Weitere Höhepunkte der Wiener Neudorfer Woche

Wir haben Halbzeit der 49. Wiener Neudorfer Woche am Festgelände des Marienparks zwischen der Park- und der Laxenburgerstraße. Und weiterhin gibt es an jedem Tag Höhepunkte, musikalische ab 17:00 Uhr sowieso. Zum Beispiel heute Mittwoch die MOSTLANDSTÜRMER, morgen am Feiertag die EDLSEER (Achtung: erst ab 18:30 Uhr), gefolgt von den SPECKY’s am Freitag, MIKE’s CREW am Samstag und den Abschluss am Sonntag macht ROUGH ROAD.

Daneben stellen sich wie gewohnt einige Vereine mit Ehrungen bzw. Vorführungen vor. Heute Mittwoch erwarten wir das Judoteam SHIAI-DO, am Freitag den Fußballverein, den Club Activity und die Linedancegruppe. Am Samstag präsentiert sich dann der Tischtennisverein.

Theatralischer Höhepunkt der 49. Wiener Neudorfer Woche wird am Samstag um 22:00 Uhr wieder eine außergewöhnliche Lasershow sein, dieses Mal erstmalig unterstützt und begleitet von einem wahren Trommelwirbel. Das sollten Sie unter keinen Umständen versäumen.

Kulinarisch haben die zahlreichen Stände der Gastronomen und der Vereine alles zu bieten, was Herz, Magen und Leber begehrt. Und: Hoffentlich bleibt uns das bisherige „Kaiserwetter“ erhalten.

Mut zur Wildnis

Beispiel: Klostergarten. Hier gibt es einige Wiesen, die seit Jahren nach einem gewissen Pflegekonzept behandelt werden.

Der Vizepräsident des Naturschutzbundes Österreich, Prof. Univ.-Doz. Dr. Johannes Gepp hat diesen Begriff geprägt: Mut zur Wildnis.

Schon klar, dass es gerade im städtischen Bereich in Parkanlagen schöne grüne Flächen geben muss. Auch in vielen Gärten wird permanent gemäht, um ja kein „Unkraut“ wachsen zu lassen. Mähroboter erleben einen wahren Boom, sind aber für Flora und Fauna nicht gerade die allerbeste Idee. Klein(st)tiere werden „geschreddert“ oder häufig verletzt (vor allem Igel). Aber für das ästhetische Empfinden des Menschen ist eine glattgemähte Wiese ein gewisser Augenschmaus.

Beispiel: Schloßmühlgasse

Aber gerade für Insekten – und nicht nur Bienen – sind Blumenwiesen, Fettwiesen, Trockenrasen oder Feuchtwiesen lebensnotwendig. Wir haben in Wiener Neudorf deshalb – neben den Parkanlagen – auch Flächen, auf denen solche Wiesen entstehen dürfen und die nach einem Pflegekonzept auch nur wenige Male pro Jahr gemäht werden. Und derartige Flächen werden wir in den nächsten Jahren sukzessive vermehren.

Die bunte Vielfalt der Blumenwelt ist auch, aber nicht in erster Linie dafür da, um dem menschlichen Auge eine Freude zu machen oder um Blumenvasen zu füllen, sondern, damit Insekten sie besser finden und bestäuben können. Der bei uns zwar nahezu ständig wehende Wind kann diese Tätigkeit nur eingeschränkt übernehmen.

Ich schreibe diesen Blogeintrag deshalb, weil ich immer wieder Hinweise oder Beschwerden erhalte, dass diese oder jene Wiese offenbar vergessen wurde, zu mähen. Nein, es wurde nicht vergessen. Es ist Absicht.

Gemeinderat Werner Bechtold gestorben!

Werner Bechtold ging es in den letzten Wochen und Monaten gesundheitlich nicht gut, aber in keinster Weise habe ich diese Nachricht befürchtet.

Im März 2015 kam Werner Bechtold für die FPÖ-Fraktion in den Gemeinderat und wurde Vorsitzender des Sicherheitsausschusses und Sicherheitsgemeinderat. Politisch tätig, außerhalb des Gemeinderates, war er schon sehr viel länger. Der Begriff der Sicherheit in all seinen Facetten war auch DAS politische Thema, das ihn am allermeisten interessierte und antrieb. Die letztlich von der Gemeinde initiierten Selbstverteidigungskurse oder die konzentrierte Arbeit am Sicherheits- und Katastrophenschutzplan für Wiener Neudorf gingen auf seine Initiative zurück.

Vor einigen Monaten kam es zur Trennung mit der FPÖ. Werner Bechtold blieb jedoch als fraktionsloser Gemeinderat seiner Unterschrift unter dem „Reformpartner-Papier“ treu und hielt vor allem zu mir als Bürgermeister einen permanenten Austausch. Dass wir uns freundschaftlich verbunden waren, wäre zu weit gegriffen, aber wir konnten gut miteinander, wir haben gegenseitig im anderen immer die Stärken und weniger die Schwächen gesehen.

Werner Bechtold war wahrscheinlich kein einfacher Mensch, er wird auf viele auch ambivalent und durchaus auffällig gewirkt haben. In der politischen Diskussion war er ein Querdenker, einer der vieles mehrfach kritisch hinterfragt hat, einer der poltern, aber auch einer, der verbinden konnte.

Meine Anteilnahme gilt seiner Familie, seiner Frau Eva, seinen Kindern, denen ich auch auf diesem Weg viel Kraft in dieser für sie so schweren Zeit wünsche. Begraben wird Werner Bechtold in seiner bayerischen Heimat. Eine Verabschiedung wird am Wiener Neudorfer Friedhof stattfinden. Der Termin dafür steht noch nicht exakt fest.

