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Ein Wochenende ganz im Zeichen unserer Feuerwehr – und der Sicherheit

Unsere Feuerwehr steht bei Einsätzen (leider) viel zu oft im Mittelpunkt des Geschehens. An diesem Wochenende aber aus ganz anderen Gründen. Einerseits feiern wir das 145. Bestandsjubiläum unserer Freiwilligen Feuerwehr und andererseits laden wir rund um das Feuerwehrhaus zum Sicherheitstag.

Heute Freitag gibt es ein gemütliches Beisammensein ab 16:00 Uhr im großen Festzelt und ab 20:15 Livemusik.

Am Samstag geht es ab 10:00 Uhr los, so richtig ab der Mittagszeit. Wir erwarten eine Hubschrauberlandung, eine Fahrzeugausstellung von diversen Einsatzfahrzeugen, Vorführungen der Höhenrettungsgruppe und der Suchhundestaffel und viele, viele Attraktionen – auch und speziell für Kinder. Sie werden viele Informationen rund um die Feuerwehr, die Polizei, das Rote Kreuz, den Zivilschutzverband und andere wichtige Sicherheitsorganisationen erhalten. Um 19:00 Uhr wird es für wenige Minuten amtlich, wenn es die Festansprachen gibt. Und danach: Livemusik und Barbetrieb.

Und: Unsere Feuerwehr kümmert sich nicht nur um unsere Sicherheit, sie verfügt auch über ein einzigartiges Küchen-Team, das uns während der gesamten zwei Tage kulinarisch verwöhnen wird.

Nachdem das Wetter an diesem Wochenende sowieso nicht zum Baden und zum Gartenliegen – und eigentlich auch nicht zum Kochen – geeignet sein wird: Ab zum Ricoweg zum Feuerwehrhaus.

Viele Bäume müssen in den nächsten Jahr ersetzt werden

Beispiel: Die Kastanienbäume nördlich der Kreuzung Bahnstraße/Grenzgraben sind in einem besonders schlechten Zustand und werden wohl demnächst leider wegkommen.

Schaut man genauer hin, dann erkennt man, dass die Bäume schon mit dem Tod ringen. Die Äste gefährden bereits Fußgänger, Rad- und Autofahrer.

Wir sind gerade dabei, einen sogenannten Baumkataster zu erstellen. D.h. jeder Baum auf Gemeindegrund wird von einer Fachfirma erfasst, mit einer Nummer versehen, katalogisiert und der Zustand ermittelt. Einige Straßenzüge fehlen noch. Derzeit liegen wir bei ca. 1.600 Bäumen. Insgesamt werden auf Gemeindegrund ca. 2.000 Bäume stehen – ohne Waldl. Das ist weit mehr als wir anfangs geschätzt haben.

Zu einem großen Teil, das ist der Zwischenbericht den ich erhalten habe, sind die Bäume in einem fortgeschrittenen Alter, teilweise stark bruchgefährdet und beeinträchtigen die Sicherheit von Fußgänger, Rad- und Autofahrern.

Viele der Bäume auf Wiener Neudorfer Gemeindegrund wurden in den 50er und 60er Jahren gepflanzt. Durch ihre meist exponierte Lage neben Straßen sind die Bäume einer erhöhten Schadstoffsituation ausgesetzt, was die Lebensdauer drastisch reduziert. Bäume, die normalerweise 100 Jahre alt werden, werden in derartigen Stadtlagen nur etwa 60 Jahre alt. Dazu kommt, dass um die Stämme oft herumasphaltiert wurde und die Bäume damit kaum zu ausreichend Wasser kommen – und die Wurzeln die Wege zerstören und oft auch die darunter liegenden Kanalleitungen.

Jeder Baum auf Gemeindegrund erhält eine Kastasternummer. In einer Computerdatei kann  nachgesehen werden, in welchem Zustand der Baum mit der Nummer 240 ist. Von Zeit zu Zeit wird der Zustand kontrolliert und so kann die Entwicklung nachvollzogen werden.

Wir haben es auf der Hauptstraße gesehen, wo bis auf ganz wenige Bäume alle nahezu kaputt und „unsicher“ waren. Manche hätten vielleicht noch zwei, drei Jahre überlebt. Aber im Zuge der Generalsanierung der Hauptstraße haben wir uns dazu entschlossen, noch heuer eine neue Allee zu pflanzen.

In den nächsten Jahren werden wir mehrere Hundert Bäume ersetzen müssen. Ihnen und mir ist sicher um jeden Baum leid, den wir fällen müssen. Aber Bäume haben wie alle Lebewesen ein Ablaufdatum und wenn mich eine Fachfirma darauf aufmerksam macht, dass die Standfestigkeit von Bäumen gefährdet ist, dann bin ich als Bürgermeister gezwungen, auf die Sicherheit von Fußgänger, Rad- und Autofahrer zu achten.

Diesbezüglich bitte ich Sie, mir und meinem Team zu vertrauen, dass wir keinen einzigen Baum umsonst umschneiden und durch einen neuen, jungen Baum ersetzen. Das ist der Lauf des Lebens, dem auch die Bäume unterworfen sind.

