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Wirtschaftsminister Dr. Mahrer in Wiener Neudorf

Betriebsbesuch mit Minister Dr. Harald Mahrer, Geschäftsführer Dr. Wolfram Krendlesberger und dem interessierten Bürgermeisterkollegen aus Perchtoldsdorf, Martin Schuster.

Ich freue mich, dass Wiener Neudorf immer mehr für Spitzenpolitiker ein Anziehungspunkt und gesuchter Besuchsort wird. Nachdem ich durchschnittlich 2 Male pro Monat einen Landesrat bzw. eine Landesrätin zu verschiedensten Anlässen begrüßen darf, wollte dieses Mal Wirtschaftsminister Dr. Harald Mahrer zu uns zu einem Betriebsbesuch kommen.

Gemeinsam haben wir uns für ein junges, innovatives Unternehmen, die Firma Heliovis im IZ-Süd, entschieden. Die Heliovis AG hat einen Sonnenlichtkonzentrator für große Solarkraftwerke entwickelt, der überwiegend aus Kunststofffolien besteht.

Revolutionär: Sonnenenergie in Schläuchen statt durch Photovoltaikplatten

Dieses System wird an sonnenreichen Standorten aufgeblasen und hat nur 1/10 des Materialgewichtes von herkömmlichen Spiegelflächen. Und ist demgemäß kostenmäßig deutlich günstiger. Die Heliovis AG Wiener Neudorf hat bereits zahlreiche Innovationspreise erhalten.

Jahrelang wurde geforscht, wie die im Endausbau 220 Meter langen und 9 Meter hohen Schläuche produziert und vor allem wirksam miteinander verklebt werden können. Derzeit wird das revolutionäre Produkt in Saudiarabien getestet, auch um festzustellen, ob es auch der Belastung von Wüstenstürmen standhält.

Für weitere Informationen: http://www.heliovis.com

 

Lt. Online-Voting ist Wiener Neudorf die „Sauberste Gemeinde Österreichs 2017“

7 Gemeinden bzw. Regionen haben es ins Finale zur „Saubersten Region Österreichs 2017“ geschafft. Dann durften bekanntlich alle bis Ende Juli per Online-Voting darüber abstimmen, wer nun das beste Konzept dafür hat – und die beste Umsetzung.

Unter dem Titel „Wiener Neudorf picobello“ haben wir die meisten Stimmen vor dem Bundesland Wien erhalten.

Gewonnen haben wir allerdings nicht. Wie sich nun herausstellt hat eine „Experten“-Jury die beiden Bundesländer „Wien“ und „Niederösterreich“ zuvor ex aequo auf den 1. Platz gereiht – und zwar mit einem derartigen Vorsprung – dass es für die dahinter platzierten Gemeinden (Assling, Fels am Wagram, Himberg, Kirchdorf und Wiener Neudorf) praktisch unmöglich war, beim Online-Voting an beiden Bundesländer vorbeizuziehen. Das haben wir aber erst nach Beendigung des Online-Votings erfahren und auch nur mit dem Ersuchen, dieses nicht zu veröffentlichen. Warum nur????

Natürlich durften die Organisatoren annehmen, dass Bundesländer wie Wien oder Niederösterreich mit weit mehr als 1,5 Millionen Einwohnern mehr Stimmen beim Online-Voting erhalten würden als eine 9.000 Einwohner-Gemeinde wie Wiener Neudorf. Weit gefehlt: Wiener Neudorf bekam mehr Stimmen.

Aber das Kalkül der Organisatoren ist trotzdem aufgegangen: Wir haben zwar das Online-Voting gewonnen und sind an Niederösterreich vorbeigezogen, aber an Wien nicht. Ich stehe nicht an, Wien zum Gewinn der Saubersten Region Österreichs 2017 zu gratulieren, auch wenn es für uns ein Kampf gegen Windmühlen gewesen ist.

Hätten wir gewusst, dass es sich quasi um ein abgekartetes Spiel handelt, bei dem eines der beiden Bundesländer offensichtlich unbedingt gewinnen muss (natürlich hat eine 1.6 Millionen-Region eine größere Breitenwirkung als ein einzelnes Dorf) hätten wir nicht mitgemacht. Es wäre auch von den Initiatoren fair gewesen, von vorne herein mitzuteilen, dass die fünf Gemeinden neben den beiden Bundesländern nur Staffage waren.

