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Einzigartig in Wiener Neudorf: Die Fresken der Klosterkirche

Ein Blick in das Innere der Klosterkirche auf die Fresken von Maria Kastner – fotografiert von Karl Stiefel.

Wir haben in Wiener Neudorf etwas Einzigartiges. Die Klosterkirche. Es ist nicht der spätklassizistische Bau aus der Mitte des 19. Jahrhunderts an sich, sondern es sind die einzigartigen Fresken im Nazarener-Stil – von einer Klosterschwester Namens Maria Kastner (die aus einer akademischen Malerfamilie stammt) geschaffen.

Aus Sicherheitsgründen kann die Kirche – und können damit auch die Fresken – derzeit nicht öffentlich besichtigt werden. In meiner ersten Bürgermeisterperiode habe ich ein gemeinsames Projekt mit Prof. Ernst Fuchs und Kardinal Dr. Schönborn besprochen, dass aufgrund meiner damaligen Abwahl nicht mehr zustande kam. Eine Sanierung der Klosterkirche scheitert seither an den Kosten. Nunmehr haben wir ein auf EU-Förderungen spezialisiertes Unternehmen beschäftigt, das uns helfen soll, notwendige EU-Gelder aufzustellen. Ohne Förderung aus Brüssel werden wir die millionenschwere Sanierung nicht bewältigen können.

Welche Fördermöglichkeiten seitens der EU es gibt, wurde von der Firma “EuroVienna”, eine Tochtergesellschaft der Wien Holding, für die Gemeinde Wiener Neudorf analysiert. Die besten Chancen, so das Ergebnis der Studie, ergeben sich durch Partner-Projekte mit anderen europäischen Ländern. Daher ist Wiener Neudorf jetzt auf der Suche nach Partnern in der Slowakei. Es könnte eine Gemeinde in einer ähnlichen Situation oder eine Universität mit Spezialisierung auf Fresken sein. 

Geschätzte 5 Millionen Euro aufwärts könnte die Instandsetzung der Kirche kosten. Um höhere Erfolgschancen bei der EU zu haben, wurde die Sanierung des historischen Objekts mit einem vorgeschlagenen Museums-Projekt gekoppelt. Aktuell erinnert ein Museum im Alten Feurwehrhaus an die Geschichte des 1985 geschlossenen Kamera- und Radioherstellers Eumig GmbH. Mit der EU-Förderung sollen auch andere, jährlich wechselnde Firmen und Konzerne die Möglichkeit erhalten, ihre Geschichte in dem Museum zu präsentieren.

Ich verweise auch auf meinen Blog-Beitrag vom 28. Mai 2017.

Lt. Online-Voting ist Wiener Neudorf die „Sauberste Gemeinde Österreichs 2017“

7 Gemeinden bzw. Regionen haben es ins Finale zur „Saubersten Region Österreichs 2017“ geschafft. Dann durften bekanntlich alle bis Ende Juli per Online-Voting darüber abstimmen, wer nun das beste Konzept dafür hat – und die beste Umsetzung.

Unter dem Titel „Wiener Neudorf picobello“ haben wir die meisten Stimmen vor dem Bundesland Wien erhalten.

Gewonnen haben wir allerdings nicht. Wie sich nun herausstellt hat eine „Experten“-Jury die beiden Bundesländer „Wien“ und „Niederösterreich“ zuvor ex aequo auf den 1. Platz gereiht – und zwar mit einem derartigen Vorsprung – dass es für die dahinter platzierten Gemeinden (Assling, Fels am Wagram, Himberg, Kirchdorf und Wiener Neudorf) praktisch unmöglich war, beim Online-Voting an beiden Bundesländer vorbeizuziehen. Das haben wir aber erst nach Beendigung des Online-Votings erfahren und auch nur mit dem Ersuchen, dieses nicht zu veröffentlichen. Warum nur????

Natürlich durften die Organisatoren annehmen, dass Bundesländer wie Wien oder Niederösterreich mit weit mehr als 1,5 Millionen Einwohnern mehr Stimmen beim Online-Voting erhalten würden als eine 9.000 Einwohner-Gemeinde wie Wiener Neudorf. Weit gefehlt: Wiener Neudorf bekam mehr Stimmen.

Aber das Kalkül der Organisatoren ist trotzdem aufgegangen: Wir haben zwar das Online-Voting gewonnen und sind an Niederösterreich vorbeigezogen, aber an Wien nicht. Ich stehe nicht an, Wien zum Gewinn der Saubersten Region Österreichs 2017 zu gratulieren, auch wenn es für uns ein Kampf gegen Windmühlen gewesen ist.

