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Massenquartiere für Asylwerber: Da ist die Regierung auf dem Holzweg

Temporär wurden auch Flüchtlinge in einer Notwohnung im Feuerwehrhaus vom SOS-Kinderdorf betreut. Mittlerweile sind die Jugendlichen teilweise wieder in ihre Ursprungsländer zurückgekehrt bzw. konnten anderswo untergebracht werden.

Die Ankündigung der Bundesregierung, allen voran Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) Asylwerber vorrangig in Großquartieren unterzubringen, oder wie es äußerst eigenartig ausgedrückt wurde: konzentriert zu halten, ist aus meiner Sicht und meiner Erfahrung ein Fehler. Abgesehen davon, dass ich mir von Spitzenpolitikern eine Wortwahl erwarte, die Vorbildfunktion hat.

Es gab im Jahr 2015 zwei Möglichkeiten, wie Gemeinden auf die damals beginnende „Asylproblematik“ reagierten. Einerseits gab es Gemeinden, die auf größere Unterbringungseinheiten setzten, und auf der anderen Seite Gemeinden, die mittels kleinerer Einheiten eine Integration versuchten. Beides hatte damals in der Theorie (Erfahrung gab es noch keine) Vor- und Nachteile.

Wir in Wiener Neudorf haben politisch Großquartiere abgelehnt. Die diesbezüglichen Anträge der SPÖ wurden im Gemeinderat von der damals neuen Gemeinderegierung (ÖVP, UFO, FPÖ) abgelehnt. Wir vertrauten unserem Gefühl, dass wir mit kleineren, leichter betreubaren Einheiten mehr Erfolg haben würden.

Glücklicherweise gab es engagierte Organisationen, wie die Pfarre, die Pfadfinder, das SOS-Kinderdorf, die Feuerwehr, Privatpersonen und Firmen, die sich bereit erklärten, sich um Flüchtlingsfamilien oder -personen zu kümmern. Auch einige Gemeindebedienstete haben in ihrer Freizeit eine desolate Wohnung in der „Alten Volksschule“ für Flüchtlinge wohnbar gemacht, die seither vom SOS-Kinderdorf dort betreut werden. Alles in überschaubaren, kleinen Größenordnungen. Während die damalige Bundesregierung noch herumdiskutierte, ob und wie die Deutschkenntnisse der Asylanten verbessert werden könnten, gab es in Wiener Neudorf schon etliche Freiwillige, die sich darum annahmen und relativ rasch einen täglichen Unterricht ermöglichten.

Zusätzlich wurde ein sogenanntes „Kernteam“ eingesetzt, das sich periodisch in meinem Büro traf, um sich abzustimmen und die Hilfe zu organisieren.

Die Flüchtlingsbetreuung ist problem- und klaglos abgelaufen. Dort, wo es jetzt noch Schwierigkeiten gibt, ist es Unterbringungsmöglichkeiten für diejenigen zu finden, die eine Aufenthaltsgenehmigung in Österreich erhalten haben. Das hat aber auch mit den finanziellen Möglichkeiten der Betroffenen zu tun, weil Wiener Neudorf mittlerweile doch zu einem hochpreisigen Wohnort geworden ist.

Alles in allem konnten und können wir das Flüchtlingsthema letztlich positiv bewältigen – dank dem Engagement der genannten Organisationen und Personen und dank der Tatsache, dass wir richtigerweise auf „kleine Einheiten“ gesetzt haben. Und: Die befürchtete Steigerung der Kriminalität hat bis auf ein paar völlig unberechtigte Anschuldigungen nicht stattgefunden.

Diejenigen, die jetzt populistisch auf staatliche Massenquartiere in dünn besiedelten Gegenden mit Ausgangssperren setzen, können aus meiner Wahrnehmung nur keine oder nur eine geringe persönliche Erfahrung mit diesem Thema haben. Oder es steckt ein Kalkül dahinter, was ich aber nicht annehmen möchte.

