Kategorie-Archiv: persönlich

Don’t-smoke-Volksbegehren: Erklärung der Bundesregierung ist eine Ausrede!

Die Erklärung der Bundesregierung die 881.569 Unterschriften des Don’t-smoke-Volksbegehrens natürlich ernst zu nehmen, aber leider aufgrund des Koalitionsabkommens nichts tun zu können, ist eine sehr billige Ausrede.

Auch wir haben in Wiener Neudorf seit über 3 Jahren ein Koalitionsabkommen, noch dazu zwischen 3 Fraktionen. Aber würden wir draufkommen, dass eine vereinbarte Passage gesundheitliche Auswirkungen auf die Bevölkerung hat, dann würden wir uns umgehend zusammensetzen und diese Passage wäre innerhalb von 24 Stunden besprochen und höchstwahrscheinlich geändert. Und da bin ich mir sicher, auch im Namen meiner beiden Koalitionspartner zu sprechen.

Ich habe nie ein Hehl daraus gemacht, was ich von der Nichteinführung des Rauchverbotes in Lokalen halte (siehe mein Blog-Beitrag vom 13. Dezember 2017) und dass ich darüber mehr als entsetzt bin. Ich gehöre zu den (ÖVP-)Bürgermeistern, die vehement für eine diesbezügliche Volksabstimmung eintreten. Diese nur deshalb nicht zu tun, weil irgendein Abkommen dies angeblich nicht ermöglichen würde, ist für mich ein Vorwand und sonst nichts.

Ein auf 5 Jahre abgeschlossenes Abkommen kann und darf niemals in Stein gemeißelt sein, sondern muss auch flexibel auf neue Gegebenheit und Erkenntnisse sein und leben. Natürlich müssen die Grundpfeiler eines Abkommens immer gelten und halten, aber in 5 Jahren passiert in unserer schnell-lebigen Zeit – wie wir wissen – immer etwas, das Anpassungen und Neuorientierungen verlangt und notwendig macht. In Wiener Neudorf genauso wie im Bundesland Niederösterreich, im Staate Österreich oder in Europa bzw. der ganzen Welt. In diesem Sinne muss es deshalb zwangsläufig innerhalb einer Legislaturperiode immer wieder zu Evaluierungen bzw. Ergänzungen eines Abkommens kommen.

Auch wir haben in Wiener Neudorf ein mehrseitiges Koalitionsabkommen, das in seinen Grundfesten halten muss, aber trotzdem bei Notwendigkeit angepasst werden muss und auch angepasst wird.

Mein Kurzurlaub ist leider zu Ende

Wenn die Enkeltöchter wollen, dann muss der Opa auch schon Mal auf s Trampolin.

Ich freue mich natürlich, wenn es auffällt, dass ich ein paar Tage nichts blogge und ich diesbezüglich Nachrichten erhalte.

Schuld war ein Kurzurlaub mit meinen Enkeltöchtern in der Steiermark, der rechtzeitig beendet wurde, um beim heutigen Wiener Neudorf-Kirtag vor Ort zu sein. Geschäftlich war ich selbstverständlich mit dem Gemeindeamt ständig in Kontakt – außer ich war damit beschäftigt, mich auf dem Trampolin zu halten.

 

Pfarrer Mag. Florian Sobocan gestorben

Ich habe soeben die traurige Nachricht erhalten, dass Mag. Florian „Flo“ Sobocan, der von 1999 bis 2014 Pfarrer in Wiener Neudorf war, gestern verstorben ist. Er hat damit seinen langen Kampf gegen seine Krankheit verloren, nun seinen Platz in der Ewigkeit und damit die endgültige Nähe zu Gott gefunden. Während meiner ersten Bürgermeister-Ära (2000 bis 2005) haben Florian Sobocan und ich eine gute und ehrliche Freundschaft entwickelt. Er war mir in dieser Zeit ein wichtiger Zuhörer, mit dem ich immer wieder gerne meine Ideen und Visionen besprochen habe.