Ich freue mich trotzdem, dass wir mit unserem Programm das Online-Voting gewonnen haben und damit in der Publikumsgunst die „Sauberste Gemeinde Österreichs 2017“ geworden sind.

So gepflegt und sauber wie der Rathauspark gibt es viele Beispiele in Wiener Neudorf.

Der Preis der Aktion der Veranstalter (WKO und ARA) wären ein Geldbetrag von € 3.000,- für ein Dorf- oder Stadtfest gewesen. Dieser Betrag geht nun (aus den oben genannten Gründen) an Wien.

Ich schlage vor, wir pfeifen auf den Geldbetrag – und wir feiern trotzdem. Nachdem wir das Online-Voting gewonnen haben, dürfen wir uns als moralische Sieger – und damit als sauberste Gemeinde Österreichs 2017 – fühlen.

Am Sonntag, den 1. Oktober werden wir im Rahmen eines Frühschoppens ein Dorffest feiern zu dem ich Sie schon heute herzlich einlade – mit Gratis-Getränken und Gratis-Verpflegung – und einem Rahmenprogramm. Den genauen Ablauf erfahren Sie über das Mitteilungsblatt, die Gemeindehomepage und natürlich auch über meinen Blog.

Ich bedanke mich bei allen, die Wiener Neudorf ihre Stimme gegeben haben. Und: Ich bedanke mich bei allen, die derzeit so tatkräftig und engagiert mithelfen, dass Wiener Neudorf derart sauber und blühend erscheint. Diese Organisationen, Abteilungen und Personen werden wir am 1. Oktober vor den Vorhang auf die Bühne holen.

SAUBERSTE REGION: Sensationell: Wiener Neudorf liegt vor Wien!!!!!!!

Wie ich bereits berichtet habe, hat es Wiener Neudorf von allen über 2.000 Gemeinden und Regionen Österreichs ins Finale der besten 7 geschafft.

Wer letztlich den Titel „Sauberste Region Österreichs 2017“ gewinnt, entscheidet auch und vor allem ein Online-Voting, das noch bis kommenden Freitag möglich ist.

Jetzt bis Freitag, den 21. Juli mitvoten und bitte alle eure Familienmitglieder, Freunde, Arbeitskollegen und Bekannten bitten, unsere Gemeinde zu unterstützen!!!!!!

Zum jetzigen Zeitpunkt (16. Juli – 17:45 Uhr) liegen wir mit 105 Stimmen vor der zweitplatzierten Stadt Wien.

Es wäre doch gelacht, wenn wir dass nicht schaffen würden.

 

Wie stimme ich ab?

Damit jede/r mit einer E-Mail-Adresse nur 1x abstimmen kann, wurde ein besonderes Programm entwickelt:

  1. Link, um auf die Seite mit der Abstimmung zu kommen: https://www.reinwerfen.at/aktionen/voting-sauberste-region.html
  2. Auswahl „Vote via Email“ und Einabe der Mail-Adresse:
  3. Auswahl für Wiener Neudorf
  4. Es erscheint folgender Aufruf:

  5. Es erscheint folgende Bestätigung:

6. Nun den Link in der E-Mail bestätigen

Bitte bestätige Deine E-Mail-Adresse, damit deine Stimme zählt.

6.   GESCHAFFT: Dein Voting hat gezählt. Wiener Neudorf hat wieder eine wichtige und entscheidende Stimme mehr.

Kampf dem Tschick-Stummel

Die ersten Behälter sind bereits aufgestellt – wie beispielsweise im Rathauspark.

Das größte Müllproblem, das wir in Wiener Neudorf haben, sind achtlos weggeworfene Tschickstummel. Geschätzt sind das in unserem Ort weit mehr als 1 Million pro Jahr. Diese finden wir überall, auf Straßen, Gehwegen, Parks und Spielplätzen. Wir finden sie auch entlang von Kanaleinlaufgittern. Das ist besonders widerwärtig, weil die Kanaleinlaufschächte direkt in den Mödlingbach führen und von dort die Tschickstummel in die Gewässer kommen, in denen die Fische leben, die wir dann essen.

