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2. Mai: Startschuss am Kahrteich

Traditionell beginnt am 2. Mai die Saison am Wiener Neudorfer Kahrteich. Gleich nach den Feierlichkeiten zum 1. Mai im Rathauspark war ich beim „Antauchen“ des Tauchclub Wiener Neudorf. Bei einem anschließenden Rundgang konnte ich mich davon überzeugen, dass das gesamte Gelände wieder toll in Schuss gebracht wurde. Der Abgang und Einstieg ins Wasser gleich beim Eingang wurde beispielsweise vom Tauchclub und den Gemeindemitarbeitern neu errichtet.

Der desolate ostseitige Zaun wurde in den letzten Wochen erneuert und ich bin einem großen Wunsch nachgekommen: Das bisherige Schiff beim ostseitigen Kinderstrand ist in die Jahre gekommen und wurde noch rechtzeitig in der letzten Woche ausgetauscht.

Schiff Ahoi am Oststrand des Kahrteichs

Ich wünsche allen Wiener Neudorfern, die sich ihre Neudorf-Card mit der Teichfunktion aufladen ließen, eine schöne Zeit in unserem Erholungsgelände, genauso wie den 200 Nicht-Neudorfern, die heuer das Glück hatten, eine Saisonkarte zu ergattern. Alle anderen können wie gehabt durch den Erwerb von Tageskarten den Kahrteich genießen. Zum Schwimmen braucht es allerdings – trotz der derzeit hohen Lufttemperaturen – mit 19 Grad Wassertemperatur noch eine gewisse Überwindung.

Viele Interessierte beim Info-Abend „Neue Bebauungsvorschriften“

Ein Auszug aus dem umfangreichen Änderungsanlass, der viele Ortsteile von Wiener Neudorf umfasst. Hier wird beispielsweise auf einn Vorschlag für eine Neugestaltung des „früheren Versteigerungshauses“ Bezug genommen.

Knapp 400 Personen waren beim gestrigen Infoabend dabei, als ich gemeinsam mit unserem Raumplanungsbüro DI Friedmann & Aujesky die geplanten Änderungen des Flächenwidmungs- und des Bebauungsplanes präsentieren durfte.

Ich habe für die Vorhaben der Gemeinde und die erzielten Verbesserungen ein durchwegs positives Feedback erhalten und werde die wenigen – aber doch – kritischen Anmerkungen sehr ernst nehmen und noch einmal mit den Fachleuten besprechen.

Ich bedanke mich auch auf diesem Weg, so wie ich es auch gestern getan habe, bei den Gemeinderäten der Regierungskoalition, bei den Fachabteilungen der Gemeinde, bei unseren Verkehrs- und Raumordnungsexperten, aber auch noch einmal bei den betroffenen Grundstückseigentümern und Projektbetreibern. Gerade sie mussten gegenüber den vor Jahren entwickelten Pläne aufgrund unseres Verkehrsgutachtens und der neuen Vorstellungen der nunmehrigen Gemeinderegierung deutliche Reduktionen ihrer Projekte (immerhin bis zu 50 %) vornehmen. Dass dies letztlich im gegenseitigen Einvernehmen gelungen ist, freut mich sehr.

So wird es beispielsweise am früheren Kammfabrikgelände nicht die von meinem Vorgänger versprochenen 140 Wohneinheiten, sondern nur 80 geben. Und die angedachte Höhe beim früheren Versteigerungshaus von 32 Meter wurde auf 14 Meter zurückgenommen, um nur ein paar wenige Beispiele zu nennen.

Noch bis zum 30. April 2018 liegen die Änderungspläne im Gemeindeamt zur allgemeinen Einsicht auch (auch auf der Homepage der Gemeinde: www.wiener-neudorf.gv.at ) und es können bis dahin Anregungen und begründete Einwendungen erhoben werden.

