Sind Wähler/-innen grundsätzlich dumm und vergesslich?

IMG_0002 (1)

Vor wenigen Jahren war hier noch eine Wiese im Klosterpark!

Es ist zwar noch 3 Monate bis zur Gemeindewahl, aber gestern habe ich schon die erste Wahlbroschüre der SPÖ Wiener Neudorf erhalten. Beim Durchlesen habe ich mir gedacht: Für wie blöd und vergesslich halten eigentlich manche Politiker die Wähler/-innen?

Da werden beispielsweise Klosterpark und Freizeitpark Reisenbauer-Ring als Vorzeigeprojekte für Ruhe und “Loslassen-Können” gelobt, die erhaltenswert wären. Wer, außer der SPÖ, hat denn begonnen den Klosterpark zuzubauen? Und hätten nicht alle Oppositionsgruppierungen zusammengearbeitet, dann wären noch mehr Wiesenflächen verschwunden. Wer, außer der SPÖ, wollte denn einen Teil des Freizeitparks Reisenbauer-Ring als Zufahrtsstraße zum IZ-Nord umwidmen? Hätte sich nicht eine engagierte Bürgerbewegung gebildet und hätten nicht wieder alle Oppositionsgruppierungen zusammengearbeitet, dann würden zur Stunde bereits Baufahrzeuge die jetzigen Grünflächen umpflügen.

Immer vor einer Gemeindewahl wird auch der “80er” auf der A2 zum SPÖ-Thema erklärt. Wie wir alle wissen, hatten wir den 80er bereits. Zwischen NÖ Landesregierung, ASFINAG und mir als damaligem Bürgermeister wurde nach Beendigung der offiziellen Umbauarbeiten auf der A2 im Frühjahr 2004 eine 18-monatige Probezeit für Tempo 80 vereinbart. In dieser Zeit wurde gemessen und errechnet, dass sich durch die Temporeduktion sowohl Lärm- als auch Schadstoffbelastung gravierend reduzieren – der Lärm in Teilen unseres Ortes, die Schadstoffe im ganzen Ortsgebiet. Diese Probezeit ist im Herbst 2005 abgelaufen. Dazwischen lag der Bürgermeisterwechsel. Und Herr Wöhrleitner hat generös auf Tempo 80 verzichtet.

Die SPÖ Wiener Neudorf setzt offenbar bei der kommenden Gemeindewahl in erster Linie auf die Vergesslichkeit der Wiener Neudorfer/-innen. Wir werden sehen, ob diese Strategie aufgeht.

2 Gedanken zu „Sind Wähler/-innen grundsätzlich dumm und vergesslich?

  1. Wiener Neudorfer

    Lieber Herr Janschka,

    das auf Vergesslichkeit gesetzt wird, ist leider klar! Das dem so ist, lässt mich oft verzweifeln, aber es ist so! Als Menschen, der vor ein paar Monaten auf Grund einer schweren Erkrankung an der Schwelle zur anderen Seite gestanden hat (jederzeit nachprüfbar), interessieren mich noch mehr nur mehr Wahrheiten. Das in der Politik gelogen wird, das sich die Balken biegen, wird keiner abstreiten können……………..Aber an den Taten kann man gemessen werden, wenn ich durch Wiener Neudorf gehe, und wie gesagt, ich kenne es schon seit langem, kann ich sehen, wer was gemacht hat! Bringen Gier nach Geld und Macht tatsächlich “fast” jeden zum Verdrehen, zum Lügen………….
    Aber zurück zum Klosterpark, in Schwechat kann man sich ein ähnliches Projekt ansehen, den sogenannten Fellmayer Park, macht euch alle schlau, was man machen kann!!!

    f

    1. Herbert Janschka

      Sie haben recht – da könnte einen der Neid packen, wenn man sich die Beschreibungen dieses Schwechater Parks ansieht! Aber noch ist ja nicht alles verloren.
      Ihnen wünsche ich, dass Sie Ihre schwere Krankheit besiegen konnten. Uns allen wünsche ich, dass uns die Wahrheit nicht nur dann interessiert, wenn wir einen so schrecklichen Schicksalsschlag – wie Sie – durchleiden müssen. Und nein: Es muss in der Politik auch ohne Lügen, Übertreibungen und falschen Versprechungen gehen. Man hat ja auch nichts davon, denn irgendwann kommt die Wahrheit doch ans Tageslicht. Alles Gute!

Kommentare sind geschlossen.