Wir werden deshalb ab sofort neue Müllbehälter mit integrierten Aschenrohren für Zigarettenreste aufstellen.

Wir hoffen damit diesem Umweltproblem Herr zu werden, zumal man damit auch in Wien (Vergleich: 100 Millionen Zigarettenstummel pro Jahr) Erfolge erzielen konnte. Allerdings wird in Wien auch zusätzlich rechtlich nachgeholfen. Wer in Wien Zigaretten auf den Boden wirft, muss mit einer Anzeige und einer Strafe von € 50,- bis zu € 90,- rechnen.

Es geht bei diesem Thema um Gesundheit, um Umwelt und auch um das Ortsbild. Deshalb bin ich überzeugt, dass wir in Wiener Neudorf nicht zu derartigen Methoden greifen müssen und dass die Raucher Verständnis dafür haben, dass Zigarettenstummel nicht einfach gedankenlos auf den Boden geworfen werden können. Denn das geht – wie jedem hoffentlich bewusst ist – mit keinem Müll.

Es ist eine Unart, Zigarettenstummel einfach auf den Boden zu werfen.

Wiener Neudorf: Zusatzprogramm für 2017 beschlossen!

 

Keine Osterpause: Die Gemeinderegierung der Liste ÖVP, des Umweltforum und der FPÖ haben sich am Vortrag des Palmsonntag zu einem Intensivtag getroffen, um über die Verwendung des Sollüberschusses 2016 in Höhe von € 1,8 Mio zu beraten.

Zusätzlich zu dem sowieso bereits ambitionierten Millionenprogramm für 2017 wurden mehr als € 900.000,- an wichtigen Zusatzinvestitionen beschlossen. Den Rest werden wir zur Reduktion des Schuldenstandes bzw. für Rücklagen für das kommende Jahr verwenden.

€ 100.000,- werden im Rahmen unserer Spielplatzoffensive für Sanierungen bestehender Anlagen und  Neuanschaffungen reserviert.

Ebenfalls ca. € 100.000,- werden ein neuer Urnenhain und neue Urnengräber für den Friedhof kosten.

Neben den sowieso geplanten Straßengestaltungen werden wir knapp € 150.000,- für kleinere Maßnahmen an verschiedenen Straßen-, Geh- und Radwegen zur Verfügung stellen.

Wir werden zusätzlich sichtbar in Grünanlagen, und zwar in die Gestaltung neuer Grünflächen (vor allem Spitz Eumigweg/Europaplatz) sowie in Ergänzungspflanzungen von bestehenden Beeten investieren und dafür € 140.000,- vorsehen.

Wir werden im Glassaal des Migazzihauses und im Festsaal des Freizeitzentrum Maßnahmen setzen sowie in der Tennishalle die Quecksilberdampflampen komplett auf LED umrüsten.

Wir werden aufgeschobene kleinere Maßnahmen in den verschiedenen Kinderbetreuungseinrichtungen erledigen, den Beachvolleyballplatz am Kahrteich sanieren und um einen 4. Platz erweitern und den Zaun des alten Sportplatzes nach einem Sturmschaden in einer besseren Qualität neu errichten.

Wir haben im Zuge der Hauptstraßenneugestaltung € 20.000,- für Sanierungsmaßnahmen der Klostermauer vorgesehen, genauso viel für den teilweisen Austausch unserer Abfallbehälter, die wir mit eigenen Zigarettenbehältern ankaufen werden.

Für die Errichtung eines zweiten Bewegungsraumes im Kindergarten Europaplatz wurde der Budgetbetrag von € 250.000,- auf € 320.000,- aufgestockt.

Wir werden neue Sitzbänke entlang unserer Gehwege anschaffen und etliche sonstige kleine Maßnahmen umsetzen.

Da dieses zusätzliche Investitionsprogramm viele Teilbereiche der Gemeinde betrifft, werden wir einen Nachtragsvoranschlag vorbereiten, der entweder in der Gemeinderatssitzung vom 30. Mai oder spätestens am 3. Juli beschlossen werden wird.