Darüber hinaus werden wir in den nächsten Monaten notwendige Feuerwehrzufahrten kontrollieren. Am Reisenbauer-Ring haben wir das vor zwei Wochen bereits getan. Ich möchte, dass im Eventualfall (der hoffentlich nie eintreten wird) die Feuerwehr zu jedem Haus zufahren und von außen in jede Wohnung zugreifen kann. Wenn dabei der eine oder andere Baum im Wege steht, dann ist mir die Sicherheit von Menschen wichtiger. Diesbezüglich ersuche ich um Ihr Verständnis.

Wieder eine ganz harte Woche für unsere Feuerwehr

Es ist nichts Außergewöhnliches, dass unsere Feuerwehrmänner in Wiener Neudorf 24 Stunden an 7 Tagen für unsere Sicherheit parat stehen. Es kommt nicht selten vor, dass an Samstagen und Sonntagen ausgefahren wird und dass Einsätze in der Nacht vorkommen – und nach durchgearbeiteten Nächten wieder der „Normaljob“ angetreten wird.

Außergewöhnlich ist, dass die Kameraden der Gemeinde freiwillig und kostenlos zur Verfügung stehen. Außergewöhnlich ist, dass die Kameraden ihre Gesundheit für unsere Sicherheit aufs Spiel setzen. Aufrecht erhalten werden kann der Feuerwehrbetrieb nur mehr deshalb, weil viele Kameraden auch im Gemeindedienst, vor allem am Wirtschaftshof, tätig sind und wir deshalb die Vielzahl an Einsätzen auch bewerkstelligen können. Immerhin geht es um ca. 700 Einsätze pro Jahr. Tage ohne Einsätze gibt es praktisch nicht.

Als Bürgermeister werde ich von allen Einsätzen verständigt und bin, wenn notwendig, auch vor Ort. So bekomme ich hautnah mit, wie kompetent unsere Feuerwehr mit allen Schwierigkeiten, bis hin zu den gefährlichsten chemischen Unfällen (wie z.B. am letzten Montag) fertig wird.

Dem Kommandanten Walter Wistermayer, seinem Stellvertreter Markus Schock und allen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr ein ganz großes „Dankeschön“. Weil es diese Männer gibt, die zu jeder Stunde bereit sind, innerhalb von wenigen Minuten am Einsatzort zu sein, können wir ruhig schlafen.

Ich möchte Ihnen einen Überblick über die Einsätze alleine der letzten Woche geben, damit Sie eine Ahnung haben, wie vielfältig die Tätigkeit unserer Freiwilligen Feuerwehr ist. Die angeführte Uhrzeit ist die Alarmierungszeit. Oft dauern die Einsätze ein bis zwei Stunden – und sogar bis zu 6 Stunden wie beispielsweise der Chemieunfall am letzten Montag.

Donnerstag, 20.7. – 22:01: Sturmschaden am Reisenbauer-Ring (Wohnung)

Donnerstag, 20.7. – 23:30 Uhr: Sturmschaden am Reisenbauer-Ring (Baum auf Auto)

Samstag, 22.7. – 09:40 Uhr: A2, Kfz mit Bootsanhänger liegt im Graben (5 Tonnen)

Samstag, 22.7. – 11:40 Uhr: Türöffnung Wohngebiet Hauptstraße

Samstag, 22.7. – 13:42 Uhr: Höhe Blaue Lagune, Klein-LKW steckt in Unterführung

Sonntag, 23.7. – 21:27 Uhr: Brandverdacht Mitterfeldgasse

Montag, 24.7. – 01:51 Uhr: Firmengelände: Chemieunfall, 1.000 Liter-Behälter Salzsäure undicht

Montag, 24.7. – 13:06 Uhr: A2, Brand eines Wohnwagens

Montag, 24.7. – 14:27 Uhr: A2, LKW mit Anhänger im Graben

Dienstag, 25.7. – 18:19 Uhr: Betriebsgebiet, Gewerbestraße TUS-Alarm

Dienstag, 25.7. – 23:37 Uhr: A2, PKW in Vollbrand

Mittwoch, 26.7. – 11:34 Uhr: Rauchalarm im IZ-Süd

Donnerstag, 27.7. – 17:02 Uhr: IZ-Süd, TUS-Alarm

Es reißt nicht ab: Der nächste Wohnhausbrand in Wiener Neudorf

Für die Bewohner/-innen der Wohnanlage Reisenbauer-Rings 6/3 war es ein wahrer Freitag, der 13. Gegen 8.00 Uhr begann eine Wohnung im 5. Stock zu brennen. Der Brand, aber vor allem die Rauchgasentwicklung erfasste bald das gesamte Stockwerk und die darüber liegenden beiden Etagen. Die Brandursache ist zur Zeit noch unbekannt.

