B17-Tunnel: Technisch sind wir durch!

Häufige Gäste in meinem Büro: Die „B17-Expertenrunde“ mit hochrangigen Beamten des Landes, dem Planer DI Josef Schmeiser (Fa. ISP Wien), 4.v.l., Ing. Anton Waltl (Tunnelsachverständiger), 4.v.r., Univ-Prof, DI Dr. Dietmar Adam (Berater der Gemeinde), 3.v.r., Verkehrsreferent GfGR DI Norman Pigisch, 2.v.r.) und Bauamtsleiter Ing. Fritz Hudribusch, r.

Drei Jahre intensivste Besprechungs-, Verhandlungs- und Diskussionsrunden sind zu Ende gegangen. Alle paar Wochen haben wir uns Hausaufgaben gestellt, diese penibel abgearbeitet, gemeinsam abgewogen, wieder überarbeitet, wieder abgewogen, teilweise verworfen, teilweise weiterverfolgt. Wir haben alle Alternativen zu einer Tunnellösung eingehend untersucht. Zusammengefasst haben wir in Wiener Neudorf auf der B17 nur zwei Möglichkeiten: Erstens: Wir tun nichts und schauen, was sich in Zukunft tut und warten bis der Verkehr zusammenbricht. Zweitens: Tunnel. Alle anderen Lösungen führen nachweislich zu nichts, werden nicht angenommen oder sind zwecklos.

Die Tunnellösung im Zentrum von Wiener Neudorf wird keine leichte Baustelle. Ich weiß: Wir können auch auf den Mond fliegen und den Ärmelkanal untertunneln, also kann der B17-Tunnel nur eine einfache Aufgabe sein. So ist es nicht. Wir haben erstens sehr wenig Platz, müssen unter dem Mödlingbach durch, müssen den Eisenbahnverkehr aufrecht halten, müssen die Hauptkanalleitung von Mödling zur Kläranlage (derzeit direkt bei der Badner-Bahn-Kreuzung) großräumig verlegen, müssen auf die anrainenden Bauwerke besondere Rücksicht nehmen, müssen den Autoverkehr jederzeit gewährleisten … und und und …

Wir haben technisch alles bis ins kleinste Detail besprochen, haben auch alles betraglich bis zu den (übertrieben ausgedrückt) Steckdosen berechnet. Wir haben unzählige Pläne ausgearbeitet, einen Bauzeitenplan erstellt und auch alle Sicherheitsfragen geklärt.

In diesen Tagen gehen alle Unterlagen an das Büro des zuständigen Niederösterreichischen Landesrates DI Ludwig Schleritzko. Bereits für die kommende Woche ist ein – allerdings nur kurzer – Termin zwischen ihm und mir geplant, bei dem wir die weitere Vorgehensweise gemeinsam beprechen werden. Die ganz große Frage, die jetzt noch ungeklärt ist: Wer übernimmt welchen Kostenanteil? Wir haben vorerst Stillschweigen über die Details vereinbart, aber wir können davon ausgehen, dass wir insgesamt über einen hohen zweistelligen Millionenbetrag reden.

Es wird also mehrerer Gesprächsrunden zwischen uns bedürfen, bevor wir die weiße Fahne hissen werden können.

Im Anschluss daran – so mein Plan – werde ich alle Vor- und Nachteile dieses (neben der vor 15 Jahren durchgeführten Altlastensanierung) größten Bauvorhabens unserer Gemeinde vorstellen und am Schluss möchte ich die Meinung der Wiener Neudorferinnen und Wiener Neudorfer in Form einer Volksbefragung über dieses Projekt einholen.

Ich halte Sie über die weiteren Schritte natürlich informiert.

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