Ich bedanke mich auf diesem Weg bei den teilnehmenden Gemeinderäte der drei Regierungsfraktionen für die intensive, aber stets konstruktive und engagiert geführt Klausur. Es gab Themenbereiche, die wir durchaus ambitioniert diskutiert haben. Letztlich konnten wir uns auf ein gemeinsames zusätzliches Arbeitsprogramm einigen, das sich – so meine ich – sehen lassen kann.

3. Flughafenpiste darf nicht gebaut werden: Gut für Wiener Neudorf!

Das war das Titelbild der Gemeindenachrichten vom September 2004. Die Flughafen Wien AG hat im März 2004 praktisch über Nacht die Hauptabflugschneise direkt über das Ortsgebiet von Wiener Neudorf verlegt. Die positive Unterschriftenaktion hat damals meine Verhandlungsposition sehr gestärkt und die Flugroute wurde nördlich des Palmers-Hochhauses verlegt. Gleichzeitig ist Wiener Neudorf dem Widerstand zum bereits damals angedachten Baus der 3. Piste beigetreten. Nach 13 Jahren ist dieses Verfahren nun vorerst beendet.

Heute hat das Bundesverwaltungsgericht den Antrag zur Errichtung einer dritten Piste am Flughafen Wien-Schwechat abwiesen. Der zuständige Senat begründete das unter anderem mit der hohen CO2-Belastung.

Ich habe in meiner ersten Bürgermeister-Zeit vor ca. 13 Jahren Wiener Neudorf in das Verfahren hineinreklamiert. Gelungen ist das seinerzeit vor allem dadurch, weil der damalige Gemeindeanwalt, Dr. Thomas Prader, auch zum Mediator dieses Verfahrens gewählt wurde. Wäre es zu einer Verwirklichung der 3. Piste gekommen, dann hätte dies enorme negative Auswirkungen auf die sowieso schon beeinträchtigte Luftqualität im Großraum Wiener Neudorf, weil es zu gravierend mehr Ab- und Anflugbewegungen gekommen wäre.

Vor allem unterstützt hat mich damals schon die Wiener Neudorfer Bürgerin Anneliese Schodl, die sich bis zuletzt eingebracht hat.

Es ist schön, dass das Gericht die Umwelt- und Gesundheitsaspekte von Zig-Tausend Betroffenen in letzter Entscheidung vor die Wirtschaftsinteressen eines Großunternehmens gestellt hat. Dass ein Gericht die negativen Folgen für den Klimawandel höher bewertet als positive standortpolitische Entscheidungen, ist für mich richtungsweisend. Denn immerhin liegt auch unsere Beschwerde gegen das Verkehrsministerium betreffend Tempo 80 auf der A2 – aus ähnlich gelagerten Gründen – ebenfalls bei diesem Gericht zur Entscheidung.

Für mich ist in der schriftlichen Entscheidung äußerst positiv, dass das Gericht explizit darauf hingewiesen hat, dass sich Österreich international dazu verpflichtet hat, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Die Auswirkungen des Baues der 3. Piste wären diesbezüglich kontraproduktiv gewesen.

Die Bedenken der Flughafen Wien AG, dass nunmehr der Wirtschafts- und Tourismusstandort Österreich gefährdet wäre, teile ich keinesfalls. Der Flughafen Wien wäre durch die 3. Piste und den damit einhergehenden höheren Lande- und Abflugkapazitäten zu einer wichtigen mitteleuropäischen Drehscheibe geworden, d.h. Wien-Schwechat wäre zu einem wichtigen europäischen Umsteigeflughafen geworden. Das hätte der Flughafen Wien AG ein deutliches Einnahmen- und Gewinnplus gebracht. Auf den Tourismusstandort Österreich wirkt sich diese nunmehrige Entscheidung – aus meiner Sicht – wenig aus.

Als Bürgermeister und Bürger gratuliere ich dem Gericht zu dieser mutigen zukunftsorientierten Entscheidung im Sinne unserer Umwelt und unserer Gesundheit.