Unter schwierigsten Bedingungen gelang es der Feuerwehr Wiener Neudorf, mit Unterstützung der Wehren aus Mödling, Maria Enzersdorf, Laxenburg und Biedermannsdorf, unter der Einsatzleitung unseres Kommandanten Walter Wistermayer, dem Brand Herr zu werden und vor allem alle Menschen aus dem tief verrauchten Haus zu retten. Insgesamt mussten 11 Personen ins Krankenhaus Mödling, großteils mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung, eingeliefert werden. Ein großes Kompliment an dieser Stelle auch an das Rote Kreuz und die Polizei, die jeweils mit ausreichend Kräften vor Ort bestens unterstützte.

Wieder einmal eine großartige Leistung der über 80 vor Ort tätigen freiwilligen Feuerwehrmänner. Es war ein schwieriger und gefährlicher Einsatz, bei dem auch eine Person mit der Drehleiter geborgen werden musste.

Als Vorsichtsmaßnahme musste ich ein vorläufiges Betretungsverbot für die obersten 3 Stockwerke aussprechen. Die Bewohner kamen entweder bei Verwandten, Freunden oder in einem Hotel, aber auch in der Kurzzeitpflegestation der Volkshilfe unter. Bereits Morgen werden wir entscheiden, welche Wohnungen zur Benützung wieder freigegeben werden können und welche Wohnungen länger nicht betreten werden dürfen.

Wir haben vor Ort ein mobiles Büro seitens der Gemeinde eingerichtet, um die Betroffenen bestmöglich zu unterstützen. Da ich um die Mittagszeit zu einer für Wiener Neudorf wichtigen Besprechung nach St. Pölten musste, hat Bgm.-Stv. Robert Stania die Gemeindekoordination übernommen.

Die völlig zerstörte Wohnung, in der der Brand ausgebrochen ist.

Der erste Schock im Jahr 2017: Haus ausgebrannt!

Eigentlich hätte der 8. Jänner mit dem Neujahrsempfang der Liste „Herbert Janschka/Unabhängige/Volkspartei Wiener Neudorf“ der erste positive Höhepunkt des neuen Jahres werden sollen. Mitten in die Feierlichkeit um exakt 11:46 Uhr platzte plötzlich die Feuerwehrsirene. Das anwesende Feuerwehrkommando, das habe ich noch mitbekommen, verließ rasch die Feierlichkeit. Wie ich nach meiner Festansprache erfuhr, wurde die Feuerwehr Wiener Neudorf zu einem Hausbrand in der Mitterfeldgasse gerufen. Eine Doppelhaushälfte stand offenbar durch eine Unachtsamkeit mit einer Sprühkerze in Zusammenhang mit einem schon sehr vertrockneten Christbaum in Vollbrand. Sofort nach dem offiziellen Ende des Neujahrsempfangs und ein paar Smaltalks fuhr auch ich zum Einsatzort.

Glücklicherweise konnte sich die Hausbesitzerin und deren Pflegerin in Sicherheit bringen. Sie wurden verletzt vom Roten Kreuz ins Krankenhaus gebracht. Es ist der Feuerwehr mit unermüdlichem Einsatz gelungen, die zweite Doppelhaushälfte vor der Vernichtung zu schützen. Um die Glutnester des in Holzriegelbauweise errichteten Hauses zu löschen, mussten Wände, Decke und Fassade mit Motorkettensägen geöffnet werden. Das Brandobjekt selbst ist nur mehr eine Ruine und nicht mehr bewohnbar. Die betagte Besitzerin der nebenliegenden Doppelhaushälfte gelang glücklicherweise rechtzeitig unverletzt ins Freie.

Insgesamt standen bis knapp vor 17:00 Uhr 113 Feuerwehrmänner – darunter gleich 20 Atemschutztrupps – aus Wiener Neudorf, Biedermannsdorf, Brunn am Gebirge, Guntramsdorf, Laxenburg, Maria Enzersdorf und Mödling im Einsatz.

Aus Sicherheitsgründen blieb eine Brandwache über Nacht an der Einsatzstelle, weil nicht ausgeschlossen werden konnte und kann, dass die Glutnester wieder aufflammen.

An diesem Beispiel erkennt man, wie gefährlich eine kurze Unachtsamkeit mit einem Christbaum oder einem Adventskranz sein kann und wie rasch sich dies zu einem wahren Inferno ausweiten kann.

Sofortige Sperre des Waldl’s (mittlerweile wieder aufgehoben)

Waldl-Sperre wie hier vom Lindenweg Richtung A2-Unterführung notwendig

Das Sturmtief Barbara hält unsere Feuerwehr und den Wirtschaftshof seit Stunden auf Trab. Aufgrund der derzeit bestehenden Unwetterwarnung musste ich zur Sicherheit von Fußgänger und Radfahrer das Waldl im gesamten Ortsgebiet von Wiener Neudorf sperren. Ich ersuche um Ihr Verständnis. Aber aufgrund der derzeit herrschenden Orkanverhältnisse kann ich nicht mehr für die Sicherheit der Benützer des Waldls garantieren.

Die Sperre gilt bis auf weiteres und wird von den Mitarbeitern des Wirtschaftshofes sofort aufgehoben, wenn keine Unwettergefahr mehr besteht.

So wie es aussieht, werden wir in den kommenden Tagen einige bruchgefährdete Bäume „stutzen“ oder fällen müssen.