Ich erlaube mir, meinen Blogbeitrag anlässlich seines Abschiedsgottesdienstes am 31. August 2014, bevor er einen Tag später die Pfarren in Hochwolkersdorf und Schwarzenbach in der Buckligen Welt als Pfarrmoderator übernahm, in Erinnerung zu rufen.

Die restlos gefüllte Maria-Schnee-Kirche anlässlich des Abschiedsgottesdienstes von Mag. Florian Sobocan am 31. August 2014.

Einen derartigen Besuch der Heiligen Messe wie am letzten Sonntag (31. August 2014) hätte unser Pfarrer wohl gerne öfter gehabt. Bis zum letzten Stehplatz war unsere Kirche Maria Schnee gefüllt, um Mag. Florian Sobocan bei seinem letzten offiziellen Gottesdienst in Wiener Neudorf dabei zu sein. Und mehr als 20 Ministranten war eine schöne Begleitung bei seinem letzten Arbeitstag bei uns.

Ich erinnere mich noch gerne an die Anfangszeit von Pfarrer Florian in Wiener Neudorf zurück, als er mit seiner Gitarre in die Kirche einzog und irgendwann während der Messe einfach zu diesem Musikinstrument griff und die musikalische Begleitung selbst übernahm. Diese unkonventionelle Art hat mich sehr berührt und vereinnahmt. Während meiner Bürgermeisterzeit war ich in ständigem Kontakt mit unserem Pfarrer und es hat sich in diesen Jahren eine Freundschaft zwischen uns beiden entwickelt, für die ich sehr dankbar bin.

Sehr sehr oft haben wir uns anlässlich von Begräbnisfeierlichkeiten am Friedhof getroffen. Was mir diesbezüglich Mag. Sobocan beigebracht hat ist, dass der Mittelpunkt des Zusammenlebens nicht der Abschied sein sollte, sondern die Zeit davor. Es geht nicht vorrangig um die Trauer über die Sekunde des Abschieds, sondern um die Dankbarkeit und die Freude, einen Menschen gut und besser kennengelernt haben zu dürfen. Natürlich tut jeder Abschied weh und ist jeder Abschied schmerzvoll und ist umso tiefer und unfassbarer, je näher uns ein Mensch stand, den wir verloren haben. Und natürlich gibt es einen haushohen Unterschied zwischen dem Tod eines bekannten, befreundeten oder geliebten Menschen und dem einfachen Abschiednehmen. So bleibt bei mir weniger die Traurigkeit darüber, dass Pfarrer Florian nun nach Hochwolkersdorf übersiedelt als mehr die Freude und Dankbarkeit darüber, dass er fünfzehn Jahre lang unser Pfarrer und Schäfer gewesen war und ich eines seiner Schafe (hoffentlich ein weißes). Bei mir bleibt die Erinnerung an einen Pfarrer, bei dem ich das Gefühl habe, dass er Wiener Neudorf sehr sehr gut getan hat und an den wir uns noch lange mit guten Gedanken zurückerinnern werden.

 

Niederösterreich sucht den „coolsten“ Bürgermeister

Wenn man bei 573 Bürgermeister in Niederösterreich zu den 20 gehört, die in die Endauswahl der „coolsten“ Bürgermeister kommen, dann ist man schon einen Augenblick lang einigermaßen stolz. Nicht unbedingt auf sich selbst, sondern darauf, dass in der Gemeinde, in der und für die man dieses Amt ausüben darf, offenbar einiges passiert, worauf ein breites Publikum aufmerksam geworden ist.

Das „Schau-TV-Team“ war für einen 5-Minuten-Beitrag insgesamt knappe 4 Stunden mit mir in Wiener Neudorf unterwegs. Eine Profi-Jury wird Mitte August alle Beiträge sichten, bewerten und danach den „coolsten“ Bürgermeister Niederösterreichs wählen.