Zurück in die Jugend: HAK Mödling

(Foto Harald Klemm) – L-Abg. Martin Schuster, HAK-Absolvent Herbert Janschka, HAK-Dir. OStR Mag. Marina Röhrenbacher, Landesschulrats-Präsident Mag. Johannes Heuras, KR Helmut Schramm vom Fonds der Wiener Kaufmannschaft und L-Abg. Hans-Stefan Hintner

Die zweite Hälfte der 70er Jahre verbrachte ich großteils – für mich neben der Othmarkirche Aufgewachsenen – in einer damals eher unbekannten Mödlinger Gegend, in der Maria-Theresien-Gasse in der HAK. Ich habe dort meine Liebe zu Ziffern und Zahlen und durch die Wiener Neudorfer Deutsch-Professorin Mag. Geisler auch meine Liebe zur Sprache (und auch zur Literatur) entdecken dürfen.

Die HAK-Zeit hat mich enorm geprägt und – nachträglich gesehen – bin ich nahezu jeden Tag gerne in die Schule gegangen.

Vor kurzem hat die HAK Mödling ihren 60. Geburtstag gefeiert und offenbar gilt auch ein Bürgermeister als gelungenes positives Beispiel, was aus einem HAK-Maturanten im späteren Leben werden kann. So wurde ich gemeinsam mit anderen Regionalpolitikern sowie Top-Führungskräften aus der Wirtschaft und Unternehmern als Ehrengast zur Gala eingeladen.

Bereits ab 1904 wurde in Mödling eine Handelsschule gegründet, 1957 eine Akademie, die 1963 von 4 auf 5 Jahre verlängert wurde. 1993 wurde ein Betriebswirtschaftliches Zentrum eröffnet, in dem sich die Büros einer Übungsfirma befinden. 1997 wurde die Bezeichnung „Vienna Business-School“ als Dachmarke eingeführt, die vom Fonds der Wiener Kaufmannschaft betrieben wird und außer Mödling weitere 5 Standorte in Wien hat.

Für einige Jahr mein zweites Zuhause – eines, in das ich gerne immer wieder zurückkehre und dem ich viel zu verdanken habe.

Heute gibt es verschiedene Klassenzüge u.a. als Management HAK-Plus, Management HAK-EUROPA und eine Praxis Handelsschule, in der die Schüler gezielt und kompetent für die berufliche Karriere ausgebildet werden.

Für Kinder, die im Unterstufen-Gymnasium oder in der Mittelschule eine besondere Fähigkeit im Umgang mit Zahlen, einen Faible für Wirtschaft haben oder bei denen unternehmerische Vorlieben festgestellt werden, sollten die HAK (Hasch) als möglichen Schultyp unbedingt in Erwägung ziehen.

Eine tolle und erfolgreiche Ausbildungsstätte in Gehweite zu Wiener Neudorf.

Sensationell: Wiener Neudorf ist im Finale! Mit Ihrer Unterstützung können wir gewinnen!

Es geht um den Wettbewerb der Saubersten Region Österreichs. Es geht darum, die Gemeinde, die Stadt, die Region zu finden, die ganz besondere Anstrengungen hinsichtlich der Sauberkeit macht. Teilnahmeberechtigt waren über 2.000 Städte und Gemeinden und darüber hinaus auch gesamte Regionen.

Dass wir in Wiener Neudorf unter den besten 7 (!!!!) – und damit im Finale – sind, erfüllt mich als Bürgermeister mit großer Freude und enormen Stolz. Es zeigt mir, dass wir mit den gesetzten Maßnahmen und dem Engagement vieler Beteiligter auf dem richtigen Weg sind. Ich bedanke mich bei der gesamten Gemeindeverwaltung, beim Wirtschaftshof, bei allen sonstigen Bediensteten der Gemeinde, bei so vielen Privaten, die mitgeholfen haben und bei denjenigen Gemeindefunktionären, die ebenfalls tatkräftig mitgedacht und mitbeschlossen haben.

Ein besonderer Dank gilt Vize-Bgmin. Dr. Kleissner, die die Wettbewerbsunterlagen unter dem Titel „Wiener Neudorf – picobello“ eindrucksvoll und perfekt zusammengestellt hat.