Hätten wir gewusst, dass es sich quasi um ein abgekartetes Spiel handelt, bei dem eines der beiden Bundesländer offensichtlich unbedingt gewinnen muss (natürlich hat eine 1.6 Millionen-Region eine größere Breitenwirkung als ein einzelnes Dorf) hätten wir nicht mitgemacht. Es wäre auch von den Initiatoren fair gewesen, von vorne herein mitzuteilen, dass die fünf Gemeinden neben den beiden Bundesländern nur Staffage waren.

Ich freue mich trotzdem, dass wir mit unserem Programm das Online-Voting gewonnen haben und damit in der Publikumsgunst die „Sauberste Gemeinde Österreichs 2017“ geworden sind.

So gepflegt und sauber wie der Rathauspark gibt es viele Beispiele in Wiener Neudorf.

Der Preis der Aktion der Veranstalter (WKO und ARA) wären ein Geldbetrag von € 3.000,- für ein Dorf- oder Stadtfest gewesen. Dieser Betrag geht nun (aus den oben genannten Gründen) an Wien.

Ich schlage vor, wir pfeifen auf den Geldbetrag – und wir feiern trotzdem. Nachdem wir das Online-Voting gewonnen haben, dürfen wir uns als moralische Sieger – und damit als sauberste Gemeinde Österreichs 2017 – fühlen.

Am Sonntag, den 1. Oktober werden wir im Rahmen eines Frühschoppens ein Dorffest feiern zu dem ich Sie schon heute herzlich einlade – mit Gratis-Getränken und Gratis-Verpflegung – und einem Rahmenprogramm. Den genauen Ablauf erfahren Sie über das Mitteilungsblatt, die Gemeindehomepage und natürlich auch über meinen Blog.

Ich bedanke mich bei allen, die Wiener Neudorf ihre Stimme gegeben haben. Und: Ich bedanke mich bei allen, die derzeit so tatkräftig und engagiert mithelfen, dass Wiener Neudorf derart sauber und blühend erscheint. Diese Organisationen, Abteilungen und Personen werden wir am 1. Oktober vor den Vorhang auf die Bühne holen.

Viele Bäume müssen in den nächsten Jahr ersetzt werden

Beispiel: Die Kastanienbäume nördlich der Kreuzung Bahnstraße/Grenzgraben sind in einem besonders schlechten Zustand und werden wohl demnächst leider wegkommen.

Schaut man genauer hin, dann erkennt man, dass die Bäume schon mit dem Tod ringen. Die Äste gefährden bereits Fußgänger, Rad- und Autofahrer.

Wir sind gerade dabei, einen sogenannten Baumkataster zu erstellen. D.h. jeder Baum auf Gemeindegrund wird von einer Fachfirma erfasst, mit einer Nummer versehen, katalogisiert und der Zustand ermittelt. Einige Straßenzüge fehlen noch. Derzeit liegen wir bei ca. 1.600 Bäumen. Insgesamt werden auf Gemeindegrund ca. 2.000 Bäume stehen – ohne Waldl. Das ist weit mehr als wir anfangs geschätzt haben.

Zu einem großen Teil, das ist der Zwischenbericht den ich erhalten habe, sind die Bäume in einem fortgeschrittenen Alter, teilweise stark bruchgefährdet und beeinträchtigen die Sicherheit von Fußgänger, Rad- und Autofahrern.

Viele der Bäume auf Wiener Neudorfer Gemeindegrund wurden in den 50er und 60er Jahren gepflanzt. Durch ihre meist exponierte Lage neben Straßen sind die Bäume einer erhöhten Schadstoffsituation ausgesetzt, was die Lebensdauer drastisch reduziert. Bäume, die normalerweise 100 Jahre alt werden, werden in derartigen Stadtlagen nur etwa 60 Jahre alt. Dazu kommt, dass um die Stämme oft herumasphaltiert wurde und die Bäume damit kaum zu ausreichend Wasser kommen – und die Wurzeln die Wege zerstören und oft auch die darunter liegenden Kanalleitungen.

Jeder Baum auf Gemeindegrund erhält eine Kastasternummer. In einer Computerdatei kann  nachgesehen werden, in welchem Zustand der Baum mit der Nummer 240 ist. Von Zeit zu Zeit wird der Zustand kontrolliert und so kann die Entwicklung nachvollzogen werden.

Wir haben es auf der Hauptstraße gesehen, wo bis auf ganz wenige Bäume alle nahezu kaputt und „unsicher“ waren. Manche hätten vielleicht noch zwei, drei Jahre überlebt. Aber im Zuge der Generalsanierung der Hauptstraße haben wir uns dazu entschlossen, noch heuer eine neue Allee zu pflanzen.

