diese Kosten sollen zwischen Gemeinde und Eltern fair aufgeteilt werden. In den 3 Kindergärten werden derzeit 284 Kinder betreut. Die Elternbeiträge (Betreuung, Material, Essen …) belaufen sich derzeit auf insgesamt € 395.000,-. Den Restbetrag in Höhe von ca. € 2,400.000,- – oder 86 % – übernimmt die Gemeinde Wiener Neudorf.

Durchschnittlich (es kommt darauf an, wie lange ein Kind täglich betreut wird) belaufen sich die Kosten pro Kindergartenkind und Jahr auf € 9.840,-. Davon werden durchschnittlich nur € 1.390,- (das sind 14 %) pro Kind und Jahr an Gebühren vorgeschrieben. Der Rest wird von der Gemeinde zugeschossen. Wie zuvor geschrieben, kommt es darauf an, wie lange das Kind täglich den Kindergarten besucht.

Auch wir als Gemeinde kämpfen mit neuen Herausforderungen und der immer schwieriger werdenden Finanzsituation, die mittlerweile alle Gemeinden betreffen. Aber wir versuchen gerade Jungfamilien bestmöglich finanziell zu unterstützen und übernehmen deshalb sehr absichtlich einen derart hohen Anteil an den Kindergartenkosten – und hoffen, dass wir diesen Level weiterhin beibehalten – und auch in Zukunft einen ähnlich hohen Prozentsatz übernehmen – können.

3 Gedanken zu „86 % der Kindergartengebühren zahlt die Gemeinde

  1. Hannah

    Wenn ein Festl im Jänner locker 30tsd kostet und fast wöchentlich bei weiteren Festln Geld für gratis Essen und Trinken ausgegeben wird, kommt man sich als Bürger bei diesen massiven Gebührenerhöhungen schon vera…… vor.
    Was was für Kinder kostet war nie ein Thema, aber da wird jetzt zu erst gespart. Nicht bei den Partys. Oder bei der Gemeinde.

    Und der Vergleich mit anderen Gemeinden hinkt. Die machen nämlich nicht wöchentliche Veranstaltungen, weil sie SPAREN müssen.

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    1. Herbert Janschka Artikelautor

      Ich weiß nicht, woher Sie diese Halbwahrheiten haben – aber wie dieser Artikel beweist, sparen wir gerade bei Kindern, sprich: Jungfamilien, nicht, sonst würden wir nicht die höchste Förderung diesbezüglich anbieten können. 86 % der Kosten zu übernehmen, ist ja hoffentlich keine Kleinigkeit. Ich wüsste von keinem Festl oder einer Party, die locker 30tsd kosten. Mir sind auch keine wöchentlichen Veranstaltungen in unserer Gemeinde bekannt, die Geld kosten würden. Da sind Sie wohl irgendeiner Propaganda oder irgendwelchen Falschinformationen aufgesessen.

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  2. Andreas K.

    Und wieviel von den 86% bekommt die Gemeinde vom Bund?
    Ich denke nicht das die Gemeinde alleine für die 2,4Mio selbst aufkommt.
    Also wenn dann bitte alle Fakten und Zahlen angeben, nicht nur die, mit denen man als heiliger dahsteht.
    Aber das ist ja leider die Politik in Österreich, mit Halbwahrheiten das Volk für dumm verkaufen….

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