Es gewinnt die Region bzw. die Gemeinde, die bei einem Online-Voting die meisten Stimmen bekommt. Abstimmen kann jeder mit einer E-Mail-Adresse 1 x.

Bitte machen Sie mit, informieren und animieren Sie Ihre Familienangehörigen, Ihre Bekannten, Ihre Firma, Ihre Vereinskollegen, einfach alle – und unterstützen Sie Wiener Neudorf.

Abgestimmt werden kann ab sofort bis einschließlich 21. Juli – also noch einen knappen Monat –

unter www.reinwerfen.at

bzw. unter http://facebook.com/reinwerfen

Viele kennen uns nur als Autobahnanrainergemeinde oder als Wirtschaftsstandort oder als Feinstaubhochburggemeinde. Wiener Neudorf ist mehr. Wiener Neudorf ist viel, viel mehr. Alleine, dass wir bei diesem Wettbewerb im Finale sind, ist für mich ein wichtiges Zeichen, dass wir mit unserem Motto zur Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität gut unterwegs sind.

Und wenn wir jetzt schon im Finale sind, dann reicht uns das nicht, dann wollen wir doch gleich auch mehr – oder?

 

 

Toller Seniorenausflug ins Ötscherland

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Die um 400 v.Chr. in die Gegend eingewanderten Kelten gaben dem beherrschenden Berg der Region den Namen „ocan“ (Vaterberg), woraus später der Name Ötscher entstand.

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Über 300 Senioren fuhren am Donnerstag mit 6 Bussen zur Landesausstellung ins Ötscherland. Traditionell organisiert die Gemeinde immer Mitte August einen Ausflug für unsere älteren Mitbürger/-innen gegen einen geringen Kostenbeitrag.

Heuer besuchten wir die Laubenbachmühle, die Ötscherbasis und das Töpper-Schloss, die Destinationen der heurigen niederösterreichischen Landesausstellung. Vor knapp 2 Monaten habe ich mit meiner Frau und unserem Sozialreferenten Robert Stania die Ausstellungsorte besucht und die Gasthäuser ausgesucht. Es ist ja nicht gerade leicht, die richtigen Gastwirtschaften für eine derart große Gästeanzahl zu finden. Aber wie ich glaube, haben wir ganz gut ausgewählt. Als Zeichen des neuen politischen Stils wurden Gemeinderäte aller Fraktionen eingeladen, uns als Busbegleiter zu unterstützen. Ich freue mich, dass alle Fraktionen diese Einladung auch angenommen haben.

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Die insgesamt fast 400 Wiener Neudorfer und Bärnkopfer Pensionisten wurden auf 2 Ebenen im ganzen Ramsauhof untergebracht.

Glücklicherweise hat der Regen aufgehört, als wir bei den Ausstellungen ankamen, so haben wir rundum einen schönen Tag verbracht. Den Abschluss machten wir in einem wunderschön restaurierten alten Gehöft, dem Event-Gasthof Ramsauhof in Purgstall an der Erlauf, wo wir auf unsere Bärnkopfer Freunde trafen, die ebenfalls am selben Tag ihren Pensionistenausflug abhielten.

_20150820_250Pen.Ausflug 2015

Bärnkopfs Vize-Bgm. Erich Bauerfried, GRin Gaby Janschka, Bgm. Herbert Janschka, Sozialreferent Robert Stania und Ramsauhof-Chef Hermann Wurzenberger

Für das nächste Jahr planen wir wieder eines außergewöhnlichen Tagesausflug. Wenn jemand eine gute Idee hat, dann her damit.

Einladung zur 45. Wiener Neudorfer Woche

Wiener Neudorfer Woche 2015

Das Festgelände vor dem „Ansturm“ der Gäste

Gestern, Samstag, wurde die 45. Wiener Neudorfer Woche eröffnet und schon heute, Sonntag, geht es mit den Höhepunkten weiter.

Um 9.30 Uhr feiern wir im Festgelände die Heilige Messe.