In den nächsten Jahren werden wir mehrere Hundert Bäume ersetzen müssen. Ihnen und mir ist sicher um jeden Baum leid, den wir fällen müssen. Aber Bäume haben wie alle Lebewesen ein Ablaufdatum und wenn mich eine Fachfirma darauf aufmerksam macht, dass die Standfestigkeit von Bäumen gefährdet ist, dann bin ich als Bürgermeister gezwungen, auf die Sicherheit von Fußgänger, Rad- und Autofahrer zu achten.

Diesbezüglich bitte ich Sie, mir und meinem Team zu vertrauen, dass wir keinen einzigen Baum umsonst umschneiden und durch einen neuen, jungen Baum ersetzen. Das ist der Lauf des Lebens, dem auch die Bäume unterworfen sind.

Darüber hinaus werden wir in den nächsten Monaten notwendige Feuerwehrzufahrten kontrollieren. Am Reisenbauer-Ring haben wir das vor zwei Wochen bereits getan. Ich möchte, dass im Eventualfall (der hoffentlich nie eintreten wird) die Feuerwehr zu jedem Haus zufahren und von außen in jede Wohnung zugreifen kann. Wenn dabei der eine oder andere Baum im Wege steht, dann ist mir die Sicherheit von Menschen wichtiger. Diesbezüglich ersuche ich um Ihr Verständnis.

Nächste Baustelle hat begonnen: „Antl-Spitz“ wird gestaltet!

Als mich in meiner ersten Bürgermeisterzeit vor 16 Jahren die Familie Antl gefragt hat, ob die Gemeinde Interesse an der Liegenschaft der früheren Tischlerei hätte, habe ich abgelehnt. Aber ich habe angeboten, einen Teil der Liegenschaft, den Spitz an der Ecke „Europaplatz/Emigweg“ (550 m2) anzukaufen. Irgendwie habe ich schon damals von einer schönen Gestaltung dieser Fläche rund um die Kreuzung geträumt – und wollte dieses Grundstück für die Gemeinde dafür sichern. Irgendwie ist dieser Platz doch so etwas wie das nördliche Einfahrtstor nach Wiener Neudorf und es soll dementsprechend repräsentativ aussehen.

Gut war’s. Es hat zwar ein wenig gedauert. Auf der Restfläche der früheren Tischlerei steht heute eine Wohnhausanlage. Und jetzt ist es so weit: Wir gestalten den nebenliegenden Gemeindegrund, den sogenannten „Antl-Spitz“. Es wird eine naturnahe Bepflanzung geben, einen Sitzplatz und: Wasser. Das ist mir bei einer Neugestaltung von neuen Plätzen ganz wichtig. Schön, dass der Plan die Zustimmung des zuständigen Ausschusses und der Mehrheit des Gemeinderates gefunden hat. Die SPÖ hat zwar nicht dafür gestimmt. Aber ich hoffe, wenn das Projekt fertig ist, wird es auch der Opposition gefallen. Von den Anrainern habe ich bereits durchwegs positive Rückmeldungen bekommen.

Die Bauarbeiten haben begonnen und sollen Ende September abgeschlossen sein. Geplant war die Gestaltung eigentlich für 2018, aber nachdem wir ein wenig Geld am Konto haben, ziehen wir das Projekt (Kostenpunkt: ca. € 95.000,-) vor.

Sensationell: Wiener Neudorf ist im Finale! Mit Ihrer Unterstützung können wir gewinnen!

Es geht um den Wettbewerb der Saubersten Region Österreichs. Es geht darum, die Gemeinde, die Stadt, die Region zu finden, die ganz besondere Anstrengungen hinsichtlich der Sauberkeit macht. Teilnahmeberechtigt waren über 2.000 Städte und Gemeinden und darüber hinaus auch gesamte Regionen.

Dass wir in Wiener Neudorf unter den besten 7 (!!!!) – und damit im Finale – sind, erfüllt mich als Bürgermeister mit großer Freude und enormen Stolz. Es zeigt mir, dass wir mit den gesetzten Maßnahmen und dem Engagement vieler Beteiligter auf dem richtigen Weg sind. Ich bedanke mich bei der gesamten Gemeindeverwaltung, beim Wirtschaftshof, bei allen sonstigen Bediensteten der Gemeinde, bei so vielen Privaten, die mitgeholfen haben und bei denjenigen Gemeindefunktionären, die ebenfalls tatkräftig mitgedacht und mitbeschlossen haben.

Ein besonderer Dank gilt Vize-Bgmin. Dr. Kleissner, die die Wettbewerbsunterlagen unter dem Titel „Wiener Neudorf – picobello“ eindrucksvoll und perfekt zusammengestellt hat.

Es gewinnt die Region bzw. die Gemeinde, die bei einem Online-Voting die meisten Stimmen bekommt. Abstimmen kann jeder mit einer E-Mail-Adresse 1 x.