Im Laufe des Mai werden die eventuellen Anregungen und Einwendungen gesichtet und bewertet und bei der Gemeinderatssitzung am Montag, den 11. Juni soll das Gesamtwerk im Gemeinderat noch einmal besprochen und letztlich darüber abgestimmt werden. Zuvor wird sich noch der Fachausschuss für „Umwelt und Verkehr“ und der Gemeindevorstand mit dem Thema beschäftigten. Ich gehe von einem positiven Beschluss in allen Gremien aus.

Wir haben den Sachverhalt schon eingehend mit der NÖ Landesregierung, die den Änderungen als Oberbehörde auch zustimmen muss, besprochen. Trotzdem müssen wir nach einem positiven Gemeinderatsbeschluss noch die endgültig Zustimmung des Landes NÖ abwarten. Diese wird aus meiner Erfahrung bis zum Herbstbeginn 2018 einlangen. Danach kann die Bausperre für diese Bereiche des Ortsgebietes aufgehoben werden und die Grundeigentümer können anhand der neuen, deutlich abgespeckten Bedingungen an die Realisierung ihrer Vorhaben gehen.

Einladung zum wichtigen Info-Abend am 5. April

Vor zwei Jahren hat der Gemeinderat eine Bausperre verhängt, um grundsätzliche Überlegungen für die Änderungen des Flächenwidmungs- und des Bebauungsplanes anzustellen. In den vergangenen zwei Jahren wurde ein gesamtörtliches Generalverkehrskonzept erstellt und ich habe mit allen Grundeigentümer der noch größeren unbebauten Liegenschaften, aber auch mit den Eigentümern von exponierten Liegenschaften über viele Monate andauernde Gespräche und Verhandlungen geführt, um einen Konsens über eine Neugestaltung und Neuorientierung von Wiener Neudorf zu erreichen.

Aus meiner Sicht ist dieser Schritt gelungen. Große Teile von Wiener Neudorf haben wir neu konzipiert und werden diese auf die Tagesordnung der Sitzung des Gemeinderates am 11. Juni bringen. Seit 19. März bis inklusive 30. April liegen die Vorschläge zur Einsichtnahme im Gemeindeamt auf. Nachzusehen und nachzulesen sind die Änderungen auf Homepage des Gemeindeamtes unter www.wiener-neudorf.gv.at  

Um Sie umgehend und ausführlich über die Pläne der Gemeindeführung zu informieren, bieten wir einen Info-Abend am kommenden Donnerstag, den 5. April um 18:30 Uhr im Festsaal des Freizeitzentrums an. Es erwarten Sie ein umfassender Vortrag unserer Raumplaner, den ich durch politische Hintergründe ergänzen werde, sowie einige Informationskojen, in denen wir über die einzelnen Teilbereiche im Detail berichten.

Auch wenn es diesbezüglich noch keine endgültigen Ergebnisse gibt, wird auch über den aktuellen Stand der Projekte „B17-Untertunnelung“ und „Ökopark Nord“ informiert.

B17-Untertunnelung wieder ganz oben auf der Agenda

Die Medien haben es in den letzten Tagen bereits berichtet. Die Untertunnelung der B17 im Ortsgebiet von Wiener Neudorf ist wieder Thema und steht sowohl in der Gemeinde als auch im Land NÖ wieder ganz oben auf der Tagesordnung. Noch heuer soll es zu einer endgültigen Entscheidung kommen.

Gerade in den letzten beiden Jahren haben wir intensiv daran gearbeitet, sowohl auf politischer Ebene als auch durch Beauftragungen zahlreicher Untersuchungen. Nunmehr hat die Gemeinde mit dem Land NÖ ein technisches Büro, das auf Tunnelbau, Wasserhaltung, Eisenbahnbau und Brückenbau spezialisiert ist, beauftragt alle vorliegenden Untersuchungen zusammenzuführen, zu evaluieren, noch fehlende Details auszuarbeiten und vor allem eine exakte Kostenermittlung durchzuführen. Der Gemeinderat hat vor wenigen Tagen in seiner letzten Sitzung grünes Licht dafür gegeben. Schade, dass die SPÖ nicht zugestimmt hat. Ein einstimmiger Beschluss ist natürlich immer ein stärkeres Zeichen an die Landesregierung.