Wenn Sie der Beitrag interessiert, dann schauen Sie doch in die TV-Thek von „Schau-TV“ oder Sie gehen ganz einfach auf die Webseite der Marktgemeinde Wiener Neudorf und schauen unter „Aktuelles“: http://www.wiener-neudorf.gv.at

 

 

Vielen Dank für die lieben Wünsche

Mitarbeiter des Gemeindedienstes haben mich mit Geschenken und einer Torte überrascht. Ich habe – aber das ist ja sowieso bekannt – das beste Team aller Gemeindebediensteten, auf das ich riesig stolz bin.

Ich nütze meinen Blog (auch im Namen meiner Gaby), um mich für die zahlreichen lieben Wünsche zu meinem gestrigen Geburtstag, der auch der Geburtstag meiner Gattin ist (sie ist, wie es üblich ist, die Jüngere – wenn auch nur um 10 Stunden) zu bedanken. Durch die Feierlichkeiten des gestrigen Tages bin ich noch nicht dazu gekommen, dies bei allen zu tun. Ich werde versuchen, dies über das Wochenende nachzuholen. Da ich persönlich meinem Geburtstag keine so große Bedeutung zumesse, bin ich immer wieder überrascht, wie viele sich meinen merken. Ich bin diesbezüglich bei anderen – zugegeben – nicht so perfekt.

Persönlich habe ich mir selbst ein kleines Gedicht geschrieben, um mich anlässlich meines (nunmehr 58.) Geburtstages ein wenig zu orientieren:

Bin ich jetzt alt? Bin ich noch jung?                                                                                                           Ich denke, ich bin dazwischen drinnen.                                                                                                   Ich habe Erfahrung und Erinnerung,                                                                                                                aber vor allem Neugier, Neues zu beginnen!

(In diesem Sinne werde ich mein neues Lebensjahr auch beruflich weiterhin mit Elan, Engagement und Motivation tatkräftig angehen und weiterhin versuchen mein Bestes zu geben. Privat werde ich versuchen, mehr Zeit für meine Familie – vor allem für meine Enkeltöchter – zu haben).

Ich bin – offenbar bekanntlich – seit 50 Jahren bekennender LASK-Fan (bei weitem nicht der einzige in Wiener Neudorf). Ob meine Frau auch LASK-Fan ist, habe ich in mittlerweile 36 Ehejahren noch nicht herausgefunden. Für Fußball insgesamt interessiert sie sich eher nicht. Vielen Dank für meine Kollegen im Gemeindedienst auch für diese Tortenüberraschung, die bis zur 15. Essminute verspeist war.

Kommender Montag: Einladung zu einer ungewöhnlichen Veranstaltung

(ich werde versuchen, eigene interessante literarische Texte zu lesen und Erhard Gredler das Publikum stimmgewaltig gesanglich zu unterhalten)

Am kommenden Montag, 19. März,  lädt der NÖ Seniorenbund um 15:00 Uhr im Genossenschaftshaus (Ecke Schloßmühlgasse/Mühlfeldgasse) zu einer ungewöhnlichen Veranstaltung ein. Vielleicht haben Sie Zeit.

Wann kommt es schon vor, dass ein Bürgermeister aus seinen literarischen Werken (teilweise veröffentlicht, teilweise noch nicht veröffentlicht) vorliest und gesanglich von einem geschäftsführenden Gemeinderat (gleichzeitig Gemeindeparteiobmann) begleitet wird?

So darf ich gemeinsam mit Erhard Gredler diesen Nachmittag, auf den ich mich schon sehr freue, gestalten.

Gleich darauf werden wir beide ins Gemeindeamt wechseln, wo um 19:00 Uhr eine wichtige öffentliche Gemeinderatssitzung stattfinden wird. Auch dazu lade ich Sie herzlich ein.