Bitte machen Sie mit, informieren und animieren Sie Ihre Familienangehörigen, Ihre Bekannten, Ihre Firma, Ihre Vereinskollegen, einfach alle – und unterstützen Sie Wiener Neudorf.

Abgestimmt werden kann ab sofort bis einschließlich 21. Juli – also noch einen knappen Monat –

unter www.reinwerfen.at

bzw. unter http://facebook.com/reinwerfen

Viele kennen uns nur als Autobahnanrainergemeinde oder als Wirtschaftsstandort oder als Feinstaubhochburggemeinde. Wiener Neudorf ist mehr. Wiener Neudorf ist viel, viel mehr. Alleine, dass wir bei diesem Wettbewerb im Finale sind, ist für mich ein wichtiges Zeichen, dass wir mit unserem Motto zur Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität gut unterwegs sind.

Und wenn wir jetzt schon im Finale sind, dann reicht uns das nicht, dann wollen wir doch gleich auch mehr – oder?

 

 

Generalverkehrskonzept Wiener Neudorf: Der „Meilenstein“ jetzt komplett zum Downloaden

Am 15. Mai wurde das Generalverkehrskonzept im Freizeitzentrum der Bevölkerung vorgestellt. Dabei wurde zugesagt, dieses ab Anfang Juni zu veröffentlichen.

Auf der Gemeinde-Webseite www.wiener-neudorf.gv.at sehen Sie nunmehr seit gestern das komplette Konzept samt Anhängen (auch zum downloaden) .

Die Grundidee hinter dem Konzept war, dass das gesamte Ortsgebiet von Wiener Neudorf hinsichtlich der Auslastung aller Straßen und vor allem der Straßenkreuzungen untersucht wird. Gleichzeitig sollten eventuell fehlende Fuß- und Radverbindungen festgestellt und ein möglicher Ausbau des Öffentlichen Verkehrs geprüft werden.

Festgehalten wurde bereits Anfang der 2000er Jahre, dass alle Großbauvorhaben bis zur Fertigstellung dieses Generalverkehrskonzeptes aufgeschoben werden und bis dahin über das gesamte Gemeindegebiet ein Baustopp für Großprojekte verhängt wird. An diese Aufschließungsbedingung hat sich mein Nachfolger, Christian Wöhrleitner, nicht immer gehalten, weil er dies für völlig unsinnig hielt.

Beschlossen und begonnen wurden die Arbeiten am Generalverkehrskonzept bereits Ende 2004. Durch den Bürgermeisterwechsel im März 2005 wurden diese abrupt beendet.

Durch den neuerlichen Bürgermeisterwechsel , festgeschrieben im Koalitionsabkommen der Reformpartnerschaft, wurde der Erstellung des Generalverkehrskonzeptes wieder oberste Priorität eingeräumt. Ab Herbst 2015 wurde intensiv mit unserem Verkehrsplanungsbüro IKK überprüft, gemessen, untersucht, abgewogen und hochgerechnet. Überspitzt ausgedrückt wissen wir bis auf die Farbe der Fahrzeuge alles, was sich auf unseren jeweiligen Straßen – und vor allem Kreuzungen – abspielt und wir wissen, was sich im Jahr 2030 abspielen wird, wenn wir nichts tun und was wir tun müssen, um einerseits den Verkehr aufrecht erhalten zu können und andererseits die lärm- und abgasgeplagte Wohnbevölkerung bestmöglich zu schützen. Wir werden immer ein verkehrsintensiver Ort sein, aber es ist möglich, Verbesserungen zu erzielen. Das hat der Generalverkehrsplan eindeutig gezeigt.

Es waren 18 Monate intensivste Erarbeitung, laufende Abstimmungen, permanente Sitzungen und Besprechungen. Und: Es hat sich ausgezahlt.

Wir können stolz darauf sein, als eine von ganz wenigen Städten und Gemeinden (wie z.B. Bregenz, St. Pölten oder Frankfurt) ein umfassendes Generalverkehrskonzept erarbeitet zu haben, auf dem nunmehr der zukünftige Ortsentwicklungsplan aufbauen wird. Wir haben neben allen Verkehrsteilnehmern, auch die machbaren Anrainerwünsche, aber auch die Bedürfnisse unserer Partner aus der Wirtschaft berücksichtigt.

Aufgrund der Basis dieses Generalverkehrsplanes wird unser Ortsentwicklungsplan gemeinsam mit unserem Raumplanungsbüro DI Friedmann & Aujesky OEG, Wien, ausgearbeitet. Beides soll dann 6 Wochen lang (wir informieren rechtzeitig) zur Einsicht und Stellungnahme in den Monaten August und September aufliegen. Anfang Oktober sollen dann sowohl das Generalverkehrskonzept, als auch der Ortsentwicklungsplan im Gemeinderat beschlossen werden.