Um 10.30 Uhr werde ich die renovierte Brücke neben der Alten Feuerwehr von unserem Pfarrer Dr. Antonci segnen lassen und im Beisein von L-Abg. Hans-Stefan Hintner eröffnen.

Ab 11.30 Uhr wird dann unser Musikverein Lyra zum Frühschoppen aufspielen.

Um 15.00 Uhr werden wir im Alten Rathaus den Safe eröffnen, den wir mit Untensilien des Jahres 2000 gefüllt haben und sind schon sehr gespannt, was wir auffinden werden.

Und keine Angst: Für Fußballfans, so wie mich, wird im Festgelände vorgesorgt sein, dass wir das Match gegen Russland sehen können.

Das gesamte Programm sehen Sie auf der Webseite der Marktgemeinde Wiener Neudorf.

Brasiliens Bischof Erwin Kräutler in Wiener Neudorf

Herbert und Gaby Janschka, Bischof Erwin Kräutler, Pfarrer Dr. Iosef Antoci vor der Pfarrkirche Maria Schnee in Wiener Neudorf

Den Firmlingen in Wiener Neudorf wurde am letzten Sonntag eine ganz besondere Ehre zu Teil. Bischof Erwin Kräutler, auf Heimaturlaub in Österreich, zelebrierte das Firmungs-Hochamt in Wiener Neudorf.

Erwin Kräutler, 1939 in Koblach, Vorarlberg, geboren, ging nach seiner Priesterweihe 1965 als Missionar zum Rio Xingu und Amazonas nach Brasilien. Seit 1981 steht er der flächenmäßig größten Diözese Brasiliens als Bischof vor.

Bischof Kräutler setzt sich nicht nur für christliche Werte ein, sondern kämpft seit Jahrzehnten für die Rechte der Armen, für die Rechte der sozialen Unterschicht und vor allem der Indios. Damit machte er sich zum Erzfeind der Großgrundbesitzer und Ausbeuter. Nach der Ermordung eines Ordensbruders und einer Ordensschwester  wollte er neben den Mördern auch die Hintermänner vor Gericht bringen. Bekannt ist auch sein Kampf für den Umweltschutz, vor allem sein Widerstand gegen das Staudammprojekt Belo Monte, demzufolge viele Indio-Völker ihren Lebensraum verlieren würden und seine Anzeigen gegen einflussreiche Personen in der Provinzhauptstadt Altamira wegen sexuellen Missbruchs von Kindern. Seit über 9 Jahren steht Bischof Kräutler deswegen unter Polizeischutz und wird rund um die Uhr von 2 Polizisten auf Schritt und Tritt bewacht.

Durch die Bekanntschaft mit unserem Diakon, DI Obermeier, und unserer Pfarrsekretärin, Maria Obermeier, ist es gelungen, Bischof Kräutler nach Wiener Neudorf einzuladen.

Unsere Pfarrkirche Maria Schnee war bis zum letzten Stehplatz restlos gefüllt. Die Art und Weise, wie Bischof Kräutler die Messe zelebrierte, hat gezeigt, wie modern, wie schwungvoll, wie heutig die Katholische Kirche sein kann. Tolle Unterstützung gab es dabei von unserem „Wald- und Wiesenchor“. Und das absolut lockere Auftreten des Bischofs (ohne Stab und Mitra), sein Zugehen auf die Menschen und auch seine einzigartige Predigt hat uns eine Ahnung davon gegeben, warum Erwin Kräutler zu den eindrucksvollsten, charismatischsten und bekanntesten Vertretern der Katholischen Kirche weltweit zählt.

Dass Bischof Erwin Kräutler die Firmungs-Messe zelebrierte war nicht nur ein großer Tag und eine große Ehre für die Firmlinge, nicht nur für die Ortskirche, sondern für ganz Wiener Neudorf.

Die Messe wurde nicht nur von Wiener Neudorf TV aufgenommen, sondern auch vom ORF. Einen Beitrag können Sie in der Sendung „Feiertag“ am Pfingstsonntag sehen.