Die Corona-Krise trifft auch Wiener Neudorf finanziell im Millionenbereich!

Leider geht es bei uns nicht nur im Münzen, sondern um Scheine, um viele Scheine!

Genau berechnen kann man die finanziellen Einbußen durch das Corona-Virus noch nicht, aber eine ungefähre Ahnung habe ich schon. Weniger Kommunalsteuereinnahmen, weit weniger Zuweisungen von Bund und Land, Entfall von Kinderbetreuungsgeldern und Mieten, steigende Ausgaben im Reinigungs- und Hygienebereich – und noch einiges mehr. Es läppert sich. Auf der anderen Seite gibt es wieder außerordentliche Zuwendungen für bestimmte Investitionen aus der sogenannten “Gemeinde-Milliarde”, wodurch Wiener Neudorf mit knapp 1 Million Euro profitiert.

Unterm Strich rechne ich mit einem Minus von etwa 2 Millionen, möglicherweise etwas mehr. Das sind ca. 4,5 % unserer Jahresbilanzsumme. Es ist verkraftbar, aber natürlich deutlich spürbar. Jetzt zeigt sich, dass es gut und richtig war, in den letzten Jahren den Schuldenstand abzubauen und die Gemeinde auf sehr gute solide Beine zu stellen. Damit werden wir als Gemeinde halbwegs gut durch diese Krise kommen, vorausgesetzt, dass es keine Zweite Welle gibt.

Durch die geänderten Voraussetzungen bin ich gerade dabei den Nachtragsvoranschlag für 2020 zu erstellen, der bis Mitte August fertig sein wird. Ich habe die Gemeinderäte schon darauf eingeschworen, dass wir an allen unseren Projekten festhalten und teilweise unsere Investitions-Anstrengungen noch erhöhen. Dazu werden wir heuer zusätzliche Darlehen aufnehmen.

Die Situation rund um die Commerzialbank Mattersburg zeigt auch deutlich, wie wichtig es nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für Gemeinden ist, die Rücklagen bei der richtigen Bank zu haben. Ich achte sehr darauf, dass die Gemeinde zu jeder Zeit liquid ist und ihre Rechnungen innerhalb weniger Tage mit Skonto bezahlen kann. Das bedeutet allerdings, dass unser Hauptkonto immer mit 2 bis 3 Millionen im Plus ist. Würde unsere Hausbank in Schieflage geraten, dann wäre jedoch dieser Betrag mit einem Schlag weg. Für Gemeinden gibt es nicht die Mindestsicherung, die für Privatpersonen gilt.

5 Gedanken zu „Die Corona-Krise trifft auch Wiener Neudorf finanziell im Millionenbereich!

  1. Oliver Woller

    Sehr geehrter Bürgermeister Janschka,

    Wie steht es zukünftig, durch die reduzierten Einnahmen, um die Lärmschutzwand A2 und das Großprojekt der B17 Untertunnelung?
    Sind die beiden Projekte noch auf dem Tisch, oder wurden Sie bis auf unbestimmte Zeit verschoben bzw. ad acta gelegt?

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    1. Herbert Janschka

      Der Lärmschutzwand-Bau beginnt noch in diesem Herbst und hinsichtlich der Untertunnelung laufen die Finanzierungsgespräche mit der NÖ Landesregierung.

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  2. Rose Schweighofer

    Werter Herr Bürgermeister,
    die Gemeinde hat Anfang der Corona Crise ,das Medikamenten help Servis Angebot ( ganz toll ) durchgefürt, sowohl die Gebühr dazu vorgestreckt,
    nun da jeder Euro zählt, möchte auch ich meine Schuld bezahlen, wann und wo kann ich dies begleichen?
    Rechnung ging für Walter Schweighofer
    Verbleibe mit Lieben Grüssen
    Rose Schweighofer

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      1. Herbert Janschka Artikelautor

        Noch eine Antwort dazu:
        Wir haben alle Anforderungen von den Apotheken kontrolliert: Eine Rechnung für Herrn Schweighofer gibt es nicht.

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