Bis 30. Juni 2018 soll und wird ein endgültiger Bericht vorliegen und bis zum Jahresende, so ist es zwischen dem zuständigen Landesrat DI Ludwig Schleritzko und mir vereinbart, wird es zwischen Land und Gemeinde eine endgültige Entscheidung geben.

Mittlerweile ist auch klar, dass die B17-Untertunnelung nicht nur für Wiener Neudorf, sondern für die gesamte Region einen enormen Vorteil bringt. Für Wiener Neudorf bedeutet der Tunnel nach Verwirklichung eine Entlastung der Lärm-, Schadstoff- und Stausituation mitten im Ort. Endlich könnte unser zweigeteilter Ort auch optisch zusammenwachsen. Derzeit belasten durchschnittlich 22.500 Fahrzeuge die Ortsmitte – mit Höchstwerten bis zu 30.000. Das sind praktisch Autobahnverhältnisse mitten durch eine Gemeinde. Etwa 60 % sind reine Durchfahrer. Das heißt, dass durch die Untertunnelung weniger als 10.000 Fahrzeuge durchschnittlich täglich an der Oberfläche bleiben würden. Das ist der Verkehr im Ort und in der nahen Umgebung. In etwa ist das der Verkehr der Hauptstraße. Durch die Untertunnelung würde plötzlich ein ganz neues Ortsbild entstehen und Wiener Neudorf würde – sagen wir in 10 Jahren – nicht mehr wieder zu erkennen sein.

Durch die Untertunnelung könnte auch der 7,5-Minuten-Takt der BadnerBahn Richtung Baden weitergeführt werden. Derzeit ist das unmöglich, weil die Geleisequerung beim Alten Rathaus zu einer ständigen Stausituation führen würde. Der 7,5 Minuten-Takt ist aber gerade für den Bereich „Wiener Neudorf – Baden“ ein wichtiges Zeichen für den Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Verkehr.

Mit derzeit mehr als 35.000 Fahrgästen werktäglich (12 Millionen pro Jahr) ist die BadnerBahn eine wichtige öffentliche Verbindung zwischen der Bundeshauptstadt und den Bezirken Mödling und Baden. Das Ziel ist eine mittelfristige Steigerung der Fahrgastzahl auf 50.000 täglich. Auch dazu braucht es die B17-Untertunnelung und die Ausweitung des 7,5-Minuten-Taktes von Wiener Neudorf Richtung Süden.

Grünschnittaktion wird im April wiederholt

Wir haben die Grünschnittaktion bereits im Jänner für das Wochenende 9. bis 11. März geplant. Wir konnten natürlich nicht ahnen, dass sich die Witterungsverhältnisse ab Mitte Februar derart verschlechtern würden.

Einige Wiener Neudorfer/-innen haben sich bei mir gemeldet und gemeint, dass der Termin für die Grünschnittaktion für sie zu früh käme, weil die Böden noch teilweise gefroren und die derzeitigen Temperaturen noch nicht für Gartenarbeiten geeignet sind.

Aus diesem Grund werden die Grünschnittcontainer zusätzlich auch am Wochenende 6.  bis 8. April  an den bekannten nachstehend angeführten Orten aufgestellt:

  • Schloßmühlgasse/Nähe Umweltinsel
  • Buchenweg / Nähe Umweltinsel
  • Beethovengasse
  • Brauhausstraße / Mühlgasse 1c
  • Schillerstraße / Kreuzung Bründlgasse
  • Ortsende / Wehrgasse
  • Parkstraße / Alte Feuerwehr
  • Parkplatz Kindergarten Anningerpark / Mobiki

 

Wiener Neudorf: Bald über 10.000 Einwohner

Ein Blick über Wiener Neudorf vom Gemeindeteich bis zum „Palmers-Tower“ und der Blauen Lagune.

Derzeit gibt es knapp 90 Ortschaften (von insgesamt 2.100) in Österreich mit mehr als 10.000 Einwohnern. Die Liste beginnt mit Wien mit knapp 1,9 Millionen und geht bis Judenburg in der Steiermark mit ganz knapp über 10.000 gemeldeten Hauptwohnsitzern. Im Bezirk Mödling gehören derzeit die Bezirkshauptstadt Mödling mit 20.700 (Rang 26), Perchtoldsdorf mit 15.000 (Rang 39) und Brunn am Gebirge (11.700 / Rang 66) dazu.

In geschätzt 3 Jahren wird Wiener Neudorf ebenfalls zu diesem illustren Kreis gehören. Derzeit halten wir bei über 9.400 Hauptwohnsitzern. Noch sind nicht alle Wohnungen am Anningerpark bezogen und noch gibt es für die geplanten Wohnbauten auf den Grundstücken der früheren „Kammfabrik“ und des vormaligen „Versteigerungshauses“ zwar noch nicht einmal Einreichpläne, aber sehr konkrete Vorstellungen, die noch heuer begonnen werden sollen, zu verwirklichen. Wobei am „Kammfabriks-Gelände“ eher mit Eigentums- und am „Versteigerungshaus-Gelände“ eher mit Genossenschaftswohnungen zu rechnen sein wird.

Einerseits ist es schön, wenn Wiener Neudorf wächst, wir größer und bedeutender werden und Wiener Neudorf auch immer mehr zu einem gesuchten Wohnort wird. Andererseits wurde Wiener Neudorf in den 50er- und 60er Jahren für maximal 5.000 Einwohner und eine Handvoll Betriebe konzipiert. Die Entwicklung, dass in einem der kleinsten Flächenorte Österreichs (6 km2) einmal über 10.000 Menschen leben und zusätzlich mehr als 14.000 Menschen arbeiten werden, war vor 50, 60 Jahren nicht vorhersehbar.

Weil ich das immer wieder gefragt werde: Wir haben rechtsgültig festgelegte Bebauungsbestimmungen. Durch die bestehende Bausperre werden wir restriktive Maßnahmen, so weit wie möglich, neu beschließen. Einen Baustopp für alle Zeiten können wir nicht verhängen, denn dies würde zu ungeahnten Entschädigungszahlungen an die Grundeigentümer führen. Aber wir werden die künftige Verbauung so verträglich wie möglich festlegen – um Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden immer in Diskussion mit den Grundeigentümern. Und das funktioniert eigentlich bestens. Wir müssen Verständnis haben, dass die Grundeigentümer einen Besitz haben, den sie verwerten können und dürfen. Die Grundeigentümer müssen Verständnis haben, dass in Wiener Neudorf aufgrund der bekannten Umstände und Tatsachen nicht alles möglich ist und Wünsche und Vorhaben deutlich zurückgenommen werden müssen.

Die Infrastruktur (Kanal, Wasser, Straßen, Verkabelungen, Kinderbetreuungseinrichtungen, Freizeitmöglichkeiten …….) wurde vor Jahrzehnten geplant und errichtet und passt mit den heutigen Gegebenheiten überhaupt nicht mehr zusammen. Das sind auch ganz besondere Hausforderungen für die Politik und die Gemeindeverwaltung. Wir sind permanent dabei, die Infrastruktur in ihren vielfältigsten Aufgabenbereichen den neuen Gegebenheiten anzupassen.

Das sind enorme arbeitsmäßige als auch finanzielle Anforderungen, die tagtäglich an mich als Bürgermeister, an die Gemeinderegierung und das Gemeindeamt herangetragen werden.

Wiener Neudorf wird deshalb in den nächsten Jahren (wie auch in den vergangenen) einem ständigen Sanierungs- und Neugestaltungsprozess unterworfen sein, auch verbunden mit etlichen Baustellen, die sie auch teilweise bemerken, stören und möglicherweise beeinträchtigen werden. Aber über allem was wir tun steht die Überschrift: Hebung der Wohn- und Lebensqualität.

Gemäß meinem Plan wird Wiener Neudorf bis 2030 so weit entwickelt, neu gestaltet und saniert sein, dass danach wieder ein wenig Ruhe und Beschaulichkeit einziehen könnte – soweit dies in einer 10.000 Einwohner-Gemeinde überhaupt möglich ist.