B17-Unterführung: Der aktuelle Stand

Im neuesten ÖVP-INFO, das in diesen Tagen an alle Haushalte in Wiener Neudorf verteilt wird, haben wir die aktuelle Entwicklung beschrieben. Dieses Projekt wurde in meiner ersten Bürgermeisterzeit sehr forciert und wir waren 2005 gemeinsam mit der NÖ Landesregierung nahezu handelseins.

Es ist zu akzeptieren, dass mein Nachfolger, Christian Wöhrleitner, dieses Projekt nicht wollte, nicht daran glaubte und alle Gespräche seitens der Gemeinde eingestellt hat – und andere Prioritäten verfolgte. Für die Vision des B17-Tunnels haben wir also gut und gerne 10 Jahre verloren.Nach dem ursprünglichen Zeitplan wären wir mit den Bauarbeiten jetzt bereits fertig.

Ich bedanke mich bei den Koalitionspartnern, dass wir gemeinsam dieses Projekt wieder aus der Schreibtischschublade geholt haben und dass ich so die Gespräche – gemeinsam mit unserem Verkehrsreferent DI Norman Pigisch – mit der NÖ Landesregierung wieder aufnehmen konnte.

Nach zwei Jahren intensivsten Gesprächen, etlichen neuen Gutachten, etlichen Adaptierung von bestehenden Gutachten gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder wir belassen es bei der Ist-Situation und ergeben uns den Gegebenheiten oder wir überlegen eine Ortsumfahrung. Aus geographischen Gründen ist eine neue Ortsumfahrung nicht möglich, also ginge nur eine Ausweichroute über Mödling, Maria Enzersdorf, Brunn und so weiter. Erstens wäre das nur eine Verlagerung in andere Ortsgebiete und zweitens würde der Verkehr dann dort vollends zusammenbrechen. Und die Bürger(meister) wurden mit Berechtigung auf die Barrikaden steigen. Also bleibt als einzig wahre Alternative nur eine Ortsumfahrung in Form einer Tieferlegung, sprich: Untertunnelung.

So weit haben wir uns mit der NÖ Landesregierung wieder verständigt. Ich darf an dieser Stelle über ein vor wenigen Tagen geführtes äußerst positives Gespräch mit dem zuständigen Landesrat, DI Ludwig Schleritzko berichten. 

Bei dem Tunnelprojekt gilt es vieles zu berücksichtigen. Wir müssen unter dem Mödlingbach durch. Es wird in offener Bauweise gebaut werden. Es muss die B17 großteils für den Verkehr offen bleiben. Es muss die Badner-Bahn-Strecke aufrecht bleiben. Es darf bei den Tunnelportalen zu keinen Lärm- und Schadstoffentwicklungen kommen. Die Kostensituation ist entscheidend (wir gehen von € 55 bis 60 Millionen aus) und hier vor allem die Teilung zwischen Land und Gemeinde. Wir haben alles Technische mittlerweile überprüfen lassen und es gibt laut den Gutachtern nichts, was gegen die Verwirklichung der B17-Unterführung spricht.

Als nächsten und entscheidenden Schritt wollen wir gemeinsam mit der NÖ Landesregierung ein dafür geeignetes Ingenieurbüro (und da gibt es nur eine Handvoll) beauftragen, das alle Gutachten zusammenträgt, noch einmal überprüft, miteinander abstimmt und einreichfähige Unterlagen vorlegt mitsamt einer detaillierten Kostenschätzung.

Beauftragen wollen wir dieses Büro noch im heurigen Herbst. Das Ergebnis erwarten wir dann bis Juni 2018.

6 Gedanken zu „B17-Unterführung: Der aktuelle Stand

    1. Peter

      Meines Wissens nach von Ortstafel Wienerstrasse im Norden bis zur Schillerstrassenkreuzung im Süden, deswegen ist dort links und rechts von der Schillerstrasse auch Brachland und wird nichts gebaut, nicht mal Bäume gepflanzt für mehr kühlenden Schatten im Ort.

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  1. Markus Mayer

    Kosten von 55 bis 60 Millionen? Die Kostenteilung mit dem Land NÖ ist entscheidend? Gehen wir einmal von einer 50 zu 50 % Verteilung aus. Warum das Land dafür soviel oder gar noch mehr zahlen sollte weiß ich zwar nicht, aber wie gesagt, gehen wir von 50 zu 50 aus. Woher soll Wr. Neudorf Euro 30.000.000,- nehmen? Es ist gut wenn man phantasievoll Projekte entwickelt, aber einmal mehr muss ich feststellen, dass unser Bürgermeister den Bezug zur Realität verloren hat. Andere für „Schulden“ kritisieren, selbst aber zusätzlich mind. 30 Mio. machen.

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    1. Wiener Neudorfer

      Lieber Herr Mayer!

      Wollen Sie eine Verbesserung der Lage im Ort? Ist es schon gemacht, wissen wir schon, dass es uns 30 Mio. gekostet hat?

      Ich erinnere zum wiederholten Mal an die Sanierung der Mülldeponie!

      Laut SPÖ damals unfinanzierbar, 700 bis 800 Mio. ATS würde es kosten! Wurde gemacht, hat der Gemeinde keinen Cent gekostet.

      Wobei für dieses Projekt sogar die Aufnahme von hohen Schulden gerechtfertigt wäre!

      Aber Sie wollen ja auch die Klosterkirche nicht retten. Was wollen Sie denn dann eigentlich?
      Das alles so bleibt wie immer?

      Wenn ich jetzt sage, dass erinnert mich frappant an die SPÖ Ära, dann sind Sie wieder beleidigt.

      LG

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  2. Oliver Woller

    Ich würde einfach die Ampeln weglassen und somit würde es auch zu einem flüssigeren Verkehr kommen.
    Funktioniert in anderen Ländern doch auch bestens 🙂

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