SPÖ-Aussendungen: Eine Falschinformation jagt die nächste

Was vor der Wahl versprochen wird, muss nachher nicht immer eingehalten werden. Die SPÖ-Gemeinderäte werden bei der Demo am Freitag nicht teilnehmen

Vor ein paar Tagen war SPÖ-Gemeinderat Dr. Messogitis bei Frau Vizebürgermeisterin Dr. Kleissner und gab sich belustigt, weil die SPÖ-Aussendungen von den anderen Fraktionen nicht kommentiert bzw. widersprochen werden.

Derzeit werden wieder in einigen Ortsteilen SPÖ-Flugblätter verteilt, die einen sehr niedrigen Wahrheitsgehalt haben. Wenn wir alles richtigzustellen versuchen würden, wenn wir alles kommentieren würden, dann müssten wir permanent Entgegnungs-Flugblätter veröffentlichen. Manchmal veröffentlichen wir auch in unserem ÖVP-INFO Faktenchecks mit Richtigstellungen, aber eigentlich ist mir ersten die Zeit und zweitens der Platz zu schade.

Wir haben so viele Themen in Wiener Neudorf abzuarbeiten, so viele Probleme zu lösen. Die SPÖ hat sich von jeder Arbeit für Wiener Neudorf verabschiedet. Die insgesamt 5 SPÖ-Ressorts werden großteils von mir und anderen Mitgliedern der Gemeinderegierung mit erledigt. Die SPÖ verlegt sich seit 3 Jahren nur auf das Kritisieren ohne Gegenvorschläge und auf die Verbreitung von bewussten Falschinformationen.

Persönlich finde ich es schade, dass eine Partei, die immerhin 10 Jahre den Bürgermeister gestellt hat, sich derart aus der Verantwortung nimmt und mit nichts außer destruktivem Verhalten und falschen Anschuldigungen und Behauptungen versucht, alles schlecht zu reden.

Auch bei der kommenden Demo der Gemeinde auf der A2 wird die SPÖ „natürlich nicht teilnehmen“ (wie mir Ex-Bgm. Ing. Wöhrleitner heute wortwörtlich mitgeteilt hat), erstens weil ihn der Autobahnlärm nicht stört (vor der Gemeinderatswahl hat die SPÖ das Gegenteil versprochen  – siehe Bild oben) und zweitens, weil alle SPÖ-Funktionäre am Freitag für das samstägliche Erdbeerfest „Erdbeeren zerteilen müssen“. Okay!

Ich weiß, dass es möglicherweise ein Fehler ist, auf falsche Behauptungen in SPÖ-Aussendungen nicht zu reagieren, aber ich glaube, dass die Wiener Neudorfer sehen und bemerken, dass sich in unserem Ort viel bewegt. Jeder möge für sich bewerten, ob es in die richtige oder falsche Richtung geht. Auch wenn die SPÖ etwas anderes schreibt, hoffe ich, dass man weiß, dass wir die Bedingungen für eine eventuelle Bewilligung eines Öko-Gewerbeparks noch einmal ordentlich verschärft haben. Dass man ein gesundheitspolitisches Highlight wie die Errichtung eines Inhalatoriums derart negativ darstellt, ist auch einigermaßen eigenartig. Aber bitte! Im Gegensatz zu vielen, mit denen ich gesprochen habe, mokiert sich die SPÖ in einem fort über die Neugestaltung der Hauptstraße.

Ich schlage vor, dass die positiven Kräfte in der Wiener Neudorfer Politik weiterhin konstruktiv weiterarbeiten. Die SPÖ wird aus taktischen Gründen bis zur Gemeinderatswahl im Jänner 2020 ihre Falschinformationspolitik höchstwahrscheinlich verstärken. Ich kann und will mir nicht vorstellen, dass eine derartige Strategie erfolgsversprechend ist. Aber wenn doch, dann hat die SPÖ mit ihrem Verhalten die richtige Strategie gewählt.

Es ist enorm schade, weil natürlich die Mitarbeit der SPÖ-Fraktion so wichtig wäre und wir als Ort eine viel gewichtigere Stimme hätten, würden wir uns geeint präsentieren und geeint nach außen auftreten.

Manchmal habe ich auch das Gefühl, dass Organisationen wie die ASFINAG auf Zeit spielen und Lösungen nur deshalb verschleppen, weil sie hoffen, dass sie in zwei Jahren wieder einem für sie angenehmeren Bürgermeister gegenüber sitzen.

5 Gedanken zu „SPÖ-Aussendungen: Eine Falschinformation jagt die nächste

  1. B

    Sehr geehrter Herr Bürgermeister!

    Bitte machen Sie weiter so und verfolgen die Ziele weiterhin voller Energie und Power. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass jeder in der Gemeinde positive Veränderungen und Neuerungen sieht, oder sehen müsste. Dass nicht für jedem alles genau nach seinem Geschmack ist, ist wohl normal, viele Menschen / viele Meinungen / viele unterschiedliche Ansichten. Aber es tut sich was und das ist sehr positiv!
    Die Flugblätter der SPÖ empfinde ich nicht mal mehr als Belustigung, sondern als Hohn, so etwas zu verbreiten und mit dem Namen der Parteiangehörigen für gut und richtig vermarkten zu wollen. Für mich zählt hier nicht die Partei, sondern die Arbeit und Projekte die da hinter stehen. Weiter so! Das Motto der SPÖ Fraktion ist wohl: Nichts geht über den Parteiwillen! , auch wenn sie es privat sicher auch teilweise anders sehen!

    Manche Ihrer Projekte benötigen eben mehr Zeit und Kampfgeist. Manches kann man mit dem Gemeindebudet oder erneuten Schulden eben nicht schnell, unkompliziert und ohne Wiederhall der zuständigen Behörden vom Land lösen. Hier braucht es Ihre Hartnäckigkeit und das Durchhaltevermögen.
    Ich hätte doch gern gesehen, dass die SPÖ bei dem Thema 80 die politischen Hick Hack vergisst und für die Bevölkerung mit kämpft, statt Erdbeeren zu schneiden.

    liebe Grüße

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  2. Karl

    Lieber Herr Bürgermeister, vielen Dank für Ihren Einsatz. Ich hätte mich ehrlich gesagt gewundert, wenn seitens der „Ortsopposition“ (Zitat des ehemaligen Herrn Vizebürgermeisters in einem seiner Artikel in einer alten Gemeindezeitung ca. 2008 oder 2009) eine andere Reaktion erfolgt wäre. Lassen Sie sich nicht von Ihrem Kurs abbringen, der der absolut richtige ist. Leider bin ich am Freitag beruflich verhindert, daher keine Teilnahme bei der Demo. Bei der nächsten Demo bin ich auf jeden Fall dabei, Viel Erfolg und liebe Grüße

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  3. rathauscher fritz

    Lieber Herr Bürgermeister ich verfolge seit vielen Jahren die politische Entwicklung in unserem Ort.Für mich ist diese Konstellation der “ besten köpfe“ das Optimale das Neudorf passieren konnte.Das Verhalten der Opposition ist für mich nicht erklärbar.
    Denn jeder Gemeinderat hat seinen Eid zum Wohle der Gemeinde abgelegt.
    Ich bin Zeuge.
    Die Argumentation der Opposition die Halbwahrheiten und Unwahrheiteiten verbreitet ist einfach unerträglich.
    Bitte setzen Sie ihre Arbeit in diesem sinne fort.
    Alles Gute.

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  4. Wiener Neudorfer

    Lieber Herr Janschka!

    Ich verstehe Ihre absolute Abneigung gegen das ständige Reagieren müssen, wenn wieder einmal ein roter Flyer mit fragewürdigen Aussagen verteilt wird.

    Auch sind sicher viele Wiener Neudorfer aufgewacht, und sehen die Situation mit offeneren Augen.

    Aber wieviele verfolgen Ihren Blog regelmäßig?
    Wieviele sehen auf den Seiten der Reformpartnerschaft nach?

    Funktioniert „dirty campaigning“?

    Ich meine, bis zu einem gewissen Ausmaß sehr wohl, leider.

    80 bis 90 Prozent der Aussagen des „Mitbewerbers“ könnte man, so glaube ich, mit einfacher Faktennennung widerlegen, bzw. sachgerecht kommentieren.

    All diese Behauptungen unkommentiert und unwidersprochen stehen zu lassen, kann durchaus gefährlich werden.

    Was denken sich die Leser?

    – fühlen sich zu sicher
    – sind überheblich

    oder noch schlimmer:

    – verweigern, und/oder fürchten den Dialog/die Auseinandersetzung mit der SPÖ
    – wissen keine Antwort darauf, weil es die Wahrheit ist

    Ich würde, nur meine bescheidene Meinung und lange Lebenserfahrung, eine Zeitlang JEDES dieser Pamphlete punktgenau beantworten und kommentieren.

    Das wäre mein Rat, der aus ehrlichem Herzen kommt.

    Wenn Sie schon selber einräumen, dass diese Strategie aufgehen könnte………..

    Und ja! Die ASFINAG spielt auf Zeit!

    In diesem Sinne,
    viel Glück und
    alles Liebe!

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  5. Ein zuletzt nicht SPÖ gewählt habender - und auch nicht mehr wählender

    Damit wäre der Lackmustest geklärt.
    War auch nicht anders zu erwarten und ist eine konsequente Fortsetzung der Prioritätensetzung dieser Leute: Erdbeeren schnippeln unter Gleichgesinnten ist wichtiger als Verkehr / Gesundheit / Lärm einer ganzen Gemeinde.
    Die Arroganz eines Herrn Wöhrleitner (immerhin Ex-Bgm. und angeblich wieder werden wollender-Bgm.) mit den Worten „MICH stört der Lärm nicht“ die Teilnahme an der Demo abzusagen, muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.
    Soweit also SEIN Horizont!

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