40 Jahre Saubermacher: Wiener Neudorf gratuliert

Während Wiener Neudorf mit 400 Pflanzen für die Anlage einer Bienen-Blumenwiese beschenkt wurde, bekam Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner einen Lebensbaum (eine Zeder) von Saubermacher-Gründer KR Hans Roth (2.v.r.), begleitet von Österreichs Honigkönigin Jasmin Pojer.

Die Firma Saubermacher ist einer der wichtigsten Partner der Gemeinde Wiener Neudorf im Abfallbereich, u.a. werden von diesem Unternehmen wöchentlich bzw. 14-tägig die Hausmülltonnen entleert.

Einige ausgewählte niederösterreichische Partnergemeinden waren bei der 40-Jahr-Feier der Fa. Saubermacher am 13. Juni in St. Pölten vertreten.

1979 wurde das Unternehmen in Feldbach bei Graz von Hans Roth und seiner Ehefrau Margret gegründet, das sich vorerst mit einer Handvoll Mitarbeitern mit Abfallentsorgungsaufträgen lediglich für oststeirische Gemeinden beschäftigte. Was klein begann ist heute ein Unternehmen, das außer in Österreich in weiteren fünf Ländern mit insgesamt 3.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern tätig ist und einen Jahresumsatz von ca. 300 Millionen Euros erwirtschaftet.

Gerade der Firmengründer engagiert sich in vorbildhafter Weise mit diversen Maßnahmen sehr für Umweltschutz und Artenvielfalt und das Aufmerksammachen der wahrscheinlich größten Herausforderung der kommenden Jahrzehnte, der Klimaveränderung. Diesbezüglich gibt es auch viele Berühungspunkte mit der Politik in Wiener Neudorf.

Anders als bei derartigen Veranstaltungen üblich, wurde nicht der Jubilar oder das Jubiläumsunternehmen beschenkt, sondern die geladenen Gäste. Für Wiener Neudorf durfte ich einen Gutschein für 400 Pflanzen für die Anlage einer Bienen-Blumenwiese entgegennehmen.

Drei Tog laung wor’n ma ausgflogn, jetzt samma wieda do ……

Die Gemeindebediensten von Wiener Neudorf auf der Reeperbahn.

Seit Jahrzehnten findet zu Pfingsten der Betriebsausflug der Gemeindebediensteten statt – in den geraden Jahren jeweils eintägig, in den ungeraden mehrtägig. Heuer ging es von Pfingstsonntag bis -dienstag nach Hamburg, Deutschlands zweitgrößter Stadt.

Wir hatten bei knapp 20 Grad und zumeist trockenem Wetter hervorragende Bedingungen für die Stadtbesichtigungen. Dass wir dabei natürlich auch diverse Lokale (selbstverständlich auch auf der Reeperbahn) kennengelernt haben, versteht sich. Details werden allerdings keine verraten.

Die Organisation der Personalvertretung, unter dem Vorsitzenden Martin Billensteiner, war gewohnt perfekt. Aus meiner Sicht haben sich alle Teilnehmer/-innen sehr wohl gefühlt. Wir sind gestärkt und motiviert -manche von uns auch ein wenig übernächtigt – zurückgekehrt. Alle freuen sich – zumindest gehe ich davon aus – auf den Dienstantritt am Mittwoch früh.

Ein paar ausgewählte Eindrücke von Hamburg:

Hamburgs neues Wahrzeichen, die Elbphilharmonie steht unter der Generatintendanz eines Mannes, der in Wiener Neudorf aufgewachsen ist: Christoph Lieben-Seutter.
Der Michel (Sankt Michaelis) ist das eigentliche Wahrzeichen der Stadt und gilt als bedeutendste Barockkirche Norddeutschlands. Die 452 Stufen bis ganz hinauf haben es in sich, aber auch der gigantische Blick von oben über die Stadt.
Eindrucksvoll: Der weltgrößte historische Lagerhauskomplex, die Speicherstadt – seit 4 Jahren berechtigtes UNESCO-Welterbe – erbaut auf tausenden Eichenpfählen.

Mahnmalplatz Neu

Der neue Mahnmalplatz: Schöner, grüner, gepflegter, großzügiger, würdiger. Die Holzkonstruktion rechts ist dem Originaleinfahrtstor in das Lager gemäß einer Zeichnung aus dem Jahre 1944 1:1 nachempfunden.

Das NS-Arbeitslager Wiener Neudorf (als Außenstelle des KZ Mauthausen) gehört zu unserer Ortsgeschichte. Das haben wir zu akzeptieren. Es war deshalb aus meiner Sicht richtig, dass der Gemeinderat in der Ära Wöhrleitner vor 5 Jahren einstimmig die Errichtung eines Mahnmals beschlossen hat.

Das Denkmal von Arik Brauer wurde allerdings (ebenfalls aus meiner Sicht) einigermaßen lieblos an die Ecke Palmersstraße/Eumigweg gestellt, direkt an einen kaputten und verwilderten Maschendrahtzaun. Die Wiener Neudorfer werden sich erinnern. Es war mir deshalb ein persönliches Anliegen, die Stätte würdiger und schöner zu gestalten. Vielen Dank auch an Mag. Michael Huppmann (Fa. Eurofins), der uns im Zuge der Errichtung des neuen Firmengeländes (im Hintergrund des Fotos) ein Grundstück kostenlos zur Verfügung gestellt hat, um den Mahnmalplatz aufweiten und offener gestalten zu können.

Ein Studenten-Ideenwettbewerb, den wir gemeinsam mit dem Mauthausen-Komitee und dem Gedenkverein Wiener Neudorf-Guntramsdorf dabei sind zu verwirklichen, soll die Grundlage dafür liefern, wie die Betonwände im Laufe des nächsten Jahres optisch und informativ gestaltet